Knallharter Testmarathon: Neuer Opel Astra auf der Zielgeraden

Opel Astra

Die Entwicklung des komplett neuen Opel Astra liegt voll im Plan, sodass die elfte Generation der erfolgreichen Opel-Kompaktklasse schon in wenigen Wochen ihre offizielle Weltpremiere feiern kann.

  • Am Polarkreis: Fahrdynamik- und Klimatisierungstests bei arktischen -30 Grad Celsius
  • Test Center Dudenhofen: Chassis-Entwicklung fĂŒr maximale Sicherheit und 1a-Komfort
  • Im EMV-Labor RĂŒsselsheim: Top-Abschirmung vor elektromagnetischen Wellen

Die Entwicklung des komplett neuen Opel Astra liegt voll im Plan, sodass die elfte Generation der erfolgreichen Opel-Kompaktklasse schon in wenigen Wochen ihre offizielle Weltpremiere feiern kann. Wie jedes moderne Fahrzeug wurde der neue Astra zunĂ€chst am Computer entworfen – doch seit dem vergangenen Winter heißt es auf dem Weg zur Serienreife: testen, testen, testen! Auf verschiedensten Strecken prĂŒfen, verfeinern und validieren die Opel-Ingenieure das neue Modell in der Praxis. Dazu ging es zunĂ€chst in den hohen Norden, wo die Prototypen bei klirrender KĂ€lte auf den eisigen Straßen Schwedisch-Lapplands ihre Runden drehten. ZurĂŒck in der Heimat prĂŒften die Ingenieure die Vorserienfahrzeuge auf Herz und Nieren im Test Center Dudenhofen genauso wie auf öffentlichen Straßen. Im Rhein-Main-Gebiet fanden – begleitet von der Opel-FĂŒhrungsriege um CEO Michael Lohscheller – gerade erst die Validierungsfahrten des neuen Astra statt. Gleichzeitig durchlĂ€uft der Newcomer nun die abschließenden Tests im EMV-Labor (Elektromagnetische VertrĂ€glichkeit) in RĂŒsselsheim. Ein knallharter Testmarathon, an dessen Ende auch die Typgenehmigung steht, sodass die nĂ€chste Astra-Generation schon bald in Serienproduktion gehen kann.

„Wie der komplett neue Astra das harte Testprogramm absolviert, ist wirklich außergewöhnlich“, sagt Astra-Chefingenieurin Mariella Vogler. „Das Entwicklungsteam, dem ĂŒbrigens mehr weibliche Ingenieure als je zuvor angehören, hat mit der nĂ€chsten Astra-Generation ein in jeder Hinsicht cooles Auto auf die RĂ€der gestellt, das unsere Kunden begeistern wird.“

Der neue Opel Astra zeigt deutsche PrĂ€zision bis ins kleinste Detail. Mit seinem klaren und mutigen Design, Top-Technologien sowie einem topmodernen Antriebsportfolio bis hin zu Plug-in-Hybriden wird er wieder MaßstĂ€be in der Kompaktklasse setzen.

Wintertests: Bester Komfort und höchste Sicherheit in jeder Situation

Winter 2020/2021 in Schweden. Eine Jahreszeit, in der die Opel-Ingenieure immer wieder nach Lappland reisen – diesmal mit dem Astra der kommenden Generation. Bei arktischen Temperaturen von -30 Grad Celsius spulen die Chassis-Experten auf speziell prĂ€parierten, eisglatten Strecken Runde um Runde ab, um die elektronischen Kontrollsysteme fĂŒr StabilitĂ€t, Traktion und das Anti-Blockier-System immer weiter zu optimieren. Das klare Ziel: Egal ob auf Eis, Schnee, Schneematsch oder wechselweise nassem und trockenem Asphalt – der neue Astra muss unter allen Bedingungen stets sicher und verlĂ€sslich reagieren. Oder anders ausgedrĂŒckt: Er muss sich wie ein echter Opel verhalten – in jeder Situation und auf jedem Untergrund.

