Marke Volkswagen setzt Modell- und Innovationsoffensive konsequent um

  • Auslieferungen, Umsatz und Ergebnis in 2017 gesteigert
  • Operative Rendite auf 4,1 Prozent verbessert
  • Strategische Neuausrichtung kommt gut voran, Vorbereitungen fĂŒr Elektro-Offensive laufen planmĂ€ĂŸig
  • CEO Diess: „Die Richtung stimmt. Wir stĂ€rken unsere Basis, um Volkswagen bis 2025 zum WeltmarktfĂŒhrer in der E-MobilitĂ€t zu machen.”

Die Marke Volkswagen blickt auf ein erfolgreiches GeschĂ€ftsjahr 2017 zurĂŒck: Sie hat 6,23 Millionen Fahrzeuge verkauft und den Umsatz auf 80 Milliarden Euro gesteigert. Das operative Ergebnis vor SondereinflĂŒssen legte erstmals seit fĂŒnf Jahren wieder zu und erreichte mit 3,3 Milliarden Euro das höchste Niveau seit 2012. Die Rendite (vor SondereinflĂŒssen) verbesserte sich von 1,8 Prozent im Vorjahr auf 4,1 Prozent. Die Marke Volkswagen hat damit die Ziele fĂŒr 2017 ĂŒbertroffen.

„Das Jahr 2017 hat die StĂ€rke von Volkswagen und seiner Mitarbeiter gezeigt. Wir haben die Trendwende geschafft und sind in allen Bereichen deutlich wettbewerbsfĂ€higer geworden. Die Umsetzung der Strategie TRANSFORM 2025+ kommt voran und bringt spĂŒrbare Ergebnisse. Vom Zukunftspakt ĂŒber die SUV-Offensive bis zu den Regionalstrategien tragen alle Initiativen zur guten Entwicklung von Volkswagen bei. Dieses Momentum werden wir nutzen und bei der Umsetzung unserer Strategie auch 2018 weiter aufs Tempo drĂŒcken”, sagt Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Marke Volkswagen.

Alle wesentlichen Finanzkennzahlen verbessert

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 6,23 Millionen Fahrzeuge an Kunden ĂŒbergeben – ein Plus von 4,2 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Mit Golf, Tiguan und Polo zĂ€hlen gleich drei Volkswagen-Modelle zu den zehn meistverkauften Autos der Welt. Das stĂ€rkste Wachstum verzeichnete Volkswagen bei den SUVs: Vom Tiguan wurden 200.000 Einheiten mehr verkauft als im Jahr zuvor, insgesamt 720.000 Fahrzeuge. Der in den USA erhĂ€ltliche Atlas und das chinesische Schwestermodell Teramont ĂŒbertreffen bereits wenige Monate nach ihrem Start die Erwartungen. Und auch fĂŒr den seit Herbst 2017 erhĂ€ltlichen T-Roc verzeichnet Volkswagen eine hohe Nachfrage. Inzwischen ist jeder siebte verkaufte Volkswagen ein SUV. Bis 2020 soll der Anteil auf bis zu 40 Prozent steigen.

Die starke Nachfrage nach den Produkten der Marke hat fĂŒr einen deutlich höheren Umsatz gesorgt. Er stieg um rund 8 Prozent gegenĂŒber dem – um strukturelle VerĂ€nderungen bereinigten – Vorjahreswert auf 80 Milliarden Euro.

Positiv entwickelte sich auch die Ertragslage der Marke: Das operative Ergebnis (EBIT) vor SondereinflĂŒssen stieg um rund 77 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro; die EBIT-Marge verbesserte sich entsprechend deutlich auf 4,1 Prozent. UrsprĂŒnglich hatte sich die Marke fĂŒr 2017 eine Rendite von 2,5 bis 3,5 Prozent zum Ziel gesetzt und die Prognose im Jahresverlauf auf einen Wert moderat ĂŒber diesem Zielkorridor angehoben. Die SondereinflĂŒsse aus der Diesel-Krise belasteten das operative Ergebnis 2017 mit 2,8 Milliarden Euro (2016: 5,2 Milliarden Euro).

