Der neue Mercedes-AMG ONE: Formel-1-Technologie fĂŒr die Straße

Mercedes-AMG ONE

Das einzigartige Hypercar begeistert nicht nur mit seinem E PERFORMANCE Formel-1-Hybridantrieb, sondern auch mit weiterer Motorsport-Technologie.

Hochexklusives Hypercar mit E PERFORMANCE Hybridantrieb und mehr als 1.000 PS Systemleistung

Am 1. Juni 1967 wurde der Grundstein von AMG gelegt. Zum 55. Geburtstag der Performance- und Sportwagen-Marke feiert die Serienversion des Mercedes-AMG ONE (Kraftstoffverbrauch gewichtet, kombiniert: 8,7 l/100 km; CO2‑Emissionen gewichtet, kombiniert: 198 g/km; Stromverbrauch gewichtet, kombiniert: 32 kWh/100 km)[1] ihre Weltpremiere. Der zweisitzige Supersportwagen bringt weltweit erstmals modernste und effizienteste Formel-1-Hybrid-Antriebstechnologie von der Rennstrecke auf die Straße. Der Performance-Hybrid leistet mit einem Verbrennungs- und vier Elektromotoren insgesamt 782 kW (1.063 PS), die Höchstgeschwindigkeit wird bei 352 km/h abgeregelt. Die Umsetzung der extrem aufwĂ€ndigen Entwicklung erfolgte im engen Schulterschluss mit den Formel 1-Experten von Mercedes-AMG High Performance Powertrains in Brixworth. In Großbritannien wird der Mercedes-AMG ONE auch das erste Mal offiziell in Aktion zu sehen sein, und zwar im Rahmen des Festival of Speed in Goodwood (23. bis 26. Juni 2022).

Das einzigartige Hypercar begeistert nicht nur mit seinem E PERFORMANCE Formel-1-Hybridantrieb, sondern auch mit weiterer Motorsport-Technologie. Diese reicht vom Carbon-Monocoque und der Carbon-Karosserie ĂŒber die mittragende Motor/Getriebe-Einheit und der aktiven Aerodynamik bis hin zum Push-Rod-Fahrwerk. Mit seiner komplexen Technologie bietet der zweisitzige Mercedes-AMG ONE teilweise sogar noch mehr als ein Formel 1-Rennwagen. Er verfĂŒgt ĂŒber den vollvariablen Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+ mit hybrid-angetriebener Hinterachse und elektrisch angetriebener Vorderachse mit Torque Vectoring. Außerdem kann er auch rein elektrisch fahren.

„Mit dem Mercedes-AMG ONE haben wir das Limit mehr als ausgereizt. Die immensen technischen Herausforderungen, einen modernen Formel 1-Triebstrang tauglich zu machen fĂŒr den alltĂ€glichen Straßenbetrieb, haben uns zweifellos an unsere Grenzen gebracht. Viele mögen ĂŒber die Dauer der Entwicklungszeit hinweg gedacht haben, das Projekt wĂ€re unmöglich umzusetzen. Dennoch haben die Teams in Affalterbach und in Großbritannien nie aufgegeben und an sich geglaubt. DafĂŒr zolle ich allen Beteiligten höchsten Respekt und bin stolz auf diese Teamleistung. Ein derartiges Hypercar auf die RĂ€der zu stellen, ist sicher einmalig. Das gilt fĂŒr uns als Mercedes-AMG nicht nur aus technischer Sicht, sondern auch in Bezug auf den engen Austausch mit unseren treuen Kunden. Gemeinsam mit uns sind sie im Laufe der Entwicklung durch Höhen, aber auch Tiefen gegangen. Sie waren von Beginn an integrativer Teil des Project One und können sich nun auf den hochexklusiven und einzigartigen Mercedes-AMG ONE freuen, der jetzt auch die nĂ€chste HĂŒrde nehmen konnte und sĂ€mtliche ECE ZertifizierungsprĂŒfungen bestanden hat“, so Philipp Schiemer, Vorsitzender der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Mercedes-AMG GmbH.

„Die Leistungsdaten des Mercedes-AMG ONE sind letztlich nur ein kleiner Auszug dessen, was an Technik in diesem Fahrzeug steckt. Abgesehen von einem Formel 1-Triebstrang, der aus einem verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig kleinen, höchst effizienten Verbrennungsmotor in Kombination mit vier E-Maschinen 1063 PS generiert, war vor allem die Abgasnachbehandlung die Herkulesaufgabe. Hier haben die Teams von Mercedes-AMG und Mercedes‑AMG High Performance Powertrains wirklich Großes geleistet. Dieses Projekt war teilweise Fluch und Segen zugleich. Aber wir sind den steinigen Weg gegangen, und als Techniker kommt man bei den vielen Details natĂŒrlich auch ins SchwĂ€rmen. Angefangen von den verwendeten Materialien, den außergewöhnlichen Fahrwerkskomponenten bis hin zu den aerodynamischen Finessen – an KomplexitĂ€t ist der Mercedes‑AMG ONE wohl kaum zu toppen. Bei einem Formel 1-Fahrzeug sorgt ein Team an Ingenieuren mit Laptops dafĂŒr, den Triebstrang zu starten. Bei unserem Hypercar genĂŒgt ein Knopfdruck. Das verdeutlicht auch das immense Software-Knowhow, das in diesem Fahrzeug steckt“, sagt Jochen Hermann, Technischer GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Mercedes-AMG GmbH.

Außergewöhnlicher E PERFORMANCE Hybridantrieb mit 1,6-Liter-V6-Motor und vier Elektromaschinen

Der E PERFORMANCE Hybridantrieb des Mercedes-AMG ONE stammt direkt aus der Formel 1 und wurde in enger Zusammenarbeit mit den Experten von Mercedes-AMG High Performance Powertrains in Brixworth realisiert. Er besteht aus einer hochintegrierten und intelligent miteinander vernetzten Einheit aus Hybrid‑Turbo-Verbrennungsmotor mit insgesamt vier Elektromaschinen: Eine ist im Turbolader integriert, eine befindet sich direkt am Verbrennungsmotor und ist mit der Kurbelwelle verbunden, zwei weitere treiben die VorderrĂ€der an.

