Ein schwerer Auftrag in schwieriger Zeit: Vier Mercedes-Benz Actros Schwerlaster transportieren gigantischen DruckbehÀlter

Mercedes-Benz Actros Schwerlaster

Ein schwerer Auftrag in schwieriger Zeit: Trotz Corona-Krise mĂŒssen Großprojekte wie die Lieferung eines gigantischen DruckbehĂ€lters pĂŒnktlich abgewickelt werden.

  • Zum Einsatz kamen insgesamt vier Mercedes-Benz Actros Sattelzugmaschinen der Stuttgarter Firma Paule, davon zwei vierachsige SLT mit jeweils 650 PS Leistung
  • Transport mit einem Gesamtgewicht von knapp 330 Tonnen

Ein schwerer Auftrag in schwieriger Zeit: Trotz Corona-Krise mĂŒssen Großprojekte wie die Lieferung eines gigantischen DruckbehĂ€lters pĂŒnktlich abgewickelt werden. Nach monatelanger Planung erledigte die Stuttgarter Schwerlast-Spedition Paule einen Auftrag der Maschinenbau Scholz GmbH &Co. KG in Coesfeld dieser Tage mit gewohnter PrĂ€zision. Die Aufgabe: Einen großen Autoklav – ein gasdicht verschließbarer DruckbehĂ€lter, in dem bei 12 bar Betriebsdruck und 250° Grad Hitze Carbonteile gebacken werden – vom GelĂ€nde des Herstellers im nordrhein-westfĂ€lischen Coesfeld zum 33 Kilometer entfernten Kai am Datteln-Ems-Kanal in LĂŒdinghausen zu bringen.

Die besondere Herausforderung bei solchen Transporten besteht im hohen Schwerpunkt der rund 175 Tonnen schweren, 25 Meter langen und jeweils rund sieben Meter breiten bzw. hohen Ladung, die auf einem gekoppelten Plateauauflieger mit 22 Achsen verzurrt war. Daher darf wĂ€hrend des Transports ein Neigungswinkel von fĂŒnf Grad nicht ĂŒberschritten werden, andernfalls besteht Kippgefahr. FĂŒr die Lastfahrt wurden die hydraulisch regulierbaren Plattformen auf 1,07 Meter justiert, damit ergibt sich eine Transporthöhe von rund acht Metern.

Zum Einsatz kamen insgesamt vier Mercedes-Benz Sattelzugmaschinen von Paule, davon zwei vierachsige SLT mit jeweils 650 PS Leistung. Die beiden SLT waren fĂŒr den Transport des Autoklavs zustĂ€ndig, mit den beiden anderen wurden der zwanzig Tonnen schwere Deckel und weitere Zubehörteile – beide mit rund acht Metern Transportbreite – zum Binnenschiff gefahren, das die komplexe Maschine zum Weitertransport auf See nach Rotterdam brachte.

PĂŒnktlich um 22 Uhr rollte der Koloss vom WerksgelĂ€nde im Industriegebiet in Coesfeld, gezogen und geschoben von den bulligen Mercedes-Benz SLT. Nach drei Stunden Fahrt erreichte der Tross die SchlĂŒsselstelle bei Kilometer 22 – einen engen 90-Grad-Abzweig, an dem zuvor extra die Seitenstreifen aufgeschottert und mit Kunststoffplatten abgedeckt worden waren. Trotzdem reichte es nicht ganz, die ziehende Zugmaschine mit Hermann Futterknecht am Steuer fand auf den Platten nicht genĂŒgend Grip, um die schwere Ladung durch die enge Kurve zu ziehen. Dieter Wascher im zweiten SLT musste wenden, einige Kilometer Umweg fahren und dann gut zwei Kilometer rĂŒckwĂ€rts bis zu seinem Kollegen rangieren. Nachdem die beiden SLT zusammengekoppelt waren, war die knifflige Stelle schnell gemeistert. Auch die letzten 50 Meter der Strecke, die engen Kurven von der B474 hinunter an den Kai, schaffte das gut eingespielte Team problemlos. Nach gut sechs Stunden Fahrt hatte der Transport mit einem Gesamtgewicht von knapp 330 Tonnen sein Ziel erreicht.

ĂŒbermittelt durch die Daimler AG

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