„Mit unseren Tests stellen wir sicher, dass die neue Astra-Generation dem Fahrer genauso wie den Passagieren viel Freude bereitet“, sagt Andreas Holl, leitender Ingenieur Fahrzeugdynamik. „Die besonders dynamische Abstimmung sorgt dafĂŒr, dass sich die Insassen im neuen Astra jederzeit – auch bei hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn – sicher fĂŒhlen. Zugleich bietet der Astra maximalen Fahrkomfort selbst bei schlechten StraßenverhĂ€ltnissen.“

Neben den Chassis-Experten von Opel waren im Winter auch die „HVAC“-Kollegen (Heating, Ventilation, Air Conditioning) in Lappland mit von der Partie. Eine ihrer Aufgaben war, dafĂŒr zu sorgen, dass sich die Kabine rasch erwĂ€rmt. Dazu kontrollierten sie beim neuen Astra die WĂ€rmeabgabe des Motors, den KĂŒhlmittelfluss, die Heizleistung und den Luftstrom der GeblĂ€se genauso wie die FunktionsfĂ€higkeit des beheizbaren Lenkrads und der beheizbaren Vorder- und RĂŒcksitze.

Diese Tests dienen zum einen dem Komfort der Kunden, sodass diese sich auch an einem kalten Wintermorgen im neuen Astra direkt wohlfĂŒhlen. Zum anderen ist die AufwĂ€rmleistung auch fĂŒr die klare Sicht des Fahrers und damit fĂŒr die Sicherheit wichtig. Sie wird durch die Homologations-Vorschriften und die noch strengeren Opel-internen Standards exakt definiert. Schließlich sollen die vereisten Windschutz- und Seitenscheiben eines Opel-Modells in kĂŒrzester Zeit wieder frei sein.

Und da die nĂ€chste Astra-Generation als Plug-in-Hybrid eine wichtige Rolle bei der weiteren Elektrifizierung des Opel-Modellportfolios spielen wird, haben die Ingenieure auch die AufwĂ€rmdauer der Lithium-Ionen-Batterie unter die Lupe genommen. So konnten sie sicherstellen, dass die Leistung der Zellen auch bei niedrigen Außentemperaturen die Anforderungen an den rein elektrischen Fahrbetrieb erfĂŒllt.

Test Center Dudenhofen: HĂ€rtetests auf und neben der Strecke

Leistungen völlig anderer Art werden dem neuen Opel Astra im Test Center Dudenhofen abverlangt. Hier gehen die Experten fĂŒr die Fahrerassistenz-Systeme, die „ADAS“-Ingenieure aus RĂŒsselsheim (Automated Driver Assistance Systems), ans Werk. Auf der Hochgeschwindigkeits-Rundbahn sowie auf der langen Geraden kalibrieren sie die innovativen Assistenzsysteme des Newcomers vom adaptiven Geschwindigkeitsregler ĂŒber den Frontkollisionswarner und den Notbrems- bis hin zum RĂŒckfahrassistenten.

So schickten die Ingenieure die Vorserienfahrzeuge in Dudenhofen bereits auf die lange Gerade, um der nĂ€chsten Astra-Generation dort – wie ĂŒbrigens jedem neuen Opel-Modell – die Autobahnreife anzutrainieren. Das bedeutet, dass der Neue auch bei Geschwindigkeiten weit ĂŒber 130 km/h stets gut kontrollierbar sein und bei harten Bremsmanövern stabil reagieren muss. DarĂŒber hinaus prĂŒfen die Opel-Ingenieure bei den Hochgeschwindigkeitsfahrten im Oval Komponenten wie die StabilitĂ€t der Motorhaube und der Frontscheibenwischer gleich mit. Denn ein Flattern, Vibrieren oder das Erzeugen störender GerĂ€usche selbst unter dieser Belastung ist bei einem Opel tabu.

Nach diesen „schweißtreibenden“ Runden kann sich der neue Astra beim „Baden“ abkĂŒhlen: In der Wasserdurchfahrt werden verschiedene Tiefen ab 25 Zentimeter getestet. Dabei schiebt der Testwagen eine imposante Welle vor sich her. Nun darf kein Wasser ins Innere eindringen, der Motor keines ansaugen. Das Triebwerk, die elektrischen Systeme sowie alle unter der Motorhaube verbauten Teile mĂŒssen vor einem Wassereinbruch geschĂŒtzt sein.