Der 1,6-Liter-V6-Hybrid-Benzinmotor mit elektrisch unterstĂŒtzter Single-Turboaufladung entspricht in seiner Technologie dem aktuellen Formel 1-Triebwerk. Die vier obenliegenden Nockenwellen werden ĂŒber StirnrĂ€der angetrieben. Um ein hohes Drehzahlniveau zu erreichen, sind die mechanischen Ventilfedern durch pneumatische Ventilfedern ersetzt. Das in Mittelmotorposition vor der Hinterachse eingebaute Triebwerk dreht bis zu 11.000/min. FĂŒr lĂ€ngere Haltbarkeit und die Verwendung von handelsĂŒblichem Super plus Benzin bleibt es jedoch bewusst unter dem F1-Drehzahllimit.

Das Hochdrehzahltriebwerk wird durch einen Hightech-Turbolader beflĂŒgelt. Abgas- und Verdichterturbine sind voneinander entfernt positioniert und durch eine Welle miteinander verbunden. Damit ist eine tiefere Einbaulage des Turboladers möglich. Auf der Welle befindet sich ein ca. 90 kW starker Elektromotor. Dieser treibt elektronisch gesteuert die Welle des Turboladers direkt an und beschleunigt damit das Verdichterrad auf bis zu 100.000/min, bevor der Abgasstrom ĂŒbernimmt. Die Formel 1-typische Bezeichnung dieser Einheit lautet MGU-H (Motor Generator Unit Heat).

Blitzschnelles Ansprechen, schneller als ein V8-Saugmotor

GrĂ¶ĂŸter Vorteil: Das Ansprechverhalten verbessert sich direkt ab Leerlaufdrehzahl (wenn der Abgasstrom noch schwach ist) ĂŒber den gesamten Drehzahlbereich hinweg deutlich. Der 1,6-Liter-V6-Motor reagiert noch spontaner auf Fahrpedalbefehle, das gesamte FahrgefĂŒhl ist hochdynamisch. Außerdem ermöglicht die Elektrifizierung des Abgasturboladers ein höheres Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen. Dies steigert die AgilitĂ€t ebenfalls und optimiert das Beschleunigungsvermögen. Auch wenn der Fahrer vom Gas geht oder bremst, ist die Technologie in der Lage, den Ladedruck stets aufrecht zu erhalten. Damit ist ein kontinuierlich direktes Ansprechverhalten gewĂ€hrleistet.

Der elektrische Abgasturbolader im Mercedes-AMG ONE hat noch einen weiteren Vorzug: Er nutzt einen Teil der ĂŒberschĂŒssigen Energie aus dem Abgasstrom, um als Generator elektrische Energie zu erzeugen. Diese wird entweder in der Hochvolt Lithium-Ionen-Batterie gespeichert oder der elektrischen Vorderachse beziehungsweise der Elektromaschine (MGU-K = Motor Generator Unit Kinetic) am Verbrennungsmotor zugefĂŒhrt. Die MGU-K leistet 120 kW, ist direkt am Verbrennungsmotor positioniert und ĂŒber einen Stirnradantrieb mit der Kurbelwelle verbunden – ebenfalls eine Technologie, die in der Formel 1 fĂŒr höchste Effizienz und Performance sorgt.

Turboaufladung und Direkteinspritzung mit strahlgefĂŒhrtem Brennverfahren ermöglichen nicht nur eine hohe Leistungsausbeute, sondern erhöhen auch den thermodynamischen Wirkungsgrad und senken somit den Kraftstoffverbrauch und die Abgasemissionen. Der Hochleistungs-Sechszylinder verfĂŒgt ĂŒber zwei Einspritzsysteme. Die Direkteinspritzung befördert den Kraftstoff mit bis zu 270 bar Druck in die BrennrĂ€ume. Dies geschieht zum Teil mehrfach und wird nach Bedarf durch die Motorsteuerung geregelt. Die zusĂ€tzliche Kanaleinspritzung wird benötigt, um die hohe spezifische Leistung des Motors zu erreichen und gleichzeitig die Abgasgrenzwerte einzuhalten.

Hinzu kommt die sehr aufwĂ€ndige und effektive Abgasreinigung mit vier vorgeheizten Metall-Katalysatoren, zwei Keramik-Katalysatoren und zwei Ottopartikelfiltern. Die vier Heizelemente mit zusammen 16 kW Leistung ermöglichen es, die EU6 Abgasgrenzwerte unter realen Fahrbedingungen (RDE) einzuhalten. Die Abgasreinigung ist darĂŒber hinaus gegendruckoptimiert, um Leistungsverluste zu vermeiden. Das gilt auch fĂŒr den großen EndschalldĂ€mpfer aus leichtem Titan.

