Daimler Trucks & Buses strebt komplett CO2-neutrale Neufahrzeugflotte bis 2039 an

Daimler Trucks & Buses strebt komplett CO2-neutrale Neufahrzeugflotte bis 2039 in wichtigsten Regionen an

Daimler Trucks & Buses, verfolgt eine nachhaltige Unternehmensstrategie und strebt bis zum Jahr 2039 an, nur noch Neufahrzeuge anzubieten, die CO2-neutral sind.

  • Ambition: Neue Lkw und Busse in TriademĂ€rkten Europa, Japan und NAFTA bis 2039 im Fahrbetrieb („tank-to-wheel“) CO2-neutral
  • Batterieelektrische Serienfahrzeuge bis 2022 in allen Kernregionen
  • Daimler Trucks bei elektrischen Lkw heute bereits Vorreiter, Daimler Buses mit elektrischem Stadtbus seit 2018 in Serie
  • Weltpremiere des Brennstoffzellen-Prototyps „Vision F-Cell“ der Marke FUSO auf der Tokyo Motor Show in Japan – verstĂ€rkte AktivitĂ€ten im Bereich Wasserstoff
  • Bis Ende der 2020er Jahre Serienfahrzeuge auf Wasserstoffbasis
  • CO2-neutrale Produktionswerke in Europa bis 2022 – alle weiteren Werke folgen
  • Martin Daum, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich fĂŒr Trucks und Buses: „Bei Daimler Trucks & Buses bekennen wir uns klar zu den Zielen des Pariser Klimaschutz-Übereinkommens und damit zur Dekarbonisierung unserer Branche. Ein CO2-neutraler Transport auf den Straßen bis 2050 ist unser ultimatives Ziel. Dies ist nur dann erreichbar, wenn fĂŒr unsere Kunden bei Kosten und Infrastruktur wettbewerbsfĂ€hige Bedingungen fĂŒr CO2-neutralen Transport geschaffen werden. Wirklich CO2-neutraler Transport funktioniert nur mit batterieelektrischem Antrieb oder auf Basis von Wasserstoff.“

Stuttgart/Berlin – Daimler Trucks & Buses, einer der grĂ¶ĂŸten Nutzfahrzeug-Hersteller weltweit, verfolgt eine nachhaltige Unternehmensstrategie und strebt bis zum Jahr 2039 an, in den TriademĂ€rkten Europa, Japan und NAFTA nur noch Neufahrzeuge anzubieten, die im Fahrbetrieb („tank-to-wheel“) CO2-neutral sind. Bereits bis zum Jahr 2022 soll das Fahrzeugportfolio von Daimler Trucks & Buses in den Hauptabsatzregionen Europa, USA und Japan Serienfahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb umfassen. Bis zum Ende des nĂ€chsten Jahrzehnts wird Daimler Trucks & Buses sein Fahrzeugangebot zusĂ€tzlich um wasserstoffbetriebene Serien-Fahrzeuge ergĂ€nzen. Daimler Trucks & Buses feierte erst diese Woche die Weltpremiere des Brennstoffzellen-Prototyps „Vision F-Cell“ der Marke FUSO auf der Tokyo Motor Show in Japan und verstĂ€rkt damit konsequent seine AktivitĂ€ten im Bereich Wasserstoff. DarĂŒber hinaus werden alle europĂ€ischen Werke von Daimler Trucks & Buses bis zum Jahr 2022 CO2-neutral sein. Alle weiteren Werke werden folgen.

