Eine interne Analyse des Parksystemanbieters Avantpark zeigt, wo der Druck besonders hoch ist.
Die Wochen vor Weihnachten verĂ€ndern das MobilitĂ€tsverhalten der Menschen spĂŒrbar: Einkaufsorte, SupermĂ€rkte und FreizeitflĂ€chen verzeichnen einen deutlichen Anstieg an Besuchern. Damit nimmt auch die Zahl der ParkverstöĂe zu. Eine interne Analyse des Parksystemanbieters Avantpark zeigt, wo der Druck besonders hoch ist. Zwischen Einkaufszentren und regionalen Hotspots offenbaren sich ĂŒberraschende Unterschiede. Sie machen deutlich, warum manche Standorte anfĂ€lliger sind als andere und warum die Stornierungen von Strafzetteln ausgerechnet im Advent sprunghaft ansteigen. Mario Feghali von Avantpark erklĂ€rt, wie digitale Systeme helfen können, Stress zu reduzieren und StellflĂ€chen zu entlasten.
Wenn die Adventszeit beginnt, verwandeln sich StĂ€dte in ein zunehmendes Verkehrschaos: Autofahrer stehen auf ĂŒberfĂŒllten StellplĂ€tzen Schlange, Einzelhandel- und LebensmittelgeschĂ€fte werden ĂŒberlaufen. Die Folgen sind steigender Parkdruck und damit mehr Strafzettel. âWir sehen in den Wintermonaten eine deutliche Zunahme der Nutzung unserer FlĂ€chenâ, berichtet Mario Feghali, Leiter Kundenbetreuung und Marketing des Parksystemanbieters Avantpark. Zudem zeigen aktuelle Zahlen des Unternehmens einen Anstieg der ParkverstöĂe um ĂŒber 10 Prozent im letzten Jahr. âDiese Daten lassen nicht darauf schlieĂen, dass Autofahrer nachlĂ€ssiger sind, wie man zunĂ€chst annehmen könnte. Vielmehr zeigt sich, dass digitale Parksysteme VerstöĂe inzwischen deutlich prĂ€ziser erfassenâ, erklĂ€rt Feghali. Setzt man die Zahlen von November bis Januar der letzten drei Jahre ins VerhĂ€ltnis zu den aktiven ParkplĂ€tzen, ergibt sich ein differenzierteres Bild: WĂ€hrend Ende 2023 die ParkverstöĂe leicht zurĂŒckgegangen sind, stiegen sie Ende des letzten Jahres wieder an. âAuf FlĂ€chen, die schon seit Jahren mit digitalen Systemen arbeiten, sehen wir, dass sich das Parkverhalten mittlerweile eingespielt hat. Mehr VerstöĂe finden wir vor allem an neuen Standorten, wenn sich Autofahrer mit den neuen AblĂ€ufen erst vertraut machen mĂŒssenâ, so der Experte. Besonders spannend sind laut Feghali die Unterschiede in den Regionen sowie in den Branchen. âVor allem in den vier Wochen vor Weihnachten nehmen wir groĂe Unterschiede im Parkverhalten der Nutzer wahrâ, berichtet der Leiter der Kundenbetreuung. Mario Feghali ĂŒber die Branchen, in denen Strafzettel zur Weihnachtszeit zugenommen haben, sowie die StĂ€dte, in denen Autofahrer besonders oft von VerstöĂen betroffen sind.
Wo es in der Adventszeit besonders eng wird
Avantpark registrierte im vergangenen Winter bundesweit höhere ParkverstöĂe an einigen neu eingerichteten Standorten. Besonders auffĂ€llig waren dabei gröĂere StĂ€dte wie Dresden in Sachsen, Wiesbaden in Hessen oder Weinheim in Baden-WĂŒrttemberg, aber auch kleinere Orte wie Ilmenau in ThĂŒringen, Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern und Beeskow in Brandenburg. Machen diese Regionen damit das Rennen um die meisten Falschparker Deutschlands? Feghali relativiert: âNein, die Unterschiede spiegeln weniger das regionale Parkverhalten als die jeweilige Standortstruktur wider.â Er erklĂ€rt, dass die höheren Zahlen vor allem durch die starke Frequentierung der ParkflĂ€chen entstehen: SupermĂ€rkte, Einkaufszentren und Standorte mit mehreren GeschĂ€ften sind in der Adventszeit besonders gut ausgelastet. Gerade zu Beginn der digitalen Parkraumbewirtschaftung verzeichnen FlĂ€chen mit mehreren Handelsnutzungen, hohem Kurzzeitverkehr oder groĂem Kundenandrang mehr Fehlverhalten. âDas ist ein typischer Effekt, wenn Nutzer sich zunĂ€chst an klare Regeln und die digitale Kontrolle gewöhnen mĂŒssen. Um den Einstieg zu erleichtern, können wir auch bei Bedarf auf neuen ParkflĂ€chen zusĂ€tzlich Personal vor Ort bereitstellen, an das sich Autofahrer bei Fragen direkt wenden können,â so Feghali. Die digitale Parkraumbewirtschaftung zeigt, wann und wo StellflĂ€chen besonders ausgelastet sind, und erleichtert so die Planung fĂŒr Betreiber. âMit den Daten lassen sich StoĂzeiten erkennen, Personal gezielter einsetzen und die Zahl der VerstöĂe langfristig reduzierenâ, erklĂ€rt Feghali.