Technische Daten Antriebsstrang

Bohrung x Hub 80,0 x 53,03 mm
Hubraum 1.599 cm3
Max. Systemleistung 782 kW (1.063 PS)
Max. Drehzahl Verbrennungsmotor 11 000/min
Max. Leistung Verbrennungsmotor 422 kW (574 PS) bei 9.000/min
Spezifische Leistung Verbrennungsmotor 359 PS/l
MGU-K (Elektromotor an der Kurbelwelle) 120 kW (163 PS)
MGU-FL/MGU-FR (Elektromotoren an der Vorderachse) 2 x 120 kW = 240 kW (326 PS)
MGU-H (Elektromotor des elektrischen Abgasturboladers) 90 kW (122 PS)
Max. Ladedruck des Turboladers 3,5 bar

Neuer Allradantrieb mit rein elektrisch angetriebener Vorderachse

Die beiden, je 120 kW starken Elektromotoren an der Vorderachse erreichen bis zu 50.000/min Rotorumdrehungen. Sie sind ĂŒber je ein Untersetzungsgetriebe mit den VorderrĂ€dern verbunden. Die somit rein elektrisch angetriebene Vorderachse arbeitet jeweils radselektiv und ermöglicht damit eine individuelle Drehmomentverteilung fĂŒr besonders hohe Fahrdynamik („Torque Vectoring“). Außerdem lĂ€sst sich mit den beiden E-Motoren auch die Bremsenergie optimal zur Rekuperation nutzen – unter Alltagsfahrbedingungen bis zu 80 Prozent. Diese Energie wird in der Batterie gespeichert und steht fĂŒr eine lĂ€ngere elektrische Reichweite oder fĂŒr mehr Antriebsperformance zur VerfĂŒgung. Jeder Elektromotor wird von einer eigenen Leistungselektronik gesteuert, die in rĂ€umlicher NĂ€he zu den E-Maschinen im Wagenboden platziert ist.

High Performance Batterie mit Formel 1-Technologie

Auch der Lithium-Ionen-Energiespeicher ist eine spezielle Entwicklung von Mercedes-AMG. Seine Technologie hat sich in den Formel 1 Hybrid-Rennwagen des Mercedes-AMG Petronas F1 Teams unter hĂ€rtesten Bedingungen bereits bewĂ€hrt und findet sich auch in der Batterie des Mercedes-AMG GT 63 S E PERFORMANCE wieder. Die AMG High Performance Batterie verbindet hohe, hĂ€ufig hintereinander abrufbare Leistung mit geringem Gewicht, um die Gesamtperformance zu erhöhen. Hinzu kommen die schnelle Energieaufnahme und die hohe Leistungsdichte. Das bedeutet: Bei einer zĂŒgigen Fahrt beispielsweise in hĂŒgeligem GelĂ€nde können Fahrer bergauf spontan das volle Leistungspotenzial abrufen, wĂ€hrend bei Talfahrten stark rekuperiert wird.

Die Anordnung der Batteriezellen und die ZellkĂŒhlung entsprechen dem Mercedes-AMG Formel 1-Rennwagen. FĂŒr den Alltagsbetrieb ist deren Anzahl im Mercedes-AMG ONE allerdings um ein Vielfaches grĂ¶ĂŸer. Die KapazitĂ€t von 8,4 kWh reicht aus fĂŒr eine rein elektrische Reichweite von 18,1 Kilometern. Geladen wird per Wechselstrom und dem integrierten 3,7 kW On-Board-Lader. ZusĂ€tzlich lĂ€sst sich die Batterie per Rekuperation oder vom Verbrennungsmotor mit frischer Energie versorgen. Die Lithium-Ionen-Hochvolt-Batterie und der DC/DC-Wandler zur UnterstĂŒtzung und Ladung des 12-V-Bordnetzes sind platzsparend hinter der Vorderachse im Wagenboden untergebracht.

Innovative DirektkĂŒhlung der Hochvolt-Batterie

Grundlage fĂŒr die hohe Performance der Batterie ist die innovative DirektkĂŒhlung: Ein Hightech-KĂŒhlmittel umströmt alle Zellen und kĂŒhlt sie einzeln. Hintergrund: Jede Batterie braucht fĂŒr die optimale Leistungsabgabe eine definierte Temperatur. Wird der Energiespeicher zu kalt oder zu heiß, verliert er zeitweise spĂŒrbar an Kraft oder muss heruntergeregelt werden, um bei zu hohen WĂ€rmegraden nicht Schaden zu nehmen. Eine gleichmĂ€ĂŸige Temperierung der Batterie hat daher entscheidenden Einfluss auf ihre Performance, Lebensdauer und Sicherheit.

Das KĂŒhlmittel zirkuliert mit Hilfe einer elektrischen Hochleistungspumpe von oben nach unten durch die gesamte Batterie an jeder Zelle vorbei und durchfließt dabei auch einen WĂ€rmetauscher, der direkt an der Batterie angebracht ist. Das System ist so ausgelegt, dass eine gleichmĂ€ĂŸige WĂ€rmeverteilung in der Batterie sichergestellt ist. Die Folge: Die Batterie befindet sich immer in einem gleichmĂ€ĂŸigen, optimalen Arbeitstemperaturfenster von durchschnittlich 45 Grad Celsius – egal, wie oft sie geladen oder entladen wird. Bei forcierter Fahrt ist ein Überschreiten der Durchschnittstemperatur durchaus möglich. Die Schutzmechanismen sind daher so eingestellt, dass die maximale Performance aus der Batterie entnommen werden kann, um im Anschluss wieder durch die DirektkĂŒhlung das Temperaturniveau zu senken.

Erst die DirektkĂŒhlung ermöglicht es, Zellen mit sehr hoher Leistungsdichte einzusetzen. Dank dieser individuellen Lösung ist das Batteriesystem besonders leicht und kompakt. Zum geringen Gewicht trĂ€gt auch das materialsparende Stromschienenkonzept bei und die leichte, gleichzeitig aber stabile Crashstruktur des GehĂ€uses aus Aluminium. Sie garantiert höchste Sicherheit. Ein weiteres Merkmal ist die Hochspannung des Antriebssystems, die mit 800 Volt statt der ĂŒblichen 400 Volt arbeitet. Durch die höhere Spannungslage lassen sich beispielsweise die Leitungsquerschnitte deutlich reduzieren und entsprechend Bauraum und Gewicht einsparen.

