Steuerentlastung fĂŒr DienstrĂ€der

Steuerentlastung fĂŒr DienstrĂ€der

Weil die Neuregelung fĂŒr die Mehrzahl der Dienstrad-Nutzer nicht relevant ist, fordert JobRad die Anwendung der geplanten “0,5 %-Regel” fĂŒr E-Fahrzeuge auch fĂŒr FahrrĂ€der und E-Bikes.

Freiburg (ots) – Am Donnerstag, 8. November 2018, hat der Bundestag eine Neuregelung der Besteuerung von DienstrĂ€dern beschlossen, die DienstfahrrĂ€der und -E-Bikes steuerlich besserstellen soll. Die vom Bundestag verabschiedete Änderung des Einkommensteuergesetzes sieht vor, dass Angestellte den geldwerten Vorteil, der ihnen durch die private Nutzung eines zusĂ€tzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn ĂŒberlassenen Dienstrads entsteht, ab dem 1. Januar kommenden Jahres nicht mehr versteuern mĂŒssen. “Wir freuen uns sehr, dass es das Dienstrad erstmals prominent auf die Agenda bundespolitischer Gesetzgebung geschafft hat”, kommentiert JobRad-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Holger Tumat. “FĂŒr uns ist dies ein klares Zeichen fĂŒr den eindeutigen politischen Willen, DienstfahrrĂ€der und -E-Bikes kĂŒnftig steuerlich weiter zu entlasten.”

Neuregelung fĂŒr Mehrzahl der Dienstrad-Nutzer nicht relevant

De facto wird aber nur ein sehr kleiner Teil der Dienstrad-Nutzer von der GesetzesĂ€nderung profitieren. In vorliegender Form greift die Neuregelung nur, wenn der Arbeitgeber die Aufwendungen fĂŒr das an den Mitarbeiter ĂŒberlassene Dienstrad “zusĂ€tzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn” ĂŒbernimmt (§ 3 Nr. 37 Einkommensteuergesetz – EStG – neue Fassung).

FĂŒr fast alle der deutschlandweit mehr als 250.000 Dienstrad-Nutzer bleibt es demnach bei der bekannten Versteuerung nach der sogenannten 1 %-Regel. “Wir bedauern sehr, dass der aktuelle Gesetzentwurf die meisten Angestellten, die ein Dienstrad nutzen, von der Steuerbefreiung ausschließt”, so Tumat. “Dies wĂŒrde auch eine Schlechterstellung von DienstfahrrĂ€dern und -E-Bikes gegenĂŒber Elektroautos bedeuten, die laut Neuregelung ab 2019 nur noch mit 0,5 Prozent versteuert werden mĂŒssen. Dass ein SUV mit Alibi-Hybrid steuerlich entlastet wird, FahrrĂ€der und Pedelecs aber nicht – das kann eigentlich nicht die Intention des Gesetzgebers gewesen sein.”

“0,5 %-Regel” auch fĂŒr FahrrĂ€der und E-Bikes

JobRad setzt nun auf die Beurteilung der Sachlage durch den Bundesrat, der dem Gesetzentwurf Ende November noch zustimmen muss. Holger Tumat: “Eine tatsĂ€chliche steuerliche Entlastung findet nur dann statt, wenn der nach wie vor fĂŒr die ĂŒberwiegende Anzahl der Dienstrad-Nutzer gĂŒltige Steuererlass von 2012 geĂ€ndert wird. Bei Finanzierung aus dem ohnehin geschuldeten Arbeitslohn muss auch fĂŒr FahrrĂ€der und E-Bikes die “0,5 %-Regel” gelten. Alles andere wĂ€re Symbolpolitik.”

Original-Content von: Jobrad / Leaserad GmbH, ĂŒbermittelt durch news aktuell

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