Deutsche erwarten wachsende Bedeutung des eBikes als urbanes Verkehrsmittel

Studie eBike

64 Prozent der Menschen in Deutschland erwarten, dass das Fahren eines eBikes als Form der Fortbewegung in der Stadt in den kommenden fĂŒnf Jahren an Bedeutung gewinnen wird.

Stuttgart/Reutlingen (ots)

  • Zwei Drittel der Menschen in Deutschland erwarten, dass eBikes im Stadtverkehr in den nĂ€chsten fĂŒnf Jahren an Bedeutung gewinnen – mehr als jeder andere VerkehrstrĂ€ger
  • FĂŒr mehr als die HĂ€lfte der Menschen in Deutschland ist die Infrastruktur der entscheidende Baustein fĂŒr mehr Radverkehr
  • Bosch eBike Systems-GeschĂ€ftsleiter Claus Fleischer: “Wir können die MobilitĂ€tswende nur erfolgreich gestalten, wenn wir eine positive und ganzheitliche Fahrradkultur leben und fördern – sowohl in der MobilitĂ€t im Alltag als auch in der Freizeit.”

64 Prozent der Menschen in Deutschland erwarten, dass das Fahren eines eBikes als Form der Fortbewegung in der Stadt in den kommenden fĂŒnf Jahren an Bedeutung gewinnen wird. Das ist das Ergebnis einer reprĂ€sentativen Umfrage der Gesellschaft fĂŒr Konsumforschung (GfK) im Auftrag von Bosch eBike Systems. FĂŒr das Fahrrad und den ÖPNV erwarten dies laut Studie 54 Prozent respektive 48 Prozent der Menschen – fĂŒr das Auto lediglich 21 Prozent.

“Die Corona-Krise hat insbesondere in den StĂ€dten dazu gefĂŒhrt, dass viele Menschen ihre MobilitĂ€tsoptionen ĂŒberdenken”, sagt Claus Fleischer, GeschĂ€ftsleiter von Bosch eBike Systems. Die Studie zeigt, dass annĂ€hernd 30 Prozent der Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr mehr eBike oder Fahrrad gefahren sind. Dieser Trend wird sich 2021 fortsetzen: Mehr als jeder Dritte plant, das eBike oder Fahrrad in diesem Jahr hĂ€ufiger zu nutzen als 2020. Die wachsende PopularitĂ€t des eBikes zeigt sich auch in der Kaufabsicht: 16 Prozent der Befragten planen laut der Umfrage die Anschaffung ihres ersten eBikes im kommenden Jahr. “eBikes ermöglichen, unseren Alltag aktiver, gesĂŒnder und nachhaltiger zu gestalten. Zugleich sind sie ein wichtiger Baustein fĂŒr die MobilitĂ€t von morgen, da sie Antworten auf zentrale gesellschaftliche Fragen wie etwa den Klimawandel oder die zunehmende Urbanisierung geben”, sagt Claus Fleischer.

Fehlende Radwege hemmen nachhaltige MobilitÀt

Doch die nur unzureichend auf den Radverkehr ausgerichtete Infrastruktur hĂ€lt viele Menschen vom Radfahren ab. “Damit noch mehr Menschen auf das Fahrrad oder eBike umsatteln, muss der Verkehrsraum neu aufgeteilt werden. Die Infrastruktur wurde jahrzehntelang nur auf den Autoverkehr ausgerichtet, jetzt mĂŒssen Fahrradfahrer und FußgĂ€nger stĂ€rker in den Fokus rĂŒcken”, sagt Claus Fleischer. Die in der Corona-Pandemie vorĂŒbergehend eingerichteten Radwege haben die Debatte um die FlĂ€chenkonkurrenz in urbanen Zentren neu angestoßen. Laut der Studie der GfK befĂŒrwortet eine Mehrheit der Deutschen, dass die provisorischen Radwege in Zukunft beibehalten werden. Aktuelle Zahlen der Stadt Paris zeigen etwa, wie solche Ad-hoc-Maßnahmen die MobilitĂ€t in StĂ€dten verĂ€ndern können: Sechs von zehn Nutzern der provisorischen Radwege dort sind Menschen, die das Rad zuvor nicht benutzt haben. Seit 2019 setzt die Stadt auf Pop-up-Radwege und hat sie in der COVID-19-Pandemie noch stĂ€rker ausgebaut.

Laut GfK-Studie wĂŒrde mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland, die bisher nicht tĂ€glich Rad fahren, das eBike oder Fahrrad hĂ€ufiger nutzen, wenn es mehr Radwege gĂ€be. Auch der Sicherheitsaspekt spielt bei der Nutzung eine zentrale Rolle. Insbesondere die WĂŒnsche nach weniger Autos und LKWs im Straßenverkehr sowie diebstahlsicheren AbstellplĂ€tzen fĂŒr eBikes und FahrrĂ€der mĂŒssten verstĂ€rkt in der Verkehrsplanung berĂŒcksichtigt werden, um noch mehr Menschen im Alltag auf das Rad zu bringen.

Mehr als die HĂ€lfte der Menschen in Deutschland fordert daher, dass vor allem Fahrrad- und eBike-Fahrer von zukĂŒnftigen Infrastrukturmaßnahmen profitieren. Eine Erwartung, die von der Mehrheit der Bewohner aller OrtsgrĂ¶ĂŸen geteilt wird – von der Kleinstadt bis zur Großstadt – und die im Anfang Februar gestarteten 660-Millionen-Euro-Investitionsprogramm des Bundes “Stadt und Land” fĂŒr neue Radwege, Fahrradstraßen und zur Förderung des Lastenradverkehrs aufgegriffen wird. “In den letzten Jahren gab es durchaus Bewegung, was die Fahrradförderung betrifft – aber dies reicht bei weitem nicht aus. Die Infrastruktur hinkt dem Bedarf weit hinterher, denn die Planungs- und Genehmigungsverfahren in Deutschland dauern viel zu lange”, sagt Bosch eBike Systems-GeschĂ€ftsleiter Claus Fleischer. “Wir können die MobilitĂ€tswende aber nur erfolgreich gestalten, wenn wir eine positive und ganzheitliche Fahrradkultur leben und beherzt fördern. Das gilt fĂŒr die MobilitĂ€t im Alltag, aber auch fĂŒr Touren in der Freizeit oder AusflĂŒge am Wochenende. Die Förderung des Fahrrads darf nicht am Waldrand aufhören. Denn wer in seiner Freizeit Fahrrad fĂ€hrt, nutzt dies auch vermehrt im Alltag und umgekehrt.”

Die reprĂ€sentative Studie der GfK im Auftrag von Bosch eBike Systems wurde im Dezember 2020 durchgefĂŒhrt. Etwa 1.000 MĂ€nner und Frauen im Alter von 18 bis 74 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland wurden online befragt.

 

Mehr Informationen unter www.bosch-ebike.de

Original-Content von: Bosch eBike Systems, ĂŒbermittelt durch news aktuell

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