Die absolute Spitze der GT-Familie: Der neue Mercedes-AMG GT Black Series

Mercedes-AMG GT Black Series

Beim neuen Mercedes‑AMG GT Black Series haben die Affalterbacher Entwickler alle Register ihrer Konstrukteurs-Kunst gezogen.

Der stĂ€rkste AMG V8-Serienmotor aller Zeiten, das expressivste Design, die aufwendigste Aerodynamik, der intelligenteste Materialmix, die ausgeprĂ€gteste Fahrdynamik: Beim neuen Mercedes‑AMG GT Black Series (Kraftstoffverbrauch kombiniert 12,8 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert 292 g/km)[1] haben die Affalterbacher Entwickler alle Register ihrer Konstrukteurs-Kunst gezogen. Der neue Supersportwagen verkörpert die traditionsreichen Wurzeln der Marke im Motorsport in Reinkultur, ebenso die langjĂ€hrige Kompetenz bei der Entwicklung von Gesamtfahrzeugen, die in jeder Hinsicht begeistern. Das Ergebnis sind 537 kW (730 PS) Leistung aus einem V8-Motor mit flacher Kurbelwelle, kombiniert mit einer aktiven Aerodynamik und einem Design, das direkt vom aktuellen AMG GT3-Rennfahrzeug abstammt

Black Series, das steht bei Mercedes-AMG seit 2006 fĂŒr ganz besondere Automobile: kompromisslos sportlich, mit expressivem Design und dem konsequentesten Technologietransfer aus dem Motorsport in die Serie. Black Series Modelle sind exklusive automobile RaritĂ€ten. Sie werden nicht entwickelt, um in Sammler-Garagen zu verschwinden, sondern trotz Straßenzulassung fĂŒr den hochdynamischen Einsatz auf Rennstrecken. In dieser Tradition setzt der AMG GT Black Series ein neues Highlight: Er ist der stĂ€rkste Mercedes-AMG mit V8-Serienmotor.

Um die Neudefinition des Supersportwagens zu unterstreichen, haben die Motoren-Spezialisten in Affalterbach das bewĂ€hrte 4,0-Liter-Biturbo-Aggregat noch einmal umfassend weiterentwickelt – zusĂ€tzlich zu den bekannt guten Eigenschaften wie Fahrbarkeit, Leistungsentfaltung oder Drehmomentverlauf. Das Lastenheft stand fest: Deutlich mehr Leistung als das bisherige Topmodell der AMG GT Familie, noch agileres Ansprechverhalten, höchste Drehfreude – die angestrebten Eigenschaften verlangten nach einer Radikalkur in Form einer neuen, flachen Kurbelwelle.

„Mit dem neuen GT Black Series haben wir unsere seit 2006 geltenden Tradition dieser exklusiven Modelle um ein einzigartiges automobiles Highlight erweitert. Nach der exzellenten Performance, die bereits der GT R bietet, war uns klar, dass eine Black Series-Varianten unserer Sportwagen-Baureihe etwas absolut Besonderes werden muss. Die sechste Variante ihrer Art ist ein weiterer AMG-Meilenstein und ein beeindruckender Beweis der außergewöhnlichen Entwicklungskompetenz in Affalterbach. Ich bin stolz auf die Mannschaft, die einen in vielerlei Hinsicht faszinierenden Supersportwagen auf die RĂ€der gestellt hat, der nun die absolute Spitze unserer erfolgreichen GT-Familie darstellt. Leistung, Optik und Fahrdynamik des GT Black Series sind auf einem extrem hohen Niveau. Dieses Projekt war ein toller Abschluss meiner TĂ€tigkeit bei AMG, um das ich sehr dankbar bin“, so Tobias Moers, Vorsitzender der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Mercedes-AMG GmbH.

Unterschiedliche Auslegungen von V8-Motoren

In der Auslegung eines V8-Motors haben die Konstrukteure einen wichtigen gestalterischen Spielraum: die Anordnung der Kurbelkröpfungen auf der Kurbelwelle. Diese beeinflusst die Charakteristik des Triebwerks. In V8‑Motoren sind zwei Varianten ĂŒblich: die „Kreuzwelle“, bei der die Hubzapfen der vier Zylinderpaare jeweils in einem Winkel von 90 Grad zueinanderstehen („Cross-Plane“) und die AMG in allen bisherigen V8-Motoren verwendet, oder die „flache Kurbelwelle“, bei der alle Hubzapfen mit einem Versatz von 180 Grad auf einer gemeinsamen Ebene liegen („Flat-Plane“).