Martin Daum, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich fĂŒr Lkw und Busse, sagte heute bei seiner Keynote auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin: „Bei Daimler Trucks & Buses bekennen wir uns klar zu den Zielen des Pariser Klimaschutz-Übereinkommens und damit zur Dekarbonisierung unserer Branche. Ein CO2-neutraler Transport auf den Straßen bis 2050 ist unser ultimatives Ziel. Dies ist nur dann erreichbar, wenn fĂŒr unsere Kunden bei Kosten und Infrastruktur wettbewerbsfĂ€hige Bedingungen fĂŒr CO2-neutralen Transport geschaffen werden. Da fĂŒr eine vollstĂ€ndige Flottenerneuerung bis 2050 rund zehn Jahre nötig sind, ist es unsere Ambition, bis zum Jahr 2039 komplett ‚tank-to-wheel‘ lokal CO2-neutrale Neufahrzeuge in der Triade anzubieten. Wirklich lokal CO2-neutraler Transport funktioniert nur mit batterieelektrischem Antrieb oder auf Basis von Wasserstoff. Wir haben uns als erster Hersteller konsequent der ElektromobilitĂ€t bei schweren Lkw verschrieben, sind heute Vorreiter und in allen Segmenten im Kundeneinsatz. Im Busbereich leisten wir mit unserem ganzheitlichen E-MobilitĂ€tsansatz bestehend aus elektrischem Stadtbus und Beratung bereits jetzt einen maßgeblichen Beitrag fĂŒr einen lokal emissionsfreien ÖPNV der Zukunft und die Luftreinhaltung in BallungsrĂ€umen.“

„Lokal CO2-neutrale Lkw und Busse sind keine SelbstlĂ€ufer, denn auch im Jahr 2040 werden trotz aller Anstrengungen auf Herstellerseite die Anschaffungs- und Gesamtbetriebskosten von Lkw und Bussen mit Elektroantrieb noch höher liegen als bei Dieselfahrzeugen. Wir brauchen deshalb staatliche Lenkungseingriffe, um lokal CO2-neutrale Lkw und Busse wettbewerbsfĂ€hig zu machen. Notwendig sind insbesondere eine europaweite Umstellung und Staffelung der Maut nach CO2-Werten, wobei CO2-neutrale Fahrzeuge eine signifikante Mauterleichterung bekommen sollten, ein gezieltes Förderprogramm fĂŒr Busse sowie fĂŒr eine flĂ€chendeckende Lade- und Wasserstoff-Infrastruktur und auch einheitliche Standards fĂŒr den Transport und das Tanken von Wasserstoff“, so Daum weiter.

Globales E-Lkw-Portfolio

Mit Elektro-Lkw sammelt Daimler Trucks bereits seit dem Jahr 2010 Erfahrungen und hat seit 2017 seinen ersten in Kleinserie gefertigten vollelektrischen Lkw auf dem Markt und in Kundenhand: den leichten Lkw Fuso eCanter. Mehr als 140 eCanter befinden sich bereits im Kundeneinsatz in StĂ€dten weltweit, darunter New York City, Tokio, Berlin, London, Amsterdam, Paris und Lissabon. Der schwere Lkw Mercedes-Benz eActros mit einer Reichweite von bis zu 200 km ist im Rahmen der eActros „Innovationsflotte“ im intensiven Kundeneinsatz in Deutschland und der Schweiz. Die erste KundenĂŒbergabe erfolgte 2018. In den USA absolvieren derzeit der mittelschwere Freightliner eM2 und der schwere Freightliner eCascadia ebenfalls intensive Praxistests bei Kunden.

Praxisgerechtes Gesamtsystem E-MobilitÀt bei Bussen

Der vollelektrische Mercedes-Benz eCitaro, der am Mannheimer Standort seit 2018 bereits in Serie produziert wird, bietet StĂ€dten und Verkehrsbetrieben die Möglichkeit, ihre Flotten auf lokal emissionsfreies Fahren umzustellen. Schon heute fahren die eCitaro u. a. bereits in StĂ€dten wie Berlin, Hamburg, Oslo/Norwegen und Ystad/Schweden im Linienbetrieb; Auslieferungen erfolgten auch nach Luxemburg und in die Schweiz. Der eCitaro wird im Hinblick auf den praxistauglichen Einsatz im Linienverkehr kontinuierlich weiterentwickelt. Ab 2021 kommt der eCitaro mit der nĂ€chsten Batteriegeneration und in der zweiten HĂ€lfte 2020 mit Feststoffbatterien (Lithium-Polymer-Batterien) auf den Markt. Ab 2022 gibt es den Batteriebus mit Range Extender (wasserstoffbasierte Brennstoffzelle versorgt Hochvoltbatterie mit Strom). Die kĂŒnftigen Batterietechnologien fĂŒhren zu einer steigenden Einsatzabdeckung im Regelbetrieb – mit der Brennstoffzelle als Range Extender können dann nahezu alle Strecken abgedeckt werden. Da die Elektrifizierung der Busflotten mit großen Umstellungen bei den Verkehrsbetrieben verbunden ist, begleitet Daimler Buses seine Kunden im VerstĂ€ndnis eines Gesamtsystems E-MobilitĂ€t durch eine ganzheitliche Beratung. Auch die Marke Thomas Built Buses startet mit einem elektrischen Serien-Schulbus fĂŒr den amerikanischen Markt.

Antriebe auf Basis von Wasserstoff

Daimler arbeitet seit mehr als 30 Jahren an Antriebstechnologien basierend auf Wasserstoff. Bis heute haben die Brennstoffzellenfahrzeuge des Unternehmens viele Millionen Kilometer zurĂŒckgelegt und damit die Marktreife des Antriebskonzepts unter Beweis gestellt. Dennoch sind die Herausforderungen im Nutzfahrzeugbereich sehr speziell, beispielsweise in Bezug auf Lebensdauer und NutzlastverfĂŒgbarkeit. Der batterieelektrische Antrieb und Wasserstoff-Technologien bieten je nach Einsatzzweck unterschiedliche Vorteile und ergĂ€nzen sich daher. Entscheidendes Kriterium fĂŒr Lkw- und Bus-Kunden sind die Gesamtbetriebskosten.

„Vision F-Cell“ der Marke FUSO: Prototyp mit Brennstoffzelle

Mit dem „Vision F-Cell“ verstĂ€rkt Daimler Trucks & Buses konsequent seine AktivitĂ€ten im Bereich Wasserstoff. Die Marke FUSO erprobt mit dem Prototyp die Möglichkeiten der Brennstoffzellen-Technologie fĂŒr unterschiedliche Nutzfahrzeuge. Der 7,5-Tonner verfĂŒgt ĂŒber einen Antrieb mit einer maximalen Leistung von 135 kW. Die Reichweite betrĂ€gt bis zu 300 Kilometer. Die Architektur des elektrischen Antriebsstrangs des „Vision F-Cell“ ist grundsĂ€tzlich mit der eines batterieelektrischen Lkw vergleichbar – von einer deutlich reduzierten Batterieleistung und zusĂ€tzlichen Wasserstofftanks abgesehen.

CO2-neutrale Produktionswerke in Europa bis 2022 – alle weiteren Werke folgen

DarĂŒber hinaus stellt Daimler Trucks & Buses in Deutschland und Europa die Weichen fĂŒr eine „grĂŒne“ Produktion: Alle deutschen und europĂ€ischen Werke sollen bis zum Jahr 2022 ĂŒber eine CO2-neutrale Energieversorgung verfĂŒgen. Alle weiteren Werke werden folgen. Das heißt konkret, dass die bestehenden Truck- und Buswerke ihre elektrische Energie nur noch aus regenerativen Quellen beziehen werden.

Daimler Trucks & Buses: nachhaltige Unternehmensstrategie

Vor mehr als 120 Jahren haben Gottlieb Daimler und Carl Benz den Grundstein fĂŒr die moderne Transport-Industrie gelegt. Über die vergangenen Jahrzehnte hinweg haben die Truck und Bus Sparten von Daimler kontinuierlich Standards fĂŒr die gesamte Transport-Industrie gesetzt – bei der Sicherheit, bei der Kraftstoff-Effizienz und beim Komfort fĂŒr Fahrer und FahrgĂ€ste. Jetzt ist es Zeit fĂŒr eine weitere Evolutionsstufe: das emissionsfreie, das automatisierte und das vernetzte Fahren. Daimler Trucks & Buses arbeitet daran, diese wichtigen Technologien in Serie zu bringen, und zwar Marken, Sparten und Regionen ĂŒbergreifend. Damit will das Unternehmen seiner Vision vom CO2-neutralen Transport und vom unfallfreien Fahren einen großen Schritt nĂ€herkommen und zur Nachhaltigkeit im weltweiten Waren- und Personenverkehr beitragen.

ĂŒbermittelt durch die Daimler AG

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