Intelligente Betriebsstrategien fĂŒr optimale Leistung und Effizienz

Insgesamt bietet das High Performance Plug-in-Hybrid Antriebssystem zahlreiche intelligente Betriebsstrategien, die optimal auf unterschiedliche Einsatzszenarien abgestimmt sind. Die Fahrprogramme reichen dabei vom rein elektrischen Betrieb bis hin zu einem hochdynamischen Modus (Strat 2), der einer Einstellung entspricht, die in der Formel 1 im Qualifying fĂŒr bestmögliche Rundenzeiten benutzt wird. Trotz der hohen SystemkomplexitĂ€t wird der Fahrer – abhĂ€ngig von seiner aktuellen Anforderung – stets die optimale Kombination aus Performance und Effizienz erhalten.

Sechs Fahrprogramme – vom rein elektrischen Fahren bis zum Rennstreckenmodus

Der Mercedes-AMG ONE startet zunÀchst lautlos mit dem Einschalten der Elektromotoren an der Vorderachse. Parallel werden die Katalysatoren vorgeheizt. Der Verbrennungsmotor springt erst an, wenn die korrekte Kat-Temperatur erreicht ist.

  • Race Safe: Standardprogramm mit bedarfsgerechtem Hybridfahrmodus und rein elektrischem Anfahren. Erst bei höherer Leistungsanforderung schaltet sich der Verbrennungsmotor zu.
  • Race: Hybridfahrmodus mit spezieller Ladestrategie. Der Verbrennungsmotor lĂ€uft dauerhaft und kann die Hochvolt-Batterie stĂ€rker laden, damit immer volle Elektrokraft zur VerfĂŒgung steht.
  • EV: Rein elektrisches Fahren.
  • Race Plus (nur Rennstrecke): aktive Aerodynamik, Fahrwerksabsenkung um 37 mm (VA)/30 mm (HA), straffere Fahrwerksabstimmung, spezielles Leistungsmanagement.
  • Strat 2 (nur Rennstrecke): aktive Aerodynamik, nochmals straffere Fahrwerksabstimmung und Fahrzeugabsenkung um 37 mm (VA)/30 mm (HA). Volle Leistung von allen Motoren wie beim Qualifying in der Formel 1.
  • Individual: Einstellungen nach persönlichen Vorlieben fĂŒr die Straßenmodi.

Mit der RACE START Funktion in den Fahrprogrammen Race, Race Plus und Strat 2 sind beeindruckende Beschleunigungswerte möglich: Der Spurt aus dem Stand auf Tempo 200 km/h ist in nur 7,0 Sekunden erledigt.

Komplett neues, automatisiertes 7-Gang-Schaltgetriebe

Die KraftĂŒbertragung auf die HinterrĂ€der erfolgt mittels eines komplett neu fĂŒr den Mercedes-AMG ONE entwickelten 7-Gang-Schaltgetriebes. Das leichte Getriebedesign spart Gewicht, die Integration in den Karosserie-Rohbau verstĂ€rkt die Steifigkeit und nimmt nur wenig Platz weg. Es ist speziell auf die hohe Drehmoment- und DrehzahlkapazitĂ€t des leistungsstarken Formel-1-Hybrid-Antriebsstrangs ausgelegt. Schaltstangen und die 4-Scheiben-Carbon-Kupplung werden hydraulisch gesteuert. Die Übersetzungen sind so ausgelegt, dass sie den Leistungsunterschied nach dem Hochschalten minimieren und den Verbrennungsmotor auf hohen Drehzahlen halten. In das Getriebe ist das Sperrdifferenzial integriert.

Mehrlenker-Fahrwerk mit innovativer Push-Rod-Federung

Die Basis fĂŒr die ĂŒberragenden Fahreigenschaften des Mercedes-AMG ONE bildet das leichte und hochfeste Carbon-Monocoque, dessen Technologie ebenfalls aus der Formel 1 stammt. Das gilt auch fĂŒr die Integration von Motor und Getriebe: Beide erfĂŒllen mittragende Funktionen und nehmen vollstĂ€ndig die hinteren RadaufhĂ€ngungen auf.

Beim Fahrwerk kommt vorn und hinten eine Aluminium-Konstruktion mit je fĂŒnf Lenkern und zwei verstellbaren Federbeinen zum Einsatz. Das Gewindefahrwerk weist mehrere Besonderheiten auf: Die beiden Push-Rod-Federbeine liegen quer zur Fahrtrichtung. Die innovative Anordnung der Feder-und DĂ€mpfereinheit ersetzt die Funktion und Verwendung eines ĂŒblichen Rohr-Querstabilisators. Diese Lösung verhindert zuverlĂ€ssig Wankbewegungen auch bei sehr schnellen Richtungswechseln, ohne unkomfortabel zu sein. Wanksteifigkeit und WankdĂ€mpfung sind komplett unabhĂ€ngig von Hubsteifigkeit und HubdĂ€mpfung. Radlager mit Keramik-Kugellagern fĂŒr weniger Reibung beweisen die Liebe zum technischen Detail.

Die adaptive VerstelldĂ€mpfung lĂ€sst sich per Fahrprogramm anpassen: Die Fahrwerkseinstellungen C (Comfort) und S (Sport) stehen in den Fahrprogrammen EV, Race Safe, Race und Individual zur Auswahl; die Fahrwerkseinstellungen S (Sport) und S+ (Sport+) in den Fahrprogrammen Race Plus und Strat 2. Im Rahmen der aktiven Aerodynamik lĂ€sst sich das Fahrwerk hydraulisch absenken: um 37 Millimeter an der Vorderachse und um 30 Millimeter an der Hinterachse. Außerdem verhindert ein Lifter fĂŒr die Vorderachse (nur in den Straßenfahrprogrammen aktivierbar), dass der Mercedes-AMG ONE zum Beispiel bei Tiefgaragenrampen aufsetzt.