Schaut man frontal auf eine Cross-Plane-Kurbelwelle, erkennt man das namensgebende Kreuz. Vorteile dieser Kurbelwellen sind die große Laufruhe und das hohe Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen. Typisch fĂŒr den Cross‑Plane-V8-Motor ist auch der charakteristische Sound. Um den Hubraum und damit das Leistungspotenzial optimal zu nutzen, haben die AMG Motorentechniker beim 4,0-Liter-V8-Biturbomotor die Auslassseite grundlegend in das heiße Innen-V der beiden ZylinderbĂ€nke des V8-Motors verlegt.

GleichmĂ€ĂŸig schwingende GassĂ€ulen fĂŒr noch mehr Leistung

Eine weitere Möglichkeit der Leistungssteigerung ist der Einsatz einer flachen Kurbelwelle. Sie sieht beim Flat‑Plane-V8-Motor aus wie die eines Reihenvierzylinders ‑ bis auf die breiteren Hubzapfen, die beim V8 jeweils zwei Pleuel tragen. Die ZĂŒndung beim Flat-Plane-V8 springt von einer Zylinderbank zur nĂ€chsten, wodurch der Gaswechsel nochmals verbessert wird. Die charakteristische ZĂŒndfolge mit 180-Grad-Kurbelwellenwinkel-Versatz lautet 1-8-2-7 4-5-3-6. Im Abgastrakt und auf der Einlassseite entstehen dadurch gleichmĂ€ĂŸig schwingende GassĂ€ulen, deren Resonanzen sich leicht zur Leistungssteigerung nutzen lassen. GrĂ¶ĂŸter Vorteil ist ein noch agileres Ansprechverhalten.

StÀrkster V8-Serienmotor von Mercedes-AMG

Der neue Motor des GT Black Series basiert auf dem AMG 4,0-Liter-V8-Biturbomotor mit Trockensumpfschmierung, erhĂ€lt aber aufgrund der zahlreichen Modifikationen den neuen internen Code M178 LS2. Er leistet 537 kW (730 PS) bei 6.700-6.900/min und stellt ein maximales Drehmoment von 800 Nm bei 2.000-6.000/min zur VerfĂŒgung. Neue Nockenwellen und neue AbgaskrĂŒmmer sind an die neue ZĂŒndfolge angepasst und verbessern den Gaswechsel weiter.

Die beiden Twin-Scroll-Abgasturbolader sind wie im Topmodell des viertĂŒrigen AMG GT CoupĂ©s wĂ€lzgelagert, was ihr Ansprechverhalten nochmals optimiert. Im Black Series erhalten die Lader jedoch ein grĂ¶ĂŸeres Verdichterrad, sodass die beiden Lader insgesamt 1.100 kg Luft pro Stunde fördern können. Zum Vergleich: Im AMG GT R sind es 900 kg/h. 7.000/min sind als Dauerdrehzahl unkritisch, bei 7.200/min wird die Drehzahl abgeriegelt. Und die grĂ¶ĂŸeren LadeluftkĂŒhler garantieren, dass sie die Ladelufttemperatur stets im bestmöglichen Bereich halten können. Die Sonderstellung des neuen Triebwerks dokumentiert auch die Motorenplakette, die in Schwarz gehalten ist.

0-200 km/h in unter neun Sekunden

Was macht der Motor mit dem AMG GT Black Series? Er gibt ihm einen komplett eigenstĂ€ndigen Charakter, was sich nicht nur in der Art der Leistungsentfaltung, sondern auch in seinem ganz besonderen Klangbild widerspiegelt. Und er ermöglicht ganz beeindruckende Fahrleistungen: Aus dem Stand katapultiert sich der ZweitĂŒrer in 3,2 Sekunden auf Tempo 100 km/h und in weniger als neun Sekunden auf 200 km/h. Als Top Speed lassen sich 325 km/h erreichen.

Modifiziertes AMG SPEEDSHIFT DCT 7G Getriebe

Die Kraft auf die HinterrĂ€der ĂŒbertrĂ€gt das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe AMG SPEEDSHIFT DCT 7G, das sich wie bei allen AMG GT Modellen zur optimierten Gewichtsverteilung in Transaxle-Anordnung an der Hinterachse befindet. Es wurde fĂŒr den Einsatz im AMG GT Black Series modifiziert und auf das erhöhte Drehmoment von 800 Nm angepasst. Die bisherigen Grenzen der Schaltperformance und der Responsezeit sind erweitert und damit noch rennstrecken-tauglicher.

Insgesamt ergibt sich eine deutliche Differenzierung der Gesamtfahrbarkeit, da nicht nur das Ansprechen des Fahrpedals und des Motors agiler abgestimmt ist, sondern auch die Schaltprogramme, das Anfahrverhalten und die SchaltvorgĂ€nge. Der Race-Start ist jetzt ebenfalls noch beeindruckender, dank der erhöhten Startdrehzahl, der feinfĂŒhligeren Radschlupfregelung und der rennstrecken-tauglichen Sportreifen. Außerdem wurde die GetriebekĂŒhlung an die erhöhten Anforderungen angepasst, auch die ÜbersetzungsverhĂ€ltnisse wurden leicht modifiziert.