Damit nicht genug: Nach Hochgeschwindigkeits-Rundbahn, Handling-Parcours und Wasserdurchfahrt geht es fĂŒr den neuen Astra auch jenseits dieser „Marterstrecken“ ohne Verschnaufpause zum nĂ€chsten Programmpunkt: in die Dudenhofener Klimakammer. Diese simuliert verschiedene UmwelteinflĂŒsse, sodass die Ingenieure die FunktionsfĂ€higkeit der Fahrzeuge, ihrer Assistenzsysteme und von Anbauteilen unter extremen Bedingungen evaluieren können. Die nĂ€chste Astra-Generation wurde beispielsweise in der Klimakammer darauf getestet, wie gut sie gegen Staub und Sand abgedichtet ist.

Als weitere Station folgte noch ein spezieller Klima-Wind-Kanal, wo die Fahrzeuge weiteren Stresstests unterzogen wurden. Hier simulierten die Opel-Ingenieure beispielsweise Fahrten im Stau sowie bergauf und bergab, um die KĂŒhlung der Bremsen zu testen. DarĂŒber hinaus konnten die Experten untersuchen, ob vor dem Auto aufgewirbelter Schnee im Zweifelsfall die LufteinlĂ€sse verstopfen könnte.

Chefsache: Die Validation Drives rund um den Opel-Stammsitz

Derartige klimatische Extrembedingungen waren in der jĂŒngsten Testphase, bei den so genannten „Validation Drives“, nicht zu erwarten. Diese Validierungsfahrten mit getarnten Prototypen und Vorserienfahrzeugen finden zu unterschiedlichen Entwicklungsetappen statt, um alle Systeme eines neuen Modells sowie deren Integration in das Gesamtfahrzeug zu validieren. Im Endstadium des Entwicklungsprozesses prĂŒft ein abteilungsĂŒbergreifendes Team aus Ingenieuren und Technikern die Autos nochmals genauestens auf Herz und Nieren – zusammen mit der Opel-FĂŒhrungsriege um Michael Lohscheller. Das ist fĂŒr den Opel-CEO Chefsache und Herzensangelegenheit zugleich. Die jĂŒngsten Validierungsfahrten mit den „Erlkönigen“ fanden Anfang bis Mitte Juni auf öffentlichen Straßen in der Opel-Heimat rund um RĂŒsselsheim statt.

Elektro-magnetisch einwandfrei: Nur so gibt’s eine Typgenehmigung

WĂ€hrend Entwicklungsprototypen und Vorserienmodelle im hohen Norden, in Dudenhofen sowie auf öffentlichen Straßen im In- und Ausland auf die Strecke gingen, durchliefen parallel dazu weitere Astra-Fahrzeuge intensive Tests in den RĂŒsselsheimer PrĂŒfstĂ€nden und Laboren. So zum Beispiel im speziell dafĂŒr ausgestatteten EMV-Labor, wo die elektromagnetische VertrĂ€glichkeit wĂ€hrend des Entwicklungsprozesses getestet wurde. Hier stellten die Ingenieure sicher, dass es nicht zur wechselseitigen Beeinflussung (so genannten Interferenzen) von verschiedenen Elektroniksystemen kommt. Dazu wurden die Fahrzeuge in allen erdenklichen Frequenzbereichen bestrahlt. Die außergewöhnlich anmutenden Absorber an den WĂ€nden „saugten“ die ausgestrahlten Wellen auf, so dass diese nicht unkontrolliert in den Raum zurĂŒckgeworfen wurden. Auf diese Weise gewannen die Ingenieure saubere, verwertbare Messdaten. Denn erst wenn alle Fahrzeugsysteme absolut resistent gegenĂŒber elektromagnetischen Strahlungsquellen von außen sind, erhĂ€lt bei Opel das neue Modell grĂŒnes Licht – und dazu die offizielle Typgenehmigung.

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