Mehr als doppelt so viel neue VerstöĂe: Diese Branche ist hart getroffen
âIm Einzelhandel registrieren unsere Systeme auf einzelnen ParkplĂ€tzen im letzten Jahr bis zu 100 Prozent mehr VerstöĂe als zuvorâ, erklĂ€rt Feghali und ordnet die Zahlen ein: âDas zeigt, dass die kamerabasierte Kennzeichenerfassung zuverlĂ€ssig funktioniert, Fehlverhalten erfasst und von unseren Kunden positiv bewertet wird.â Vor allem Supermarkt- und Einkaufszentrum-ParkplĂ€tze profitieren davon: âWenn Menschen noch das letzte Weihnachtsgeschenk oder Zutaten fĂŒrs Festessen besorgen, sind die StellflĂ€chen stark frequentiert und die Durchlaufzeiten kurz. Digitale Systeme stellen sicher, dass trotzdem alles geordnet ablĂ€uftâ, so der Experte weiter. In öffentlichen Einrichtungen und Verwaltungen fĂ€llt der Anstieg deutlich geringer aus. âDas liegt daran, dass sich der Besucherandrang hier hauptsĂ€chlich auf die Tage unmittelbar vor und nach den Feiertagen konzentriert. Die Kennzeichenerfassung sorgt auch hier fĂŒr klare AblĂ€ufe und Entlastung fĂŒr das Personalâ, erklĂ€rt Feghali.
Stornoquote: ParkverstöĂe werden oft nachtrĂ€glich aufgehoben
âĂberraschend fĂŒr uns ist, dass rund ein Drittel der ParkverstöĂe im vergangenen Weihnachtszeitraum nachtrĂ€glich storniert werden konntenâ, berichtet Feghali und erklĂ€rt: âGrund dafĂŒr war meist, dass Nutzer Zahlungen oder Nachweise nachtrĂ€glich erbracht haben.â In der hektischen Weihnachtszeit kann die Bezahlung der ParkgebĂŒhr schon manchmal vergessen werden. âDieses Verhalten wird durch unsere Zahlen belegt, denn die meisten VerstöĂe entstehen ohnehin nicht an den Feiertagen selbst, sondern an den einkaufsstarken Tagen davor. Das setzt die Menschen zusĂ€tzlich unter Stressâ, erklĂ€rt Feghali. Daher bieten Parkplatzbetreiber wie Avantpark auch Möglichkeiten an, die GebĂŒhr im Nachhinein zu bezahlen. Die konkrete Handhabung hĂ€ngt von den jeweiligen Einstellungen der einzelnen FlĂ€chen ab. Damit StĂ€dte und Betreiber besser auf diese saisonalen Muster reagieren können, braucht es vor allem transparente Daten und flexible Steuerung. âKommunen, HĂ€ndler und FlĂ€chenbetreiber sollten die Chance nutzen, ihre ParkrĂ€ume jetzt digitaler und nutzerfreundlicher zu organisieren, um den Verkehr zu entzerren, Ărger zu vermeiden und die Innenstadt zur Weihnachtszeit spĂŒrbar zu entlastenâ, betont Feghali abschlieĂend.
Ăber Avantpark
Avantpark, gegrĂŒndet im Jahr 2020, ist ein fĂŒhrendes Unternehmen im Bereich des digitalen Parkraummanagements. Mit einer innovativen Lösung auf Basis automatischer Kennzeichenerkennung ermöglicht Avantpark gemeinsam mit dem britischen Mutterunternehmen Parkingeye, das 2004 gegrĂŒndet wurde, ein effizientes, schrankenfreies Parkraummanagement. Ziel ist es, Falschparken zu reduzieren, Verwaltungskosten zu minimieren und neue Einnahmequellen fĂŒr Betreiber zu schaffen. Das Unternehmen bedient verschiedene Branchen â darunter Einzelhandel, Gastgewerbe, Gesundheitswesen und Kommunen â, die allesamt vor den Herausforderungen begrenzter ParkflĂ€chen und hoher organisatorischer Anforderungen stehen. Die Avantpark-Landesgesellschaften verwalten ParkflĂ€chen in ganz Europa und bieten eine datenschutzkonforme und benutzerfreundliche Alternative zu traditionellen Parksystemen. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Deutschland.
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