Hardware-Nachr├╝stung f├╝r Diesel rechtssicher regeln

Hardware-Nachr├╝stung f├╝r Diesel rechtssicher regeln

Wer sein ├Ąlteres Diesel-Fahrzeug mit Hardware freiwillig sauberer machen will, sollte daf├╝r auf eine rechtssichere Regelung zur├╝ckgreifen k├Ânnen und von Fahrverboten verschont bleiben.

Bonn, Deutschland (ots) – Wer sein ├Ąlteres Diesel-Fahrzeug mit Hardware freiwillig sauberer machen will, sollte daf├╝r auf eine rechtssichere Regelung zur├╝ckgreifen k├Ânnen und von Fahrverboten verschont bleiben. Mit dieser Forderung hat sich ZDK-Pr├Ąsident J├╝rgen Karpinski an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gewandt. In einem Schreiben an den Minister weist Karpinski auf die existenzbedrohenden Folgen der Dieselkrise f├╝r den Autohandel hin: “Die Gebrauchtwagenbest├Ąnde quellen ├╝ber von unverk├Ąuflichen, oft noch jungen Euro 5-Dieselfahrzeugen. Aus Angst vor Fahrverboten will niemand mehr diese Autos kaufen. Hinzu kommt die weit verbreitete vertragliche Verpflichtung der H├Ąndler, Leasingr├╝ckl├Ąufer zum urspr├╝nglich kalkulierten Restwert anzukaufen. Bei Euro 5-Dieseln ist dies angesichts des eingetretenen Wertverfalls zwangsl├Ąufig mit einem Verlust von mehreren tausend Euro pro Fahrzeug verbunden”, hei├čt es in dem Schreiben.

Dass eine Hardware-Nachr├╝stung technisch m├Âglich und ├Ąu├čerst wirksam sei, h├Ątten Tests von Zulieferern und des ADAC eindrucksvoll bewiesen. Dem Minister vorliegende Gutachten w├╝rden dies best├Ątigen.

Vor diesem Hintergrund sei es sinnvoll, Dieselbesitzer durch technische Nachr├╝stung ihrer Fahrzeuge vor etwaigen Fahrverboten zu bewahren. Nur dann w├╝rden Dieselfahrzeuge mit ihrem sparsamen und klimafreundlichen Antrieb wieder werthaltig, hei├čt es in dem Schreiben. Und so w├╝rden Dieselbesitzer, gewerbliche Flottenbetreiber und vor allem die geballt betroffenen kleinen und mittelst├Ąndischen Autoh├Ąuser aus einer ansonsten ausweglosen Situation befreit.

“Im ├ťbrigen sehen wir in dieser beim Fahrzeugbestand ansetzenden Ma├čnahme zur Reduktion der Stickoxid-Belastung in Deutschland einen Befreiungsschlag gegen├╝ber der nun beschlossenen Klage der EU-Kommission vor dem Europ├Ąischen Gerichtshof”, so der ZDK-Pr├Ąsident.

Wichtig sei die Kooperation der Hersteller mit Zulieferern und Kfz-Betrieben durch die Bereitstellung von Informationen und Nachr├╝stteilen, um die Umsetzung zu beschleunigen.

Schlie├člich w├╝rde der ZDK die finanzielle Unterst├╝tzung der privaten oder gewerblichen Fahrzeugbesitzer bei der Nachr├╝stung durch ein ├Âffentliches F├Ârderprogramm wie seinerzeit beim Ru├čpartikelfilter begr├╝├čen: “Luftreinhaltung und Gesundheitsschutz betreffen wichtige ├Âffentliche Interessen und rechtfertigen deshalb den Einsatz ├Âffentlicher Mittel”, so Karpinski. Begr├╝├čenswert w├Ąre dabei eine freiwillige Unterst├╝tzung der Bestandsnachr├╝stung durch die Fahrzeughersteller ├Ąhnlich dem beim Diesel-Gipfel beschlossenen kommunalen Unterst├╝tzungsfonds.

Mit einem Appell pro Nachr├╝stregelung endet das Schreiben an den Bundesverkehrsminister: “Wir bitten Sie im Namen von Tausenden existenziell bedrohter Autoh├Ąuser sehr herzlich darum, sich f├╝r unsere Forderung stark zu machen und die Schaffung rechtssicherer Kriterien f├╝r eine freiwillige Hardware-Nachr├╝stung von Dieselfahrzeugen auf den Weg zu bringen”, so ZDK-Pr├Ąsident J├╝rgen Karpinski abschlie├čend.

Original-Content von: Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, ├╝bermittelt durch news aktuell

Das k├Ânnte Sie auch interessieren: