ADAC e-Ride: 10 Praxistipps fĂŒrs E-Bike in der kalten Jahreszeit

ADAC e-Ride

ZweirÀder, vor allem E-Bikes, sind in den kommenden Wochen und Monaten weiter angesagt, wenn es um die Fortbewegung auf dem Arbeitsweg und im ganz alltÀglichen Leben geht.

MĂŒnchen (ots) – Auch im Herbst und Winter kann man problemlos mit dem E-Bike unterwegs sein. Doch Aufmerksamkeit ist geboten, denn es gibt einige, mitunter tĂŒckische Fallen – besonders bei NĂ€sse und DĂ€mmerung. Nicht zuletzt Neueinsteiger auf einem Fahrrad mit MotorunterstĂŒtzung sollten diese 10 Gebote in der kalten Jahreszeit beachten:

1. Geeignete Kleidung wÀhlen

Die Kleidung fĂŒr unterwegs sollte nicht zu warm, dafĂŒr aber atmungsaktiv, wind- und wasserdicht sein. AuffĂ€llige Farben und Reflektoren an Jacke und Hose sorgen zusĂ€tzlich fĂŒr Sichtbarkeit und Sicherheit.

2. Helm tragen

Der Fahrradhelm ist zu jeder Jahreszeit ein unverzichtbares Accessoire. Die Risiken eines Sturzes werden durch die typischen “Herbstfallen” allerdings erhöht, wie die Gebote 6 bis 10 zeigen werden.

3. Akku schonen

GĂ€ngige Akkus liefern bei KĂ€lte nicht so ĂŒppig wie in warmer Umgebung. Das schmĂ€lert die Reichweite. Den Akku bei KĂ€lte am besten nicht draußen am Rad laden. Besser im Haus oder der beheizten Garage, dabei gerne auch mit dem Ladevorgang warten, bis sich seine Temperatur angepasst hat. Nach dem Fahren nehmen Sie Ihren Akku am besten mit ins Warme. Lagern Sie ihn hier bei Raumtemperatur und setzen Sie ihn erst vor der nĂ€chsten Fahrt wieder ein.

4. Licht anschalten

Kurze Tage, lange NĂ€chte. Auch schon tagsĂŒber, spĂ€testens in der DĂ€mmerung, muss mit Licht gefahren werden. Vorder- und RĂŒcklicht sowie Reflektoren mĂŒssen funktionieren und vorschriftsmĂ€ĂŸig angebracht sein.

5. Bremsen dosieren

Vorausschauend fahren und auf richtige Dosierung achten. Scheibenbremsen sind nicht sehr anfĂ€llig fĂŒr KĂ€lte und NĂ€sse. Sie packen aber sehr krĂ€ftig zu und der Reibungswiderstand zwischen Reifen und Fahrbahn ist dann meist nicht so hoch wie in der warmen Jahreszeit. Und nicht zu vernachlĂ€ssigen sind die schon erwĂ€hnten “Herbstfallen”, die bei zu starkem Bremsen zusĂ€tzlich fĂŒr Gefahr sorgen können.

Die fĂŒnf wichtigsten Fallen auf herbstlichen Straßen und Wegen hat ADAC e-Ride in den folgenden Geboten 6 bis 10 zusammengefasst:

6. Laub einkalkulieren

Liegt Laub auf der Straße oder auf dem Fahrradweg, ist das vor allem in Kurven und beim Abbiegen an Kreuzungen gefĂ€hrlich. Sturzgefahr besteht außerdem beim Bremsen auf einem FahrbahnstĂŒck mit (nassem) Laub. Gerade bei der Zufahrt an eine Kreuzung kann das Probleme bei nicht angemessenem Tempo bereiten. Der Bremsweg ist in solch einem Fall definitiv lĂ€nger. Doch auch beim Beschleunigen und unmittelbar einsetzender MotorunterstĂŒtzung des E-Bikes zeigt sich Laub auf dem Asphalt als mindestens gewöhnungsbedĂŒrftig und sollte achtsam befahren werden.

7. Straßenbahnschiene meiden

Wenn die meist parallel zur Fahrtrichtung verlaufenden Straßenbahnschienen gequert werden mĂŒssen, gilt allerhöchste Vorsicht. Nicht nur ist der Stahl bei NĂ€sse nahezu eisglatt. Besonders die tief eingekerbte Fahrrille entlang der Bahntrasse kann das Vorderrad eines Zweirads “fangen” und einen Sturz verursachen. Umso wichtiger ist es, die Schiene(n) immer in einem annĂ€hernd rechten Winkel (idealerweise 90°) zu queren.

8. Straßenmarkierungen beachten

Sanierungsarbeiten am Straßenbelag haben meist zur Folge, dass frische Fahrbahnmarkierungen aufgebracht werden. Diese weisen dann erheblich weniger Reibung auf als bereits vielbefahrene Mittelstreifen, Randmarkierungen oder Abbiegepfeile. Wird auf diesem weiß markierten Untergrund gebremst oder eine Kurve befahren, ist die Haftung deutlich geringer als auf dem reinen Teerbelag der Straße oder des Weges. Behutsam muss man beim Beschleunigen auf dem E-Bike vorgehen, gerade weil die MotorunterstĂŒtzung oft unerwartet abrupt einsetzt.

9. Mit Gullydeckel rechnen

Stahl, zumal nass vom Regen oder Tau, ist so ziemlich der grĂ¶ĂŸte Feind der gummierten Bereifung herkömmlicher Personentransportmittel. Auf zwei RĂ€dern unterwegs bleibt im Fall eines Falles viel weniger Spielraum, einen Sturz oder Crash abzuwenden. Deshalb Augen auf, vor allem in der Stadt, wo an jeder Ecke ein Gullydeckel, eine Schachtabdeckung oder ein Abflussgitter am Straßenrand lauern können. Selbst ein kurzer Kontakt damit kann einen Zweiradfahrer bereits aus der Bahn werfen.

10. Kopfsteinpflaster beherrschen

Fast nostalgisch anmutend und eher auf die Innenstadtlagen beschrĂ€nkt ist das Kopfsteinpflaster eine gewisse Herausforderung an die FahrkĂŒnste nicht nur der elektrisch unterstĂŒtzten Zweiradfahrer. Unebenheiten und eine geringere Haftung sollten stets bedacht werden. Angepasste Geschwindigkeit sowie Vorsicht beim Abbiegen und bei der Kurvenfahrt sind Voraussetzung, um gut ĂŒbers eigentlich liebenswerte Altstadtparkett zu kommen.

Diese Tipps und weitere nĂŒtzliche Informationen vom ADAC fĂŒr Fahrrad und E-Bike gibt es hier

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