Audi startet Roll-out einer K├╝nstlichen Intelligenz zur Qualit├Ątskontrolle von Schwei├čpunkten

Audi startet Roll-out einer K├╝nstlichen Intelligenz zur Qualit├Ątskontrolle von Schwei├čpunkten

Mithilfe K├╝nstlicher Intelligenz analysiert Audi am Standort Neckarsulm pro Schicht rund 1,5 Millionen Schwei├čpunkte von 300 Fahrzeugen.

Mithilfe K├╝nstlicher Intelligenz analysiert Audi am Standort Neckarsulm pro Schicht rund 1,5 Millionen Schwei├čpunkte von 300 Fahrzeugen. Zum Vergleich: Bislang ├╝berwachen Mitarbeitende in der Fertigung die Qualit├Ąt der Prozesse beim sogenannten Widerstandspunktschwei├čen (WPS) stichprobenartig manuell mithilfe von Ultraschall ÔÇô und kontrollierten so die etwas mehr als 5.000 Schwei├čpunkte eines Fahrzeugs. Durch den Einsatz der KI k├Ânnen sich Mitarbeitende nun auf m├Âgliche Auff├Ąlligkeiten konzentrieren und die Qualit├Ąt dadurch noch effizienter und zielgerichteter kontrollieren.

Die Vorbereitungen f├╝r die Anwendung der Technologie in weiteren Werken im Volkswagen Konzern haben bereits begonnen. So wird derzeit am Audi Standort in Br├╝ssel die technische Infrastruktur f├╝r den KI-Einsatz geschaffen. Auch im Volkswagen Werk in Emden und am Stammsitz von Audi in Ingolstadt soll der Aufbau noch in diesem Jahr erfolgen. F├╝r die Einrichtung der technischen Infrastruktur an diesen Standorten identifiziert das Expertenteam derzeit Unterschiede bei Schwei├čeinstellungen, um das KI-Modell diesbez├╝glich neu zu trainieren.

Mithilfe der bei der Anwendung generierten Daten lassen sich k├╝nftig weitere Prozesse optimieren. So arbeitet das Team von Audi derzeit daran, die Daten k├╝nftig als Basis f├╝r eine vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) zu nutzen. ÔÇ×Digitalisierte Fertigungslinien sind eine Grundlage f├╝r die Audi Produktion der Zukunft: Im Rahmen unserer Produktionsstrategie ÔÇÜ360factoryÔÇś werden wir die Fertigung an den weltweiten Audi Standorten noch effizienter gestalten. Der Einsatz von K├╝nstlicher Intelligenz in der Serie hat dabei sehr gro├čes PotenzialÔÇť, sagt Gerd Walker, Audi Vorstand f├╝r Produktion und Logistik.

Enge Abstimmung mit DGQ, Fraunhofer IAO und Fraunhofer IPA

Um den Prozess audit- und zertifizierungssicher abzubilden, erfolgte am Standort Neckarsulm die Entwicklung in enger Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft f├╝r Qualit├Ąt (DGQ), dem Fraunhofer-Institut f├╝r Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und dem Fraunhofer-Institut f├╝r Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Hintergrund dieses Vorgehens ist, dass f├╝r KI-Anwendungen bislang keine Normen und Zertifizierungen einer unabh├Ąngigen Stelle existieren. ÔÇ×In der Fertigung l├Ąsst sich so zum Beispiel in einem Audit schl├╝ssig argumentieren, wie das Ergebnis einer KI-gest├╝tzten Pr├╝fung zustande kommtÔÇť, erkl├Ąren Mathias Mayer und Andreas Rieker, Projektleiter WPS-Analytics. Gemeinsam mit den Fraunhofer-Instituten IAO und IPA hat Audi zudem einen KI-Leitfaden f├╝r die Produktion entwickelt.

Das Projekt ÔÇ×WPS-AnalyticsÔÇť dient auch als Anwendungsfall f├╝r die von Audi ins Leben gerufene Automotive Initiative 2025 (AI25). Das Ziel der Initiative ist der Aufbau eines Kompetenznetzwerks f├╝r digitale Fabriktransformation und -innovation. Audi will die Produktion und Logistik durch Digitalisierung flexibler und effizienter machen. Auf dem Weg zur Smart Factory erprobt Audi in Neckarsulm mit Partnern aus der Wissenschaft und der IT-Branche digitale L├Âsungen f├╝r die Premiumproduktion in einer realen Fertigungsumgebung, um sie sp├Ąter in die Serie zu ├╝berf├╝hren.

├╝bermittelt durch Audi

 

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