SUV-Offensive und Zukunftspakt als wichtigste Ergebnistreiber

Hauptmotor der positiven Ergebnisentwicklung waren Volumeneffekte sowie ein verbesserter Produktmix. DarĂŒber hinaus konnten die Produktkosten gesenkt werden. Hier zahlt sich insbesondere die Konzentration auf den Modularen Querbaukasten (MQB) aus. Im Jahr 2017 basierten 40 Prozent aller ausgelieferten Fahrzeuge auf dem MQB, rund doppelt so viele wie 2015. In den kommenden Jahren wird sich diese positive Entwicklung noch beschleunigen. Die Fixkosten sind trotz der laufenden Modelloffensive insgesamt nur leicht gestiegen.

Der Zukunftspakt trĂ€gt wesentlich zur verbesserten WettbewerbsfĂ€higkeit bei. Die vereinbarten Maßnahmen sollen ab 2020 einen jĂ€hrlichen positiven Ergebniseffekt von 3,7 Milliarden Euro bringen, davon 3,0 Milliarden Euro allein in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurden bereits alle erforderlichen 9.200 AltersteilzeitvertrĂ€ge unterschrieben, die nun schrittweise bis 2020 wirksam werden. Auch die ProduktivitĂ€t an den deutschen Standorten wurde gesteigert. Insbesondere die Werke Wolfsburg (Tiguan und Touran), Emden, Salzgitter und Kassel verbesserten sich ĂŒberdurchschnittlich stark.

Regionen: Turnaround-PlÀne greifen

Auch die Regionen waren im vergangenen GeschĂ€ftsjahr ein wichtiger Erfolgsfaktor. So konnte Volkswagen in allen großen Weltregionen Marktanteile hinzugewinnen und seine Marktposition mit speziell fĂŒr die Regionen entwickelten Modellen festigen. In den USA verzeichnete Volkswagen erstmals seit 2013 steigende Auslieferungen (+5,2 Prozent), wĂ€hrend der Markt insgesamt geschrumpft ist. In Russland (+20,4 Prozent) und Brasilien (+19,7 Prozent) wuchs die Marke zweistellig. In China steigerte Volkswagen seine Auslieferungen um 5,9 Prozent und lieferte als weltweit erste Marke in einem einzelnen Markt mehr als 3 Millionen Fahrzeuge aus.

Herbert Diess: „Die Richtung stimmt. Mit dem verbesserten Ergebnis leistet die Marke einen erheblichen Beitrag zum Erfolg des gesamten Konzerns. Wir stehen aber erst am Anfang. Mit weiteren Fortschritten im KerngeschĂ€ft stĂ€rken wir unsere Basis, um Volkswagen bis 2025 zum WeltmarktfĂŒhrer in der ElektromobilitĂ€t zu machen.”

Elektro-Offensive: Neues Vorstandsressort „E-MobilitĂ€t”

Die Vorbereitungen fĂŒr den Start der Elektro-Offensive wird Volkswagen in 2018 weiter verstĂ€rken. Mit dem neu geschaffenen Vorstandsressort
„E-MobilitĂ€t” unter Leitung von Thomas Ulbrich bĂŒndelt die Marke ihre Elektro-AktivitĂ€ten und verankert das zentrale Zukunftsthema auf Vorstandsebene.

Ab 2020 plant die Marke Volkswagen die EinfĂŒhrung einer vollkommen neuen Generation von reinen Elektroautos auf Basis des Modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB). Die Vorbereitungen dafĂŒr schreiten planmĂ€ĂŸig voran. So wird die Marke das Werk Zwickau fĂŒr rund eine Milliarde Euro zum europĂ€ischen Kompetenzzentrum fĂŒr E-MobilitĂ€t ausbauen und dort alle MEB-Fahrzeuge fĂŒr den europĂ€ischen Markt produzieren. ZukĂŒnftig sollen dort bis zu 1.500 MEB-Fahrzeuge pro Tag produziert werden. Weitere Leitwerke sind in China und Nordamerika geplant. Die Elektroautos der neuen Generation können damit fast zeitgleich in den drei großen Regionen anlaufen.