Die Gesamtabstimmung von Federn und DĂ€mpfern ist auf ein perfekt ausgewogenes, leicht beherrschbares und hoch dynamisches Fahrverhalten ausgelegt. Dazu tragen auch der Allradantrieb und das Torque Vectoring bei. ABS ist anders als in der Formel 1 serienmĂ€ĂŸig an Bord, das ESPÂź wie bei Mercedes-AMG ĂŒblich in drei Stufen regulierbar. ESPÂź ON steht fĂŒr hohe Sicherheit und ist im „Highway“-Mode immer aktiviert. ESPŸ SPORT HANDLING MODE erlaubt höhere Gierwinkel vor Eingriff des Systems fĂŒr sportliche Fahrweise. ESPÂź OFF schaltet das System ab extrem dynamische Fahrweise auf abgesperrten Strecken. Alle drei Einstellungen sind im „Track“-Mode möglich.

Exklusives Schmiederad mit Carbon-Teilabdeckung

Eine Neuentwicklung ist das 10-Speichen-Aluminium-Schmiederad mit Zentralverschluss, das exklusiv dem Mercedes-AMG ONE vorbehalten ist. Es verfĂŒgt ĂŒber eine radiale, aerodynamisch ausgefeilt gestaltete Teilabdeckung aus Carbon. Sie verbessert die Aeroeffizienz des Fahrzeugs durch eine bessere Umströmung des Rads. Ein weiterer Beweis dafĂŒr, wie das AMG Entwicklerteam auch kleinsten Einzelheiten höchste Aufmerksamkeit schenkt und damit die Gesamteffizienz des Hypercars steigert.

Optional sind ebenfalls neu entwickelte und exklusiv fĂŒr den Mercedes-AMG ONE gestaltete 9-Speichen-Magnesium SchmiederĂ€der erhĂ€ltlich. Neben der Zentralverschlusstechnologie verfĂŒgen sie ĂŒber ein patentiertes bionisches Design, um Leichtbau und Steifigkeit zu maximieren. Die aerodynamisch gestaltete Teilabdeckung aus Carbon ist ein gutes Beispiel fĂŒr die Kombination aus geringem Gewicht, optimierter BremsenkĂŒhlung und Aeroeffizienz. Gleichzeitig sorgen je neun Luftschaufeln pro Rad fĂŒr die aktive EntlĂŒftung des Radhauses und dadurch verbesserte WĂ€rmeableitung von den Bremsen.

Vorn rollt der Mercedes-AMG ONE auf RĂ€dern der Dimension 10,0 J x 19 mit 285/35 ZR 19 Michelin Pilot Sport Cup 2R M01 Reifen, die exklusiv fĂŒr das Hypercar entwickelt wurden. Hinten sind 12,0 J x 20 RĂ€der montiert, mit Michelin Pilot Sport Cup 2R M01 Reifen in der GrĂ¶ĂŸe 335/30 ZR 20. Die ExklusivitĂ€t der Reifen zeigt sich in der Gestaltung der Seitenwand, in der die Fahrzeug-Silhouette und die Ziffer 1 eingearbeitet ist.

FĂŒr die Verzögerung kommt eine spezielle, gewichtsoptimierte AMG Carbon Keramik Hochleistungs-Verbundbremsanlage zum Einsatz. An der Vorderachse mit 6-Kolben-FestsĂ€tteln sowie innenbelĂŒfteten und gelochten Bremsscheiben im Format 398 x 38 Millimeter. An der Hinterachse sind 4-Kolben-FestsĂ€ttel montiert. Hinzu kommen innenbelĂŒftete und gelochte Bremsscheiben der GrĂ¶ĂŸe 380 x 34 Millimeter. Das niedrige Gewicht der Anlage reduziert die ungefederten Massen und steigert damit Fahrdynamik und AgilitĂ€t. Zudem zeichnet sich die Keramikbremse durch lĂ€ngere Lebensdauer, höhere KorrosionsbestĂ€ndigkeit sowie höhere thermische StabilitĂ€t aus. Optisch weisen der „AMG Carbon Ceramic“-Schriftzug und die speziell lackierten BremssĂ€ttel auf die besondere Bremsanlage hin.

Exterieur-Design: Faszination und Funktion

Das Design der Carbon-Karosserie prĂ€sentiert sich von der Königsklasse des Motorsports inspiriert. Vor allem aber verkörpert es das Mercedes-AMG Prinzip, dass Faszination immer auch mit Funktion verknĂŒpft ist. Jedes Bauteil erfĂŒllt eine Aufgabe. So gibt das Mittelmotorkonzept auf Basis Carbon-Monocoque plus mittragender Motor/Getriebe-Einheit die extrem muskulösen Proportionen vor: rennsporttypisch weit vorn platziertes Cockpit kombiniert mit volumenreichen RadhĂ€usern, Wespentaille und weit auslaufendem Heck.

Bei der Gestaltung haben Designer und Aerodynamik-Experten eng zusammengearbeitet. Schon der Grundkörper wurde aerodynamisch fĂŒr maximalen Abtrieb und ausgeglichene Balance konzipiert. Mit Erfolg: Der Mercedes-AMG ONE erzeugt bereits ab 50 km/h Abtrieb, der mit zunehmender Geschwindigkeit immer stĂ€rker wird.

Die Frontansicht: Kraftvoll und funktional

Die große schwarze FrontschĂŒrze, deren diverse LufteinlĂ€sse ĂŒber die gesamte Fahrzeugbreite reichen, prĂ€gt die Frontansicht. Der trapezförmige Mittelteil trĂ€gt ein großes, weißes AMG Logo. DarĂŒber befindet sich auf der Karosserie der Mercedes Stern. Er ist in Form eines kĂŒnstlerisch und handwerklich perfekten Airbrush‑Motivs gestaltet – von einem Spezialisten in Großbritannien. Der AMG typische A-Wing unter dem Mittelteil setzt einen weiteren charakteristischen Akzent und geht nahtlos in die KotflĂŒgel ĂŒber.

Links und rechts dominieren große LufteinlĂ€sse, die von U-förmigen Luftleitelementen eingerahmt sind und von je zwei schwarzen Querfinnen gegliedert werden. Flache LED-Scheinwerfer fĂŒgen sich nahtlos in die Karosseriekontur ein. Durch die schwarzen LuftauslĂ€sse in der Fronthaube wird der warme Luftstrom seitlich um die Fahrerkabine herum geleitet. Dadurch gelangt ein Frischluftstrom ungehindert ĂŒber die Fahrerkabine in den Ansaugtrakt auf dem Dach. Die aktiven Flaps am Frontdiffusor nehmen Einfluss auf die Aeroperformance an der Vorderachse und sorgen fĂŒr eine ausgewogene Aerobalance. Auch die aktiven LĂŒftungsschlitze (sogenannten Louvres) in den vorderen RadhĂ€usern erhöhen den Anpressdruck an der Vorderachse.

Straffe Flanken, volumenreiche RadhÀuser

Das geduckte, dynamische Greenhouse besitzt eine unverwechselbare, sphĂ€rische Architektur mit einer eigenstĂ€ndigen Fenstergrafik. Die große, dunkle Zone steht fĂŒr wichtige technische Funktionen. Diese technischen Bauteile stehen optisch im Kontrast zur cleanen Gesamtform des Autos.

Auf dem Dach ist der aus der Formel 1 abgeleitete Lufteinlass dominant, ĂŒber den der Motor bedarfsgerecht Frischluft ansaugt. Der schwarze Einlass geht elegant in die schwarze vertikale Hai-Finne ĂŒber: Sie verhindert Queranströmung bzw. einen Strömungsabriss am Heck und verbessert dadurch die KurvenstabilitĂ€t. Insgesamt bedeutet dies auch mehr Performance und Sicherheit bei hohen Geschwindigkeiten. Die Power‑Unit ist unter zwei abnehmbaren Carbon-Abdeckungen verborgen. In diese sind jeweils große NACA‑LufteinlĂ€sse integriert, die eine optimale FĂŒhrung der Luftströme fĂŒr die darunter platzierten KĂŒhler garantieren.

Die Seitenansicht zeigt eine sinnliche und klare FlĂ€chengestaltung, ebenfalls verbunden mit funktionalen Features. Die Wagenflanken sind in der Mitte straff eingezogen, schwarze LuftleitflĂ€chen aus Carbon leiten den Luftstrom wie im Motorsport optimal um die Karosserie. Das Airbrush-Design an den Flanken hat derselbe KĂŒnstler gestaltet, der auch die Lackierung der Formel 1-Rennwagen entworfen hat. Über allen vier RĂ€dern spannen sich eng anliegende RadhĂ€user wie Muskeln, die zum Sprung bereit sind.

Die TĂŒren öffnen schrĂ€g nach vorn und nach oben. Hinten rechts befindet sich die Tankklappe, hinten links die Ladebuchse fĂŒr die Plug-in-Hybridbatterie.

Das Heck: Faszination und Funktion

Die scharfe Abrisskante und der zweigeteilte Heckdiffusor bringen bei hohen Geschwindigkeiten aerodynamische Effizienz- und Performance-Vorteile. Das gilt auch fĂŒr den speziell geformten Unterboden mit LĂ€ngsfinnen und Öffnungen fĂŒr KĂŒhlkanĂ€le. Der HeckflĂŒgel ist zweiteilig ausfahrbar mit FlĂŒgelblatt plus integriertem, verstellbarem Flap. Die Gestaltung des Abgasendrohrs mit einem großen runden Auslass und zwei weiteren, kleinen runden Öffnungen wurde direkt von den Formel 1-Fahrzeugen ĂŒbernommen. Zum kraftvollen Auftritt trĂ€gt die HeckschĂŒrze mit ihrem voluminösen schwarzen Wabengitter und den Carbonteilen bei. Die RĂŒckleuchten nehmen mit jeweils drei rautenförmigen Lichtelementen die grafische Gestaltung des AMG Markenlogos und damit auch das Design der Frontscheinwerfer auf.

Die High-Tech-Materialien und Farbkombinationen der Außenhaut sind direkt aus dem Rennsport ĂŒbertragen. Funktionale Exterieurkomponenten werden in Sichtcarbon dargestellt und mit skulptural-sinnlichen LackoberflĂ€chen kontrastreich inszeniert.

Aktive Aerodynamik: drei Auslegungen wÀhlbar

Die aktive, hydraulisch gesteuerte Aerodynamik verstĂ€rkt den Anpressdruck auf Vorder- und Hinterachse und verbessert auch die Aeroeffizienz. Je nach Fahrerwunsch und gewĂ€hltem Fahrprogramm stehen drei unterschiedliche Aero-Auslegungen zur VerfĂŒgung:

  • „Highway“ in den Fahrprogrammen „Race Safe“, „Race“, „EV“ und „Individual“:
    Die Louvers sind geschlossen, die aktiven Flaps am Frontdiffusor sind ausgefahren, und der HeckflĂŒgel inklusive Flap ist eingefahren.
  • „Track“ in den Fahrprogrammen „Race Plus“ und „Strat2“ (beide nur auf der Rennstrecke erlaubt):
    Die Frontdiffusor-Flaps klappen hoch, um die Frontdiffusorkontur in eine maximal effiziente Form zu bringen. Der HeckflĂŒgel fĂ€hrt voll aus, ebenso der HeckflĂŒgel-Flap. Die Louvers werden geöffnet, um den Anpressdruck an der Vorderachse zu erhöhen und den Unterdruck in den RadhĂ€usern zu verstĂ€rken. Das Fahrzeug wird um 37 Millimeter an der Vorderachse und um 30 Millimeter an der Hinterachse abgesenkt. Die Folge all dieser Maßnahmen: Der Gesamtabtrieb steigt im Vergleich zu den Straßen-Fahrprogrammen geschwindigkeitsabhĂ€ngig bis auf das FĂŒnffache.
  • „Race DRS“ (Drag Reduction System), wie in der Formel 1 per Knopfdruck aktivierbar, in den Rennstrecken-Fahrprogrammen:
    Der HeckflĂŒgel-Flap fĂ€hrt komplett ein, und die Louvers werden geschlossen. Dabei verringert sich zwar der Abtrieb um ca. 20 Prozent, aber der Mercedes-AMG ONE kommt noch schneller auf hohe Geschwindigkeiten. DRS lĂ€sst sich entweder manuell wieder deaktivieren oder deaktiviert sich automatisch, sobald der Fahrer bremst oder Querbeschleunigung gemessen wird.

