40 Jahre Mazda 626 – So visionĂ€r kann japanische Mittelklasse sein

Mazda 626
  • Selbstbewusste Bestseller in Bestform: Vom ersten 626 zum Mazda6
  • Dynamisches Design und innovative Technik fĂŒr mehr FahrvergnĂŒgen
  • Einzigartiges Meeting der Meilensteine: Mazda-626-Generationentreffen in der
  • Ausstellung Mazda Classic – Automobil Museum Frey

Mittelklasse muss nicht mittelmĂ€ĂŸig sein, das stellte Mazda schon Mitte der 1960er Jahre mit dem weltweit als Designikone gefeierten Modell Luce unter Beweis. Den Grundstein fĂŒr eine beispiellose und bis heute andauernde japanische Erfolgsgeschichte in der Mittelklasse legte aber der im Februar 1979 auch in Deutschland eingefĂŒhrte Mazda 626. Gezeichnet in stilprĂ€gend-eleganten Formen und konstruiert fĂŒr begeisternden Fahrspaß stieg der familienfreundliche Mazda 626 auf zum zeitweise erfolgreichsten Importmodell in Deutschland.

Kaum weniger aufsehenerregend waren die spektakulĂ€ren technischen Innovationen, mit denen der in fĂŒnf Generationen bis 2002 gebaute Mazda 626 Mut zur GrĂ¶ĂŸe zeigte und sich auf vollkommen neue Wege in der Mittelklasse wagte. Heute bringt der Mazda6 im selbstbewussten KODO Design und mit ebenso kraftvollen wie effizienten SKYACTIV Antrieben frisches FahrvergnĂŒgen und Premium-Anmutung in die Klasse der Familienfahrzeuge.

Die Mittelklasse neu definieren, unter diesem Anspruch startete vor 40 Jahren der Mazda 626 als viertĂŒrige Familienlimousine und sportives Hardtop-CoupĂ© mit einem Hauch Extravaganz. Durch klare, leicht keilförmige Linien und mit großzĂŒgig dimensionierten GlasflĂ€chen gab sich die 4,31 Meter lange Limousine ganz europĂ€isch im Gegensatz zur bis dahin meist amerikanischen Design-Vorlieben folgenden Mittelklasse Made in Japan. Besonderen Applaus von Presse und Publikum erntete das Mazda 626 CoupĂ© fĂŒr seinen schwebend-leichten Dachpavillon im Hardtop-Design. Ungewohnt großzĂŒgig dimensioniert war das Interieur des Mazda 626, der sich auch hier von asiatischen Wettbewerbern abhob und neue MaßstĂ€be setzte. „Der Deutsche aus Japan“, wie der zuverlĂ€ssige Mazda 626 in den Medien genannt wurde, bewies außerdem, dass billig manchmal schicker und besser sein kann. Denn der serienmĂ€ĂŸig nahezu komplett ausgestattete Mazda 626 unterbot mit Preisen ab 12.690 Mark fast alle vergleichbaren Konkurrenten und legte die Basis fĂŒr eine Bestsellerkarriere von Nummer 626.

Zur Mittelklasse fĂŒr Millionen wurde der Mazda 626 in der 1983 vorgestellten zweiten Generation. Wieder konstruierte Mazda seinen Erfolgstyp völlig anders und zĂ€hlte jetzt zu den Vorreitern bei der EinfĂŒhrung des Vorderradantriebs im Segment der großen Familienlimousinen. Innovativ war auch die breite Karosseriepalette aus fĂŒnftĂŒriger Fließhecklimousine, klassischem ViertĂŒrer und sportivem CoupĂ©. Unter der Motorhaube des Mazda 626 arbeiteten neu entwickelte Vierzylinder, dies auch als effizienter Diesel und bahnbrechender Benziner mit Vierventiltechnik. Diese Variantenvielfalt, die sportiven Fahreigenschaften und die inzwischen fast sprichwörtliche ZuverlĂ€ssigkeit machten den Mazda 626 nicht nur zum meistverkauften Importmodell seiner Klasse. Der 626 fing jetzt auch an, der etablierten deutschen Konkurrenz Niederlagen in Vergleichstests der Fachpresse beizubringen.

Es kam jedoch noch besser fĂŒr den 626, denn in der 1987 lancierten dritten Generation feierte der Mazda sogar Absatzrekorde als meistverkauftes Importauto in Deutschland ĂŒberhaupt. Möglich machte diesen Erfolg eine konsequente Erweiterung des Modellprogramms. So gab es die Baureihe nun zusĂ€tzlich als praktischen Kombi mit großem, variablem Laderaum und als visionĂ€ren technischen InnovationstrĂ€ger: Permanenter Allradantrieb in Verbindung mit serienmĂ€ĂŸigem Vier-Kanal-ABS war damals eine alles andere als selbstverstĂ€ndliche Technologie. Sogar Jahrzehnte Vorsprung gegenĂŒber fast allen Konkurrenten sicherte sich der Mazda 626 mit einer elektronisch geregelten Allradlenkung.