Die Verbindung zwischen Motor und Getriebe stellt die so genannte Torque Tube her. Sie besteht aus Carbon und ist mit nur 13,9 Kilogramm rund 40 Prozent leichter als das bereits gewichtsoptimierte Pendant aus Aluminium im AMG GT. Als Strukturbauteil stellt sie innerhalb des Transaxle-Triebstrangs eine Ă€ußerst biege- und torsionssteife Verbindung zwischen Motor und Getriebe her. Sie ermöglicht eine sehr direkte und fahrdynamisch gĂŒnstige Triebstranganbindung und trĂ€gt außerdem zur ausgeglichenen Gewichtsverteilung des Fahrzeugs bei. Auch die Antriebswelle, die darin rotiert, wird aus leichtem Carbon hergestellt.

Ausgefeilte Aerodynamik fĂŒr außergewöhnlich hohe Fahrdynamik

Nicht nur auf schnellen Rundkursen trĂ€gt die ausgefeilte Aerodynamik einen wesentlichen Teil zur hohen Fahrdynamik und FahrstabilitĂ€t bei. Wie bereits beim AMG GT R und AMG GT R PRO haben die Aerodynamik-Experten und die Designer sehr eng zusammengearbeitet, denn beim Black Series gilt mehr denn je „Form follows function“.

Die NĂ€he zu den AMG GT3- und AMG GT4-Rennfahrzeugen ist optisch und technisch stĂ€rker als je zuvor. Das beginnt bereits mit dem neuen, deutlich grĂ¶ĂŸeren KĂŒhllufteinlass, der direkt vom AMG GT3-Rennwagen abstammt. Die KĂŒhlerverkleidung trĂ€gt vertikalen Streben in Dark Chrome. Weil nun auch die RadhauskĂŒhler direkt ĂŒber den Zentraleinlass angeströmt werden, konnten die beiden zusĂ€tzlichen Ă€ußeren LufteinlĂ€sse in der FrontschĂŒrze entfallen. Sichelförmige Flics optimieren hier den Luftstrom, der nicht nur den Abtrieb an der Vorderachse erhöht, sondern auch die BremsenkĂŒhlung verbessert. Die Air Curtains steuern die Strömung gezielt in Richtung der RĂ€der. Zusammen mit den Flics vor den RĂ€dern konnte dadurch der Luftwiderstandsbeiwert gesenkt und der Abtrieb erhöht werden. Die neue Designsprache vereint somit an der Front maximale KĂŒhllufteffizienz mit geringerem Luftwiderstand und erhöhtem Abtriebsniveau.

Der Frontsplitter aus Sicht-Carbon lĂ€sst sich manuell in zwei Stufen einstellen (Street und Race – Race ausschließlich fĂŒr den Einsatz auf der Rennstrecke) und so auf die Bedingungen unterschiedlicher StreckenansprĂŒche abstimmen. Im nach vorn ausgezogenen Zustand (Stellung Race) bildet sich unterhalb des Vorderwagens dann ein Frontdiffusor aus, der die Form eines umgedrehten FlĂŒgelprofils annimmt. AbhĂ€ngig von der Fahrgeschwindigkeit senkt sich dieses Element durch den ansteigenden Unterdruck noch weiter ab, was den Luftstrom am Unterboden deutlich beschleunigt und den sogenannte Venturi-Effekt erzeugt, der den Wagen zusĂ€tzlich an die Fahrbahn saugt und den Abtrieb an der Vorderachse erhöht. Die Vorteile spĂŒrt der Fahrer in der Lenkung: Der Black Series lĂ€sst sich noch prĂ€ziser bei hohen Geschwindigkeiten in Kurven dirigieren und fĂ€hrt noch spurstabiler. Besonders beim schnellen Einlenken und hoher Querbeschleunigung reagiert das Fahrzeug agil und mit einem klaren Feedback im Lenkrad – und bleibt stets leicht beherrschbar. Befindet sich der Frontdiffusor in der Race-Stellung, kann außerdem der Abtrieb an der Hinterachse durch das neue HeckflĂŒgelkonzept weiter erhöht werden.