Das Interieur: Formel 1 fĂŒr zwei

Das Interieur-Designkonzept folgt der Funktion im Renneinsatz, was in der RadikalitĂ€t der Formensprache zum Ausdruck kommt. So wird authentisch die Formel 1-Technik auf der Rennstrecke und der Straße erlebbar. Auch hier hat jedes Detail eine Funktion. „No styling“ ist die gestalterische Konsequenz, die sich aus den Anforderungen an diese Fahrmaschine ergeben. Das Design ist eine Synthese aus skulpturaler Formensprache und kompromisslosem Rennsportdesign. Im kĂŒhnen Minimalismus des Monocoque-Innenraums werden die reduzierten Komponenten hervorgehoben und gestalterisch sowie funktional inszeniert.

Das ergonomisch geschnittene Interieur bietet Raum fĂŒr zwei Personen. Die fest fixierte Rennsitzschalenskulptur verbindet sich mit dem Fußraum Ă€sthetisch zu einer Einheit. Sie geht ebenfalls seitlich fließend in den Schwellerbereich ĂŒber und wird zum integralen Bestandteil der hochskulpturalen Monocoque-Landschaft. Die RĂŒckenlehnen der AMG Motorsport-Sitzschalen lassen sich zweifach verstellen Position 25o und 30o. Das Lenkrad ist elektrisch und die Pedalbox mechanisch (in elf Stufen) justierbar, so dass der Pilot eine optimale Fahrposition einnehmen kann. Auch die BeifahrerfußstĂŒtze ist individuell einstellbar.

Der Mitteltunnel ist ebenfalls funktionaler Bestandteil der Carbon-TrĂ€gerstruktur. Er fĂŒgt sich formschlĂŒssig in die Sitzskulptur ein und folgt mit seiner flach ansteigenden Kontur dem Prinzip des Minimalismus. Ein hochwertig gestaltetes Ablagefach, ein reduziertes Schalterfeld und der Engine Start Button bilden eine Einheit. Das Fach ist mit einem transparenten Deckel ausgefĂŒhrt. Zwei Mini-USB-AnschlĂŒsse fĂŒr externe AudiogerĂ€te erhöhen die Alltagstauglichkeit. Der Start/Stopp Button ist prominent auf dem Tunnel inszeniert und bildet nach vorne den Abschluss der Bedienelemente. Der in Echtmetall ausgefĂŒhrte, zylindrische GehĂ€usekörper wird seitlich von zwei Wangen gehalten, die organisch angeformt aus dem Grundvolumen des Tunnels herausragen.

Interieur mit funktionalen Strukturteilen

Das schlanke FlĂŒgelprofil der Instrumententafel wirkt leicht und schwebend. Als funktionales Strukturteil versteift sie darĂŒber hinaus das Monocoque des Hypercars. Die zwei hochauflösenden, freistehenden 10‑Zoll‑Displays mit individuellen Mercedes-AMG ONE Grafiken sind mit hochwertigen Echtmetallteilen veredelt und an die Instrumententafel adaptiert. Das Display des Kombiinstruments ist leicht erhöht vor dem Fahrer positioniert. Der Multimediamonitor rechts auf der Mittelkonsole ist zum Fahrer hin geneigt. Die DoppeldĂŒsen-Einheit hĂ€ngt wie eine Gondel unterhalb des Centerscreens. Screen und DĂŒsen verschmelzen zu einer Einheit und unterstreichen das puristische Gestaltungskonzept. Die LĂŒftungsdĂŒsen nehmen die rechteckige Grundform der Displays wieder auf.

Die TĂŒrverkleidung ist in edlem und funktionalem Carbon ausgefĂŒhrt und integriert sich formschlĂŒssig in den sportlichen Innenraum. Eine Kassette aus Echtmetall verbindet LuftdĂŒsen und Fensterheberschalter, die als zwei tief eingelegte Rechtecke integriert sind. Wie ein Muskel lĂ€uft eine weit nach vorne gezogene Kontur in der TĂŒr nach hinten aus und schafft Raum fĂŒr den charakteristischen Verlauf der Fensterlinie des Exterieurs.

Lenkrad wie in der Formel 1

In dem radikal gestalteten und hochwertig ausgefĂŒhrten Race-Lenkrad werden Bedien- und Funktionselemente mit Original-Rennwagenkomponenten kombiniert, um in extremen Fahrsituationen eine sichere Bedienung zu gewĂ€hrleisten. Der „Schaltblitz“ wird, wie bei Rennwagen ĂŒblich, oben im Lenkradkranz angezeigt. Das oben und unten abgeflachte Lenkrad mit integriertem Airbag bietet weitere MotorsportbezĂŒge: Über die beiden integrierten AMG Lenkradtasten lassen sich unterschiedliche Funktionen aktivieren, ohne die HĂ€nde vom Steuer nehmen zu mĂŒssen. Beispielsweise die Fahrprogramme, die neunstufige AMG Traction Control, die Aktivierung des DRS oder die Fahrwerkseinstellungen.

