Renault Group ist wegweisend bei immersiver digitaler Simulation

Renault-Group immersiver digitale Simulation

Die Renault Group treibt ihre digitale Transformation voran und hat im Technocentre in Guyancourt (Frankreich) ein neues Zentrum f√ľr immersive Fahrsimulation eingeweiht.

Die Renault Group treibt ihre digitale Transformation voran und hat im Technocentre in Guyancourt (Frankreich) ein neues Zentrum f√ľr immersive Fahrsimulation eingeweiht. Das nach mehrj√§hrigen Arbeiten und Investitionen in H√∂he von 26 Millionen Euro fertiggestellte Geb√§ude beherbergt einen Gro√üteil der digitalen Testressourcen der Renault Group. Dazu geh√∂rt auch ROADS, der brandneue und wahrscheinlich leistungsf√§higste Fahrsimulator der Welt. Damit reagiert die Renault Group auf die aktuellen und zuk√ľnftigen Simulationsanforderungen im Hinblick auf das Software Defined Vehicle.

Mit der Einweihung des 2.300 Quadratmeter gro√üen Simulationszentrums stellt die Renault Group ihre Entwicklungsabteilung auf eine √§u√üerst leistungsstarke Basis, die erhebliche Vorteile in Bezug auf das Robust Design Engineering und eine schnellere Fahrzeugentwicklung f√ľr alle Marken der Gruppe erm√∂glicht. Dar√ľber hinaus ist die Genauigkeit der Simulationsrenderings so hoch, dass sich der Bedarf an physischen Prototypen verringert und damit die Entwicklungskosten erheblich senkt.

ROADS verschiebt die Grenzen der immersiven Simulation

Mit seinen außergewöhnlichen Dimensionen ermöglicht der Fahrsimulator ROADS (Renault Operational Advanced Driving Simulator), einen digitalen Zwilling der in der Entwicklung befindlichen Fahrzeuge zu fahren. So können die Entwicklungsteams die verschiedenen dynamischen Eigenschaften und insbesondere die Fahrassistenzsysteme in virtuellen und hyperrealistischen Umgebungen so weit wie möglich im Vorfeld testen. Dank des digitalen Zwillings kommt die Simulation nicht nur in den Entwicklungsphasen des Fahrzeugprojekts zum Einsatz, sondern auch während des gesamten Lebenszyklus. So lassen sich Aktualisierungen oder neue Funktionen in einem optimalen und sicheren Umfeld entwickeln und testen. Den  Fahrsimulator ROADS hat die Renault Group zusammen mit AV Simulation, einem Joint Venture zwischen Sogeclair, Renault Group, Dassault Systèmes und UTAC, entwickelt.

‚ÄěDie Einweihung unseres Innovationszentrums f√ľr immersive Simulation und unseres brandneuen Tools ROADS ist ein bedeutender Schritt in der digitalen Transformation der Renault Group. Vor dem Hintergrund immer komplexerer Fahrzeuge und On-Board-Technologien ist die Beherrschung der immersiven Simulation ein wichtiges Werkzeug, um unsere Ingenieure in die Lage zu versetzen, noch effizientere Fahrzeuge zu entwickeln, insbesondere im Hinblick auf das Software Defined Vehicle‚Äú, sagt Gilles Le Borgne, EVP, Engineering Renault Group.

ROADS ist in einer eigens daf√ľr eingerichteten Halle mit einer Fl√§che von fast 1.400 Quadratmetern und einer H√∂he von zw√∂lf Metern installiert. In der Simulator-Kabine findet ein komplettes Fahrzeug Platz. Sie bietet ein phygitales 360¬į-Erlebnis, das physische und digitale Elemente kombiniert. Auf leistungsstarken Stempeln montiert und auf zwei 25 Meter langen Schienen f√ľr Quer- und L√§ngsbewegung gleitet die Kabine auf 625 Quadratmeter Bewegungsfl√§che mit 90 Tonnen bewegter Masse und Beschleunigungen von bis zu einem G in Quer- und L√§ngsrichtung. Damit holt ROADS die Stra√üe ins Labor und reproduziert pr√§zise und originalgetreu das dynamische Verhalten jedes Fahrzeugs unter allen Bedingungen: Stra√üentyp, Verkehrsdichte und Interaktionen mit anderen Fahrzeugen sowie H√∂he, Wetter, Helligkeit und vieles mehr finden Ber√ľcksichtigung.

