Neue Audi Elektronikarchitektur E³ 1.2 macht Vorsprung durch Technik erlebbar

Audi Elektronikarchitektur E³ 1.2

Übergeordnetes Ziel bei der Entwicklung der E3 1.2 war, eine skalierbare und zukunftsfähige Elektronikarchitektur zu schaffen.

√úbergeordnetes Ziel bei der Entwicklung der E3 1.2 war, eine skalierbare und zukunftsf√§hige Elektronikarchitektur zu schaffen, die konzernweit zum Einsatz kommt. Dabei kann die Funktionsverlagerung aus der Sensor-Aktor-Ebene in die Rechner-Ebene, also die zunehmende Entkopplung von Hard- und Software, die steigende Komplexit√§t in den kommenden Jahren zuverl√§ssig bew√§ltigen. Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklung lag auf einer hochleistungsf√§higen und sicheren Vernetzung von Domainrechnern, Steuerger√§ten, Sensoren und Aktoren, um komplexere Systeme zu beherrschen und die Modularit√§t zu erhalten. Ein weiteres Ziel ist eine hochperformante nahtlose Backend-Anbindung f√ľr Car-to-X-Schwarmdatenanwendungen und rechenintensive Offboard-Funktionen. Audi setzt die neue Elektronikarchitektur sukzessive in allen zuk√ľnftigen Fahrzeugmodellen ein.

Digitales Nervensystem mit hoher Rechenperformance

F√ľnf Hochleistungsrechner, die bei Audi ‚ÄěHigh-Performance Computing Platform‚Äú, kurz ‚ÄěHCP‚Äú hei√üen, bilden das zentrale Nervensystem der E3 1.2. S√§mtliche Fahrzeugfunktionen sind nach Dom√§nen auf die verschiedenen Dom√§nenrechner aufgeteilt.

F√ľr Antrieb und Fahrwerk, die L√§ngs- und Querdynamik ist der HCP1 zust√§ndig, die Fahrerassistenzsysteme werden im HCP2 gesteuert, s√§mtliche Infotainmentfunktionen werden im HCP3 organisiert und die Komfortfunktionen wie Lichtsteuerung, Klimatisierung oder Sitzverstellung laufen im HCP4 zusammen. Der HCP5 schlie√ülich k√ľmmert sich um die zentrale interne Vernetzung der Dom√§nenrechner und stellt die Verbindung zwischen Fahrzeug und digitaler Au√üenwelt her. Die gro√üen Datenmengen, die bei Software-Updates oder f√ľr die Fahrerassistenzsysteme zwischen Sensoren, Aktoren und Rechnern im Fahrzeug ausgetauscht werden, erfordern Breitbandverbindungen. Daher setzt Audi zur Vernetzung der Fahrzeugsysteme neben bekannten Automotive-Protokollen auch den Gigabit-Ethernet-Standard ein.

Alle HCP sind so dimensioniert, dass sie f√ľr zuk√ľnftige Funktionserweiterungen ger√ľstet sind. Damit bleibt auch bei Zusatzfunktionen und Systemerweiterungen ein reibungsloses Premium-Erlebnis gew√§hrleistet. Unterst√ľtzt werden die Hochleistungsrechner im Fahrzeug zus√§tzlich durch eine nahtlose Anbindung der Car-to-X-Funktionen sowie ein Server-Backend f√ľr besonders rechenintensive Aufgaben.

Sicher, updatef√§hig und bereit f√ľr erweiterte Funktionen

Die E3 1.2 ist ausgelegt f√ľr drahtlose Updates (Over-the-Air-Updates, OTA) √ľber das Mobilfunknetz und f√ľr die Erweiterung um neue Funktionen. Sie ist zudem weit skalierbar und damit f√ľr einen marken- und fahrzeugsegment√ľbergreifenden Einsatz konzipiert. Sicherheit (Security-by-Design) und Updatef√§higkeit sind von Beginn an in der Architektur verankert. Die einheitliche E¬≥ 1.2 Elektronikarchitektur reduziert die Komplexit√§t sowohl in der Entwicklung als auch in der Produktion und sie schafft zus√§tzliche Skaleneffekte. Die jeweiligen Softwarekomponenten werden von CARIAD entwickelt und von Audi modellspezifisch appliziert.

Die Konfiguration eines Fahrzeugs ist mit der Auslieferung jedoch nicht zwingend dauerhaft festgelegt. Zum Servicepaket geh√∂ren ab der Q6 e-tron Baureihe Software-Updates, die Kund_innen Over-the-Air, also √ľber die Mobilfunkvernetzung des Fahrzeugs erhalten und ganz einfach √ľber ihre myAudi Smartphone App hinzubuchen k√∂nnen. Die Update-Mechanismen sammeln Daten so lange im Zwischenspeicher, bis das komplette Software¬≠paket angekommen ist und anhand seiner Pr√ľfsummen und Sicherheitszertifikate als fehlerfrei und unverf√§lscht best√§tigt werden kann. Die Software wird aus Sicherheitsgr√ľnden erst bei Stillstand aufgespielt. Auf diese Weise werden Funktionsverbesserungen und -erweiterungen installiert. Neue Funktionen und Optionen lassen sich dar√ľber hinaus im Rahmen des Angebots Functions on Demand nachtr√§glich ordern. So k√∂nnen etwa auch Zweitbesitzer_innen die Ausstattung des Fahrzeugs nach dem Kauf an ihre pers√∂nlichen W√ľnsche anpassen.

Audi setzt bei der Architektur auf ein ganzheitliches, dynamisches Sicherheitskonzept. Dabei entkoppelt die neue Architektur Hardware und Software stärker als bisher voneinander. Komplexe Funktionen werden aus den peripheren Steuergeräten in die Kernarchitektur verschoben.

Dies verbessert einerseits die Systemsicherheit und verringert andererseits den Entwicklungsaufwand. Zudem erleichtert dieses Vorgehen Software-Updates und macht sie vielseitiger einsetzbar.

Digitalisierung f√ľr Komfort und Infotainment

Audi Kund_innen erleben mit der neuen Elektronikarchitektur die Digitalisierung im Fahrzeug unmittelbarer als je zuvor. So erh√§lt die Audi Q6 e-tron Baureihe auf Basis der neuen E3 1.2 Architektur ein vollvernetztes digitales Interieur. Die E3 1.2 erm√∂glicht es, Anzahl, Dimension und Aufl√∂sung der Bildschirme in den Modellen weiter zu erh√∂hen. Zugleich f√ľhrt Audi mit der E3 1.2 eine einheitliche Infotainmentplattform auf Basis des Android Automotive Betriebssystems ein.

Wer k√ľnftig in einem Modell der Audi Q6 e-tron Baureihe Platz nimmt, profitiert gleich mehrfach von der umfassenden Vernetzung im Fahrzeug. So kann beispielsweise ein lernender intelligenter Sprachassistent eine gro√üe Anzahl von Fahrzeugfunktionen steuern, aus dem Verhalten und den Aktionen der fahrenden Person lernen und somit pr√§diktive und situativ angepasste Hinweise geben. Durch fortlaufende Software-Aktualisierungen Over-the-Air-Updates sind alle Systeme im Auto jederzeit auf dem aktuellen Stand. Nutzer_innen k√∂nnen dank des Stores f√ľr Drittanbieter-Apps viele ihrer bevorzugten Apps direkt in das Auto laden und auf den Fahrzeugdisplays nutzen. Die Interaktion mit diesen Apps ist auch √ľber Spracheingaben m√∂glich.

√ľbermittelt durch Audi

 

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