Motorhaube mit zwei großen Abluftöffnungen verbessert Aeroperformance

Eine direkte Ableitung aus dem Motorsport ist auch die neue Motorhaube aus Carbon mit zwei großen AbluftauslĂ€ssen aus schwarz abgesetzten Carbon-FlĂ€chen. Die großen AuslĂ€sse fĂŒhren die warme Luft, die vom schrĂ€g gestellten KĂŒhlerpaket abströmt, aus dem Motorraum. Auch diese Technologie stammt aus dem Rennsport und erhöht den Gesamtabtrieb. Gleichzeitig sinkt der Luftwiderstand, und der Luftmassenstrom fĂŒr die MotorkĂŒhlung wird optimiert. Zudem wird die Luft gezielt um die A-SĂ€ulen und Seitenscheiben zum Heck geleitet, wo sie die Effizienz des neuen HeckflĂŒgelkonzepts erhöht. Die nahtlos integrierten Louvers (Luftschlitze) mit fĂŒnf Lamellen in Wagenfarbe und Abluftöffnungen hinter den RĂ€dern in den vorderen Carbon-KotflĂŒgeln tragen durch eine wirksame RadhausentlĂŒftung dazu bei, den Abtrieb an der Vorderachse zu erhöhen. Die Fahrzeug-Umströmung optimieren auch die neuen, deutlich grĂ¶ĂŸeren und breiteren Seitenschweller-Verkleidungen mit Elementen aus schwarzem Sicht-Carbon, die vorn und hinten in vertikale Blades ĂŒbergehen. FĂŒr die BremsenkĂŒhlung an der Hinterachse sind zusĂ€tzliche KĂŒhlluftkanĂ€le in die Seitenschweller-Verkleidungen integriert.

HeckflĂŒgelkonzept mit zwei Etagen

Die RĂŒckansicht prĂ€gen die neue HeckschĂŒrze mit großem Diffusor, die zwei runden Doppelendrohr-Blenden links und rechts außen, die seitlichen Radhaus-EntlĂŒftungen und das innovative HeckflĂŒgelkonzept. Beide FlĂŒgelelemente bestehen aus Carbon, lassen sich mechanisch verstellen und so an unterschiedliche Streckenbedingungen anpassen. Das zweite, tiefer angeordnete FlĂŒgelprofil konnte besonders klein und schmal ausfallen, weil es die Luft vom Vorderwagen ideal anströmt. Die nach umfangreichen Simulationen speziell gestalteten, sehr leichten und trotzdem stabilen FlĂŒgelstĂŒtzen aus mattschwarz lackiertem Carbon erhöhen ebenfalls die aerodynamische Effizienz. Sie sind mit der ebenfalls schwarzen Carbon-Heckklappe verschraubt.

Ebenso interessant ist ein weiteres Detail: der bewegliche Flap im oberen FlĂŒgelblatt. Dieses aktive Aerodynamikelement wird je nach Fahrsituation und gewĂ€hltem AMG DYNAMICS Modus elektronisch gesteuert um 20 Grad angestellt und verbessert die LĂ€ngs- und die Querdynamik. In flacher Position reduziert es den Luftwiderstand fĂŒr schnelleres Erreichen der Höchstgeschwindigkeit. In der steilen Stellung verbessert der Flap das Bremsverhalten und die KurvenstabilitĂ€t durch gesteigerte Abtriebswerte an der Hinterachse.

Es laufen vier unterschiedliche Ansteuerstrategien, je nachdem ob AMG DYNAMICS Basic, Advanced, Pro oder Master gewĂ€hlt ist. In einem Teil dieser Strategien ist zusĂ€tzlich noch eine Fahrdynamikerkennung enthalten, Beispiel Master: Der Flap ist dauerhaft steil und ausgefahren bis 250 km/h. Ab 250 km/h fĂ€hrt er ein, um ĂŒber den reduzierten Luftwiderstand schneller die Höchstgeschwindigkeit zu erreichen. Bremst der Fahrer jedoch hart oder lenkt in eine Kurve ein, dann fĂ€hrt der Flap sofort wieder in seine ausgefahrene Position, um ĂŒber erhöhten Abtrieb und Luftwiderstand das Bremsen und die Kurvenfahrt zu optimieren. Zudem kann der Flap noch vom Fahrer mit einem separaten Taster in der Mittelkonsole ein- oder ausgefahren werden.

Unterboden nahezu vollstÀndig verkleidet

Die aerodynamische Feinarbeit erstreckt sich auch auf die nun nahezu vollstĂ€ndige Unterbodenverkleidung, die nicht nur aerodynamische, sondern auch thermische Anforderungen (WĂ€rmeableitung) erfĂŒllen muss. Der flache Unterboden ist mit speziell gestalteten LĂ€ngsfinnen ausgerĂŒstet. In aufwĂ€ndiger Feinarbeit wurden diese Luftleitelemente so optimiert, dass der Heckdiffusor optimal angeströmt wird. Das Gesamtpaket beschleunigt die Strömung der Luft und erhöht damit signifikant den Abtrieb. Alle Maßnahmen sind aufeinander abgestimmt und interagieren mit dem neuen HeckflĂŒgelkonzept. In Summe resultieren alle Maßnahmen in einem Abtriebsniveau von deutlich ĂŒber 400 Kilogramm bei 250 km/h.

Leichtes und stabiles Carbon, wohin das Auge blickt

Auf die Themen „intelligenter Materialmix“ und „Leichtbau“ zahlen das in der Mitte abgesenkte Leichtbau-Dach in Sicht-Carbon ein sowie die Carbon-Heckklappe mit kleiner Spoilerkante und vergrĂ¶ĂŸerter Heckscheibe aus leichtem DĂŒnnglas. Apropos Durchblick: Auch die Verbundglas-Frontscheibe besteht aus dĂŒnnem und damit leichtem Glas. Der gewickelte GetriebetrĂ€ger aus Carbonfasern ist eine weitere exklusive Black Series Komponente. ZusĂ€tzliche Carbon-Schubfelder im Vorbau, im Unterboden und im Heck versteifen, zusammen mit dem Leichtbau-IntegraltrĂ€ger und dem Carbon Tunnel-Kreuz, die gesamte Rohbau-Struktur aus Aluminium und bringen dadurch noch mehr StabilitĂ€t in die Karosserie. Die Elemente bilden einen zusammenhĂ€ngenden Verbund und steigern die hohe FahrprĂ€zision des Black Series in der Summe aller Fahrmanöver. Das Carbon-Schubfeld unterhalb des Motors ist mit dem IntegraltrĂ€ger verbunden und versteift den gesamten Bereich des Vorbaus und der Lenkung, bringt dadurch spĂŒrbar mehr PrĂ€zision in die Lenkung und stabilisiert die Vorderachse. Der IntegraltrĂ€ger an der Vorderachse besteht exklusiv beim Black Series aus Aluminium-Leichtbau.

Geringes Gewicht bei hoher LeistungsfĂ€higkeit zeichnet auch die serienmĂ€ĂŸige Keramik-Hochleistungs-Verbundbremsanlage mit schwarz lackierten BremssĂ€tteln und weißen SchriftzĂŒgen aus. Spezielle BremsbelĂ€ge und Bremsscheiben sowie eine weiterentwickelte BremsenkĂŒhlung garantieren optimale und fadingfreie Verzögerung bei gleichzeitig feinfĂŒhligen Dosiermöglichkeiten. Die serienmĂ€ĂŸigen Leichtmetall-SchmiederĂ€der tragen darĂŒber hinaus ebenfalls zur Gewichtsersparnis bei.

AMG Gewindefahrwerk mit adaptiver VerstelldÀmpfung

Das Doppelquerlenker-Konzept fĂŒhrt das Rad mit hoher Sturz- und Spursteifigkeit. Dies ermöglicht schnelle Kurvengeschwindigkeiten und vermittelt dem Fahrer optimalen Fahrbahnkontakt im weit oben angesiedelten Kurvengrenzbereich. Zur Reduzierung der ungefederten Massen sind Dreieckslenker, Achsschenkel und RadtrĂ€ger an Vorder- und Hinterachse komplett aus geschmiedetem Aluminium gefertigt. Direkt aus dem Motorsport stammen die Gelenklager an den oberen und unteren Querlenkern der Hinterachse. Sie haben konstruktionsbedingt kein Spiel, wodurch sich Spur und Sturz auch bei hoher Belastung nicht verĂ€ndern. Der AMG GT Black Series lĂ€sst sich dadurch prĂ€ziser lenken, gibt klareres Lenkfeedback und somit auch gesteigerte Kurvenperformance.

Wie auch im AMG GT R kommt im Black Series ein AMG Gewindefahrwerk mit einstellbarer Federvorspannung zum Einsatz, dessen Technologie den speziellen Anforderungen im extremen Rundstreckeneinsatz mit hohen DĂ€mpfkrĂ€ften angepasst worden ist. Die aus dem Motorsport bekannte Technik ist mit der stufenlosen, adaptiven VerstelldĂ€mpfung AMG RIDE CONTROL kombiniert. Das System wird elektronisch geregelt und passt die DĂ€mpfung automatisch an jeweils jedem Rad der aktuellen Fahrsituation, der Geschwindigkeit und dem Fahrbahnzustand an. Die Modulation der DĂ€mpferkennlinien erfolgt schnell und prĂ€zise ĂŒber getrennte Ventile fĂŒr die Zug- und Druckrichtung in den DĂ€mpfern. Diese Ventile sind neu, basieren ebenfalls auf Rennsporttechnologie und reagieren noch agiler auf schnelle Fahrwerksanregungen. Eine VerhĂ€rtung der DĂ€mpferrate, zum Beispiel in Kurven oder beim Bremsen, reduziert wirkungsvoll Wankbewegungen. Die kontinuierliche Anpassung der DĂ€mpfung auf die jeweilige Geschwindigkeit garantiert auch bei höherem Tempo stets den bestmöglichen Fahrbahnkontakt und trĂ€gt damit zu mehr Sicherheit bei.

DarĂŒber hinaus kann der Fahrer per Tastendruck in der AMG DRIVE UNIT oder ĂŒber die AMG DYNAMIC SELECT Fahrprogramme die Charakteristik der adaptiven VerstelldĂ€mpfung anpassen. Drei Stufen stehen parat: „Comfort“, „Sport“ und „Sport Plus“. Durch eine weiterentwickelte Logik konnten die Zielkonflikte noch besser aufgelöst werden. „Comfort“ und „Sport“ sind die richtige Wahl fĂŒr öffentliche Straßen. In „Sport“ ist die DĂ€mpfung straffer mit sportlicherer Aufbauanbindung und weniger Komfort – und kann ebenso gewĂ€hlt werden fĂŒr Rennstrecken, wenn etwa aufgrund von NĂ€sse rutschigere Fahrbahnbedingungen herrschen. „Sport Plus“ eignet sich optimal fĂŒr den Einsatz auf Rennstrecken, wobei eine Besonderheit besteht: Das System erkennt die QualitĂ€t der Fahrbahnbeschaffenheit selbsttĂ€tig, also ob etwa eine ebene Grand Prix-Strecke wie Hockenheim oder eine wellige Piste wie die NĂŒrburgring-Nordschleife befahren werden. Daraufhin adaptiert es in „Sport Plus“ automatisch das Ausmaß der elektronischen DĂ€mpfung. Zur Entwicklung dieser Logik wurde der Black Series auf unterschiedlichsten Streckentypen abgestimmt und die Adaption perfektioniert.

Carbon senkt auch beim Fahrwerk das Gewicht

An der Vorderachse kommt ein zweifach einstellbarer Drehstab-Querstabilisator aus leichtem Carbon zum Einsatz. Auslieferungszustand ist die kurze, also straffe Anbindung. Das Pendant an der Hinterachse besteht aus Stahl, lĂ€sst sich dreifach verstellen und spart durch seine hohle Rohrbauweise Gewicht. Vom Auslieferungszustand „mittig“ lĂ€sst er sich je eine Stufe hĂ€rter (kurze Anbindung) oder weicher (lange Anbindung) verstellen. Das Carbon-Schubfeld im Unterboden des Hecks unterstĂŒtzt die hohe FahrprĂ€zision. Dieses leichte und hochfeste Element versteift die Heckstruktur und bringt dadurch noch mehr StabilitĂ€t in die Karosserie. Die elektronisch geregelten, dynamischen Motor- und Getriebelager erhielten eine neue Abstimmung, um die AgilitĂ€t weiter zu steigern, mit hochprĂ€zisem Ansprechen und klarem Feedback.

Zu den weiteren Fahrwerksmaßnahmen gehört die breite Spur vorn und hinten sowie der manuell einstellbare Sturz an Vorder- und Hinterachse. So können außergewöhnlich hohe Sturzwerte eingestellt werden, wie sie nur im Rennsport auf abgesperrten Strecken zur Performancesteigerung dienen.

Zusammen mit MICHELIN wurde ein speziell auf den Black Series zugeschnittener Pilot Sport Cup 2 R MO Reifen entwickelt. Wie sonst nur im Rennsport ĂŒblich, ist dieser Sportreifen exklusiv fĂŒr Mercedes-AMG in zwei Mischungen erhĂ€ltlich: SerienmĂ€ĂŸig ab Werk ist der MICHELIN Pilot Sport Cup 2 R MO1A als sogenannter „soft compound“ montiert, dessen Seitenflanke die Silhouette des AMG GT Black Series ziert. Als NachrĂŒstoption fĂŒr den Rennstreckenbetrieb bei höheren Temperaturen wird zudem ein „hard compound“ angeboten. Neben der Bezeichnung MICHELIN Pilot Sport Cup 2 R MO2, ist diese ĂŒber die AMG Performance Center erhĂ€ltliche Reifenmischung mit dem typischen Motorsportsticker des französischen Reifenherstellers gekennzeichnet. Die Dimensionen lauten vorn 285/35 ZR 19 auf 10 J x 19 und hinten 335/30 ZR 20 auf 12 J x 20.