Mit ROADS können die Entwicklungsteams das Fahrzeugverhalten, die Leistung, die Sicherheit und die Fahrassistenzsysteme in jeder Phase der Fahrzeugentwicklung bewerten: auf einer vollständig virtuellen Straße oder auf einer Strecke, die eine real existierende Straße originalgetreu nachbildet. Das Feld der Möglichkeiten ist unendlich. (Mehr dazu hier: ROADS: die Herausforderungen bei der Konstruktion)

Menschliches Know-how im Dienst der digitalen Simulation

Im neuen Zentrum f√ľr immersive Simulation der Renault Group arbeiten √ľber 70 Personen. Einige von ihnen widmen sich ganz der so genannten Scenario Factory, die eine reale Stra√üe digital nachbilden, v√∂llig imagin√§re Stra√üen erstellen oder sogar beides miteinander kombinieren kann. Andere ‚Äěbauen‚Äú den digitalen Zwilling, der die Eigenschaften eines Fahrzeugs, die Simulation seines Fahrverhaltens und die seiner Fahrassistenzsysteme und der On-Board-Software zusammenf√ľhrt.

In den so genannten ‚Äěmassiven‚Äú Simulationen, die in der Cloud durchgef√ľhrt werden, wird der digitale Zwilling dann Millionen von Stra√üensituationen ausgesetzt, um ihn unter allen m√∂glichen Bedingungen zu testen. Da die menschliche Erfahrung von entscheidender Bedeutung ist, wird der immersive ROADS-Simulator es m√∂glich machen, an Bord des digitalen Zwillings Platz zu nehmen. So wird sichergestellt, dass das Verhalten des in der Entwicklung befindlichen Fahrzeugs den Erwartungen der zuk√ľnftigen Kunden entspricht.

Vorreiter der digitalen Simulation

Seit mehr als 25 Jahren ist die Renault Group als Entwickler der Simulationssoftware SCANeR¬© einer der Pioniere der digitalen Simulation f√ľr die virtuelle Erprobung von Fahrzeugen. Auch in der Definition von Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMIs) und deren Ergonomie, der Validierung von Sicherheitsfunktionen sowie der Untersuchung von Fahrerverhalten und Feedback ist das Unternehmen wegweisend.

Dank virtueller Realit√§t wird es m√∂glich, realgetreu in ein digitales Fahrzeug einzutauchen. So lassen sich Komponenten, Dienste und Bordsysteme ohne physische Prototypen testen und validieren. Um beispielsweise die Beleuchtungsleistung k√ľnftiger Fahrzeuge zu bewerten, sind keine Nachtfahrten mehr erforderlich: Die Simulatoren k√∂nnen sowohl die Umgebung als auch die dynamische Wiedergabe der Beleuchtung in dieser Umgebung originalgetreu wiedergeben.

Auf diese Weise hat die Renault Group ein einzigartiges Know-how erworben. Mit dem technologischen Fortschritt haben sich die Simulatoren weiterentwickelt. Heute sind sie in der Lage, immer mehr Parameter wie zum Beispiel andere Fahrzeuge auf der Stra√üe, Stra√üenbedingungen, Wetter, Reflexionen und vieles mehr einzubeziehen. Dazu geh√∂ren auch physiologische Daten wie M√ľdigkeit oder Stress.

Mehr dazu hier: 25 Jahre Fahrsimulatoren bei der Renault Group

 

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