Schneller durch verstopfte St√§dte Ein Fahrrad f√ľr die Tasche

Faltrad

Nach 10 Jahren Entwicklungszeit pr√§sentierte Bettin das Kwiggle ‚Äď das kompakteste Faltrad der Welt.

akz-o – Seit Langem spricht Deutschland √ľber die Verkehrswende in St√§dten. Politiker, Verkehrsplaner und Umweltsch√ľtzer setzen dabei auf das Fahrrad. Jedoch erreichen die meisten Zweir√§der nicht den notwendigen praktischen Nutzen, um Menschen vom Auto aufs Rad zu bekommen. St√§dte bleiben verstopft. Das k√∂nnte sich nun √§ndern: Seit letztem Jahr unterst√ľtzt die F√∂rderbank des Landes Niedersachsen, die NBank, ein Start-up aus Hannover bzw. die Erfindung des deutschen Ingenieurs Karsten Bettin.

Ein Rad muss unter Sitze in öffentlichen Verkehrsmitteln passen

Nach 10 Jahren Entwicklungszeit pr√§sentierte Bettin das Kwiggle ‚Äď das kompakteste Faltrad der Welt. ‚ÄěWenn ich vom Stadtrand in die City muss, fahre ich 2 Kilometer bis zur n√§chsten Stra√üenbahnstation, falte das Rad zusammen und schiebe es unter meinen Sitz. Es steht nicht st√∂rend im Gang und kostet keine Extrageb√ľhr. Nach 12 Stationen radele ich die letzte Strecke. Niemand ist schneller am Ziel. Autos schon gar nicht.‚Äú

Bettin wollte mit seiner Erfindung nicht etwa ins Guinness-Buch der Rekorde. Die einzigartige Kompaktheit entstand vielmehr durch den Plan, das Rad √ľberall unterbringen zu k√∂nnen. Umfragen zufolge nehmen n√§mlich wenige Menschen ihre Fahrr√§der in √∂ffentlichen Verkehrsmitteln mit, weil sie st√∂rend im Gang stehen und nicht vern√ľnftig abgestellt werden k√∂nnen. Das Kwiggle passt als weltweit einziges Faltrad nun unter Bus- und Bahnsitze, sogar in Schlie√üf√§cher oder ins Handgep√§ck von Flugzeugen (kwiggle.odoo.com).

Zeitersparnis f√ľr Berufspendler

Neben dieser Herausforderung galt es, dem Kwiggle √ľberzeugende Fahreigenschaften zu verpassen. Das scheint mehr als gelungen zu sein: Experten des Magazins ‚ÄěDer Spiegel‚Äú testeten j√ľngst das Rad zwei Wochen in Berlin und waren beeindruckt. Bettin erlebt mittlerweile einen wahren Ansturm auf sein Produkt: ‚ÄěNachfragen kommen vor allem von Berufspendlern aus gro√üen St√§dten dieser Welt. Denn immer mehr Menschen sind genervt von Staus und Parkplatzsuche.‚Äú

‚ÄěVorst√§dter, ohne √Ėffi-Anbindung, haben unser Produkt platzsparend im Kofferraum, parken kostenlos am Cityrand und radeln dann die letzten Kilometer. Aber auch Camper oder Flugreisende sch√§tzen die Kompaktheit‚Äú, so Bettin.

Das Rad ist technisch aufwendig und hat viele Patente. Beispielsweise eine spezielle √úbersetzung, die es trotz der kleineren R√§der erm√∂glicht, m√ľhelos genauso schnell zu fahren wie mit einem Cityrad. Das 8.5 kg leichte Rad l√§sst sich gut tragen oder mittels Trolley-Funktion bequem ziehen. Zudem liefert der Hersteller auch eine Tasche, in der man es √ľber die Schulter h√§ngen kann.

Bildquelle: Kwiggle/akz-o

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