Fortgeschrieben wurde die Erfolgsstory des Mittelklassemodells fĂŒr Familie und Business mit der 1991 vorgestellten vierten Generation. Der Mazda 626 prĂ€sentierte sich nun in reprĂ€sentativer GrĂ¶ĂŸe und ĂŒberraschte einmal mehr mit einer FĂŒlle an technischen Highlights. TatsĂ€chlich konnten es die auf 4,70 Meter LĂ€nge gewachsenen, elegant gezeichneten vier- und fĂŒnftĂŒrigen Limousinen jetzt sogar mit deutschen Premium-Modellen aufnehmen, bot der Mazda 626 doch neben neuen DOHC-16-Ventil-Vierzylindern auch einen leistungsstarken und laufruhigen 2,5-Liter-V6 und sogar einen der weltweit ersten hocheffizienten Diesel mit Comprex-Druckwellenlader. Nicht zu vergessen der permanente Allradantrieb und die elektronisch geregelte Allradlenkung fĂŒr Fahrdynamik und Sicherheit fast wie in der Luxusklasse.

In der 1997 vorgestellten, fĂŒnften Auflage beeindruckte der Mazda 626 durch neue Leichtigkeit und ein cleveres Raumkonzept. Trotz deutlich kompakterer Außenabmessungen setzte die Mittelklasse im Kapitel Platzangebot höhere MaßstĂ€be als je zuvor und dies auch mit einem neu entwickelten Kombi, der mit ĂŒber 500 Litern Ladevolumen zu den grĂ¶ĂŸten seiner Klasse zĂ€hlte. Konsequenter Leichtbau drĂŒckte das Leergewicht des Mazda 626 auf fast 1.200 Kilogramm, was sich wiederum in beispielhaften, gĂŒnstigen Verbrauchswerten der Vierzylinder-Benziner und -Diesel niederschlug.

Im Jahr 2002 verabschiedete sich der Mazda 626 – und machte damit die BĂŒhne frei fĂŒr den ersten Mazda6 als Speerspitze eines ganz neuen Zeitalters fĂŒr die japanische Marke. Das Design wurde jetzt noch mutiger und schĂ€rfer, die Technik nachhaltiger und effizienter, vor allem aber stand der Mazda6 fĂŒr pures FahrvergnĂŒgen. So sah es auch die Fachwelt, denn schon dieser erste Mazda6 gewann ĂŒber 120 Vergleichstests und Auszeichnungen und bestand als erstes Fahrzeug einen 100.000-Kilometer-Dauertests eines fĂŒhrenden deutschen Fachmagazins ohne Fehler. FĂŒr den heute aktuellen Mazda6 sind vier erfolgreiche Jahrzehnte im Zeichen der Nummer 6 Ansporn und Verpflichtung zugleich, der Zeit weiterhin voraus zu fahren und dabei eigene Wege zu wĂ€hlen. Zum Ausdruck kommt dies besonders deutlich durch das KODO Design mit charakterstarken und dynamischen Linien. Hinzu kommen neue i-ACTIVSENSE Sicherheitssysteme und SKYACTIV Techniken fĂŒr noch mehr Fahrspaß mit dem Mazda6.

40 Jahre Mazda 626 sind Anlass fĂŒr ein großes Generationentreffen: In der Ausstellung „Mazda Classic – Automobil Museum Frey“ gibt es die erfolgreichsten, formschönsten und visionĂ€rsten Modelle dieser Mittelklasse-Baureihe zu erleben. NatĂŒrlich ist darunter auch ein extravagantes Mazda 626 Hardtop-CoupĂ© der ersten Generation, der bahnbrechende Mazda 626 zweiter Generation und ein 626 4WS mit elektronisch geregelter Allradlenkung von 1993. Sogar ein Mazda6 als spektakulĂ€res Weltrekordauto zĂ€hlt zu den Stars der Fahrzeugkollektion: Mit einem Skyactiv-D Turbodiesel stellte die Limousine im Jahr 2014 insgesamt 20 FIA-Weltrekorde auf der Teststrecke in Papenburg ein. Das mitten in der historischen Augsburger Innenstadt in einem historischen Straßenbahndepot eingerichtete Museum lĂ€sst aber auch alle anderen Highlights der fast 100-jĂ€hrigen Unternehmensgeschichte des unkonventionellen Automobilherstellers aus Hiroshima lebendig werden.

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