Grip hoch neun: die AMG TRACTION CONTROL

FĂŒr den Einsatz auf abgeschlossenen Strecken im ESP OFF Modus bietet die AMG TRACTION CONTROL dem Fahrer die Möglichkeit, sich individuell bei der Kontrolle der immensen Antriebskraft des Black Series unterstĂŒtzen zu lassen – und dies absolut ohne ESP-Bremseingriffe. Das UnterstĂŒtzungsniveau lĂ€sst sich fein gestuft einstellen, und hĂ€lt so fĂŒr jeden Fahrer und jeden Streckenzustand die perfekt passende Hilfestellung bereit. Die AMG TRACTION CONTROL wurde auf die Anforderungen des neuen Black Series aufwĂ€ndig abgestimmt und ermöglicht es, den Schlupf an der angetriebenen Hinterachse in neun Stufen vorzuwĂ€hlen. Dabei erfolgt die Regelung, wie auch beim GT3-Rennfahrzeug, ausschließlich ĂŒber entsprechende Kennfelder in der Motorelektronik und ohne jegliche Eingriffe im ESP-System.

Die Bedienung erfolgt ĂŒber einen separaten Drehsteller in der Mittelkonsole, der sich an seiner zentralen Position im Armaturenbrett im Bedarfsfall auch mit Rennfahrhandschuhen bedienen lĂ€sst. Je nach Einstellung wird mehr oder weniger Schlupf an den HinterrĂ€dern zugelassen – sehr hilfreich bei unterschiedlichen Fahrbahnbedingungen. Stufe eins ist fĂŒr Fahrten bei NĂ€sse mit hohen Sicherheitsreserven programmiert. Stufe neun lĂ€sst den maximalen Schlupf an der Hinterachse zu. Die jeweilige Einstellung wird am Drehsteller selbst und im Zentraldisplay des Kombiinstruments angezeigt.

Die AMG Entwicklung weist einen wesentlichen Vorteil gegenĂŒber herkömmlichen Systemen auf: Sie arbeitet vorausschauend mit Hilfe eines ReibwertschĂ€tzers sowie weiterer Daten, die von einem SteuergerĂ€t in Sekundenbruchteilen verarbeitet werden. AbhĂ€ngig von der gewĂ€hlten Stufe der AMG TRACTION CONTROL wird der maximal zulĂ€ssige Antriebsschlupf der HinterrĂ€der berechnet. Wenn die RĂ€der beim Beschleunigen diesen Schlupfwert erreichen, wird die Motorleistung von der Traktionskontrolle so moduliert, dass der Wert nicht ĂŒberschritten wird und das Fahrzeug mit diesem vorgegebenen Schlupf weiterbeschleunigt. Die Systemalgorithmen wurden konsequent als Zwei-StellgrĂ¶ĂŸen-Modell konzipiert und regeln nicht nur das Antriebsmoment des Motors, sondern auch den Sperrgrad der elektronischen Differenzialsperre.

Orange als exklusiver Kontrastfarbton

Das Interieur-Konzept betont die Spitzenstellung des AMG GT Black Series: Leder Exklusiv Nappa ist mit sportlicher Mikrofaser DINAMICA in schwarz und orangenen Kontrast-ZiernĂ€hten kombiniert. Der InstrumententrĂ€ger und die neu gestalteten Leichtbau-TĂŒrtafeln, die anstatt mit Griffen nun mit Zuzieh-Schlaufen ausgerĂŒstet wurden, sind mit schwarzer Mikrofaser DINAMICA bezogen. Weitere orange Kontrast-ZiernĂ€hte, mattschwarze Carbon-Zierelemente sowie das Night Paket Interieur setzen ebenfalls markante Akzente. Die AMG Schalensitze aus Carbon (nicht erhĂ€ltlich fĂŒr USA, Kanada und China) kombinieren geringes Gewicht mit optimalem Seitenhalt. In den USA, Kanada und China erhĂ€lt der Black Series serienmĂ€ĂŸig AMG Performance Sitze. Optional ist das Interieur auch mit KontrastziernĂ€hten in grau erhĂ€ltlich.

Displays mit AMG spezifischen Anzeigen

Der AMG GT Black Series erhĂ€lt die volldigitalen Instrumenten-Displays der AMG GT Familie mit 12,3 Zoll messendem Kombiinstrument vor dem Fahrer und 10,25 Zoll großem Multimedia-Monitor auf der Mittelkonsole. Das Kombiinstrument bietet unterschiedliche Designs mit den drei AMG spezifischen Anzeigestilen „Klassisch“, „Sportlich“ oder „Supersport“. In der „Supersport“ Ansicht mit zentralem Drehzahlmesser gibt es umfangreiche Zusatzinformationen, wie beispielsweise eine Aufforderung zum Hochschalten im manuellen Getriebemodus, das so genannte „Shiftlight“. Die Visualisierungen im Multimediadisplay machen weitere Fahrzeugfunktionen erlebbar, unter anderem durch animierte Darstellungen zu den Fahrassistenz-, Fahrzeug- und Kommunikationssystemen.