Bildschirm statt Innenspiegel, Farben und Materialien aus dem Rennwagen

Auch an Alltagstauglichkeit und weiteren Bedienkomfort haben die Mercedes-AMG Entwickler gedacht: Klimaanlage und elektrische Fensterheber sind serienmĂ€ĂŸig an Bord, und das Infotainmentsystem stellt nahtlose KonnektivitĂ€t sicher. Das User Interface ist integrativ als eigenstĂ€ndiges Konzept platziert. Die wichtigsten Anzeigen befinden sich in Sichtlinie ĂŒber dem Lenkrad auf die Straße, so dass der Fahrer nicht abgelenkt wird. Um trotz des vertikalen FlĂŒgels auf dem Heck optimale Sicht nach hinten zu gewĂ€hrleisten, ist der Innenspiegel durch einen Bildschirm ersetzt. Er zeigt Echtzeitaufnahmen einer Mirrorcam, die in das Heck integriert ist. Das BildschirmgehĂ€use ist formschlĂŒssig in das Dach integriert und beherbergt weitere Bedienelemente.

Inspiriert vom Formel 1-Rennwagen werden auch im Innenraum die Materialkontraste konsequent und authentisch fortgefĂŒhrt. Auch hier bildet das Sichtcarbon des Monocoques mit der Material/Farbkombination der Sitzschalen von magmagrauem Nappa Leder und schwarzer Mikrofaser DINAMICA einen reizvollen Gegensatz. Die Sitzinlays unterstĂŒtzen mit ihrem speziellen Design die Luftzirkulation am RĂŒcken des Fahrers. StandardmĂ€ĂŸig setzen gelbe KontrastziernĂ€hte weitere Akzente, wĂ€hlbar sind aber auch andere Farben.

Materialgerechte und hochwertig ausgearbeitete Details, wie die LĂŒftungsdĂŒsen in Silver shadow und Dark chrome, setzen weitere individuelle Akzente. Die GurtbĂ€nder und KontrastziernĂ€hte im AMG typischen Gelbton unterstreichen den Performanceanspruch. Die Kunden haben darĂŒber hinaus umfangreiche Möglichkeiten zu sehr persönlichen Individualisierungen, die in enger Absprache mit den Experten von Mercedes-AMG festgelegt werden können.

Technische Daten

Mercedes-AMG ONE

Motor
Zylinderzahl/-anordnung 6/V
Hubraum cm3 1.599
Max. Systemleistung kW/PS 782/1.063
Max Systemdrehmoment Nm Keine Angabe aufgrund KomplexitÀt des Triebstrangs
Max. Leistung Verbrennungsmotor kW/PS 422/574 bei 9.000/min
Max. Drehzahl Verbrennungsmotor 1/min 11.000
Gemischaufbereitung mikroprozessorgesteuerte Benzineinspritzung, Kombination aus Direkt- und Saugrohreinspritzung
Kombinierte Leistung E-Motoren kW/PS 450/611
KraftĂŒbertragung
Antrieb vollvariabler Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+ mit hybrid-angetriebener Hinterachse, elektrisch angetriebener Vorderachse und Torque Vectoring
Getriebe Automatisiertes 7-Gang-Schaltgetriebe
Übersetzungen
1./2./3./4./5./6./7. Gang 12,803 / 9,267 / 7,058 / 5,581 / 4,562 / 3,878 / 3,435
RĂŒckwĂ€rts 14,599
Fahrwerk
Vorderachse FĂŒnf-Lenker-Aluminium-Gewindefahrwerk mit zwei quer liegenden, verstellbaren Push-Rod-Federbeinen und adaptiver VerstelldĂ€mpfung
Hinterachse FĂŒnf-Lenker-Aluminium-Gewindefahrwerk mit zwei quer liegenden, verstellbaren Push-Rod-Federbeinen und adaptiver VerstelldĂ€mpfung. Untere Lenker aerodynamisch geformt
Bremsanlage Hydraulische AMG Carbon Keramik Hochleistungs-Verbundbremsanlage, vorn 398×38-mm-Verbundbremsscheiben innenbelĂŒftet und gelocht, 6-Kolben-Aluminium-Festsattel; hinten 380×34-mm-Verbundbremsscheiben innenbelĂŒftet und gelocht, 4-Kolben-Aluminium-Festsattel; elektrische Feststellbremse, ABS, Brems-Assistent, 3-Stufen-ESPÂź
Lenkung keine Angabe
Felgen vorn: 10 J x 19 H2; hinten: 12 J x 20 H2
Reifen vorn: 285/35 ZR 19; hinten: 335/30 ZR 20
Maße und Gewichte
Radstand mm 2.720
Spurweite vorne/hinten mm 1.721/1.669
LÀnge/Höhe/Breite mm 4.756/1.261/2.010
Wendekreis m keine Angabe
Kofferraumvolumen l keine Angabe
Gewicht fahrfertig nach DIN kg 1.695
Zuladung kg keine Angabe
Tankinhalt l 55
Fahrleistungen, Verbrauch, Emissionen
Beschleunigung 0-100 km/h sec 2,9
Beschleunigung 0-200 km/h sec 7,0
Beschleunigung 0-300 km/h sec 15,6
Höchstgeschwindigkeit km/h 352
Kraftstoffverbrauch gew., komb.1 l/100 km 8,7
CO2-Emissionen gew., komb.1 g/km 198
Stromverbrauch gew., komb.1 kWh 32
Elektrische Reichweite1 km 18,1

[1]  Die Angaben zu Verbrauch und CO2-Emissionen sind vorlĂ€ufig und wurden intern nach Maßgabe der Zertifizierungsmethode „WLTP-PrĂŒfverfahren“ ermittelt. Es liegen bislang weder bestĂ€tigte Werte vom Technischen Dienst noch eine EG-Typgenehmigung noch eine KonformitĂ€tsbescheinigung mit amtlichen Werten vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

ĂŒbermittelt durch die Daimler AG

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