Aufs Motorrad – aber sicher!

FĂŒr Bike und Biker: KÜS-Tipps zum Saisonstart.

Losheim am See (ots) – FrĂŒhjahr und Sommer sind ideale Motorrad-Zeiten. Wer sich jetzt völlig zu Recht auf ausgedehnte Motorradtouren freut, darf nicht vergessen: Das geschĂ€tzte und sogar geliebte GefĂ€hrt hat einen ausgedehnten “Winterschlaf” hinter sich. Entsprechende Sorgfalt muss sein, um den fahrbaren Untersatz wieder fĂŒr den Einsatz auf den Straßen fit zu machen. Die