Als erstes Modell der I.D. Familie wird im Jahr 2020 der Volkswagen I.D. auf den Markt kommen. In kurzen AbstĂ€nden folgen unter anderem ein Elektro-SUV – der I.D. CROZZ – und der I.D. BUZZ als Bulli der Zukunft. Mit dem I.D. VIZZION hat Volkswagen erst vor wenigen Tagen einen Ausblick auf das kĂŒnftige Flaggschiff der I.D.-Familie gegeben. Die Studie verdeutlicht das große Potenzial des MEB. Rund um die Fahrzeuge schafft Volkswagen zudem ein umfassendes Ökosystem, das von der LadesĂ€ule ĂŒber den grĂŒnen Strom bis zu digitalen Diensten reicht. So wird der Umstieg auf das Elektroauto denkbar einfach und attraktiv gemacht.

„Die hohe Nachfrage nach dem e-Golf zeigt, dass sich das Elektroauto zunehmend durchsetzt. Wenn Technologie und Preis stimmen, dann steigen die Kunden gerne um. Mit der I.D.-Familie werden wir uns an die Spitze der Elektro-Bewegung setzen”, so Diess.

Ausblick 2018: Auslieferungen, Umsatz und Ergebnis sollen weiter steigen

Volkswagen ist gut in das GeschĂ€ftsjahr 2018 gestartet. Im Januar und Februar lieferte die Marke weltweit ĂŒber 940.000 Fahrzeuge aus und ĂŒbertraf den Wert im Vorjahreszeitraum damit um 6,5 Prozent. Vor allem im Heimatmarkt Deutschland zeigt der Trend mit einem Absatzplus von 13,3 Prozent wieder deutlich nach oben.

Im weiteren Jahresverlauf will die Marke Volkswagen den AufwÀrtstrend fortsetzen und Auslieferungen, Umsatz sowie Ergebnis weiter steigern. Die SUV-Offensive wird unter anderem mit der Neuauflage des Touareg einen neuen Höhepunkt erreichen. Ende 2018 startet Volkswagen mit dem
T-Cross in ein völlig neues Segment. DarĂŒber hinaus sind in diesem Jahr vier neue SUVs speziell fĂŒr den chinesischen Markt geplant.

Die Marke wird im laufenden GeschĂ€ftsjahr weiter an ihrer ProfitabilitĂ€t arbeiten. Mit den vereinbarten Maßnahmen aus dem Zukunftspakt soll die ProduktivitĂ€t der deutschen Standorte um weitere 7,5 Prozent gesteigert werden. Auch in den Regionen rechnet Volkswagen mit einer weiterhin positiven Entwicklung, insbesondere in Nordamerika, Brasilien und Russland.

Der verbesserten WettbewerbsfĂ€higkeit stehen in diesem und in den folgenden Jahren jedoch spĂŒrbar höhere Belastungen gegenĂŒber – unter anderem fĂŒr die Umstellung auf die neue Verbrauchsnorm WLTP, das Erreichen der CO2-Flottenziele sowie den Hochlauf der Elektro-Offensive. Trotz dieser gegenlĂ€ufigen Effekte setzt sich die Marke Volkswagen das Ziel, das Renditeniveau zu halten oder sogar auszubauen. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2018 wird eine operative Rendite im Zielkorridor von 4,0 bis 5,0 Prozent veranschlagt. Die Umsatzerlöse sollen um bis zu 10 Prozent steigen. Trotz der beschriebenen Belastungen wird zudem das kĂŒrzlich angehobene Renditeziel fĂŒr 2020 von 4,0 bis 5,0 Prozent bestĂ€tigt.

„Mit TRANSFORM 2025+ haben wir uns auf den Weg gemacht, Volkswagen zukunftsfĂ€hig aufzustellen. Nach einem guten Start werden wir jetzt weiter Tempo machen. Unsere Elektro-Strategie liegt voll im Plan. Wenn wir die bisherige Schlagzahl halten, dann bin ich zuversichtlich, dass auch 2018 ein gutes Jahr fĂŒr Volkswagen wird und uns die langfristige Transformation der Marke gelingt”, resĂŒmiert Herbert Diess.

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