Nur einen Fingertipp entfernt: Displaytasten in der Mittelkonsole

Die innovativen, farbigen Displaytasten in der V-förmigen Mittelkonsole integrieren die Anzeige und die Steuerung von Getriebelogik, Fahrwerk, ESP, Abgasanlage, HeckflĂŒgel-Flap und Start-Stopp-Funktion. Die in TFT-Technologie ausgefĂŒhrten Displaytasten zeigen ĂŒber intuitiv verstĂ€ndliche Symbole deren Funktion an und lassen sich mit einem kleinen Fingertipp entsprechend einfach bedienen. Weil sie noch einen mechanischen Druckpunkt haben, lassen sie sich auch mit Rennhandschuhen betĂ€tigen. ErgĂ€nzt werden die Displaytaster von den beiden Wippenschaltern fĂŒr Fahrprogramme und LautstĂ€rkenregelung des Audiosystems.

Steuerung im Handumdrehen: das AMG Performance Lenkrad

Das AMG Performance Lenkrad ist ebenfalls eine Übernahme aus der AMG GT Familie. Es zeichnet sich durch das sportliche Design, die unten abgeflachte Form mit stark konturiertem Kranz und die intuitive Bedienung aus. Der Lenkradkranz ist vollstĂ€ndig mit Mikrofaser DINAMICA bezogen und die Lenkradplakette trĂ€gt neben dem AMG Logo exklusiv den Black Series Schriftzug. Die Aluminium-Lenkradschaltpaddles ermöglichen mit manuellen SchaltvorgĂ€ngen noch sportlicheres Fahren. Mit den integrierten Touch Control Buttons lassen sich die Anzeigen des Kombiinstruments und des Multimediadisplays durch horizontale und vertikale Wischbewegungen des Fingers intuitiv bedienen.

SerienmĂ€ĂŸig sind auch die AMG Lenkradtasten mit dem runden Drehregler und integriertem Display sowie zwei vertikal positionierten, farbigen Display-Tasten mit Schaltern. Über den rechten Drehregler lassen sich die AMG Fahrprogramme ansteuern. Die gewĂ€hlte Einstellung wird ĂŒber das farbige LCD-Display angezeigt, das direkt in den Drehregler integriert ist.

Mit den beiden frei belegbaren Displaytasten und den Zusatzschaltern auf der linken Seite können weitere AMG Funktionen direkt am Lenkrad bedient werden. So kann sich der Fahrer uneingeschrĂ€nkt dem dynamischen Fahren widmen, ohne die HĂ€nde vom Lenkrad nehmen zu mĂŒssen. Über ein Display-Icon wird die jeweilige gewĂŒnschte Funktion dargestellt, mit dem dazugehörigen Tippschalter stellt der Fahrer sie ein. Somit können die beiden individuell bevorzugten AMG Funktionen exakt definiert und die Einstellungen mit nur einem Fingertipp geĂ€ndert werden.

SerienmĂ€ĂŸig ist zudem das AMG Night Paket Interieur. Hier sind Schaltpaddles, Lenkradspeichen, Sitzspange im optionalen AMG Performancesitz in Hochglanzschwarz sowie die Einstiegsleisten in gebĂŒrstetem Edelstahl schwarz gestaltet, was die Sportlichkeit nochmals unterstreicht.

Mit optionalem AMG Track Package noch nÀher am Rennsport

Optional ist in vielen MĂ€rkten das AMG Track Package erhĂ€ltlich (nur in Verbindung mit den AMG Schalensitzen Carbon, nicht fĂŒr USA, Kanada und China). Es umfasst ein Überrollschutzsystem, beigelegte 4-Punkt-Sicherheitsgurte fĂŒr Fahrer und Beifahrer und einen 2-kg-Feuerlöscher (beide UmfĂ€nge ausschließlich fĂŒr den Einsatz auf der Rennstrecke konzipiert). Der geschraubte, leichte TitanrohrkĂ€fig des Überrollschutzsystems besteht aus einem HauptbĂŒgel, einer Gurtbefestigungsstrebe, zwei Heckstreben sowie einem diagonalen Heckkreuz. Das System erhöht die bereits exzellente Fahrzeugsteifigkeit weiter und hat somit einen positiven Einfluss auf die Fahrdynamik des Fahrzeugs. Außerdem erhöht es die passive Sicherheit.

[1] Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die NEFZ-CO2-Werte i.S.v.
Art. 2 Nr. 1 DurchfĂŒhrungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet.

ĂŒbermittelt durch die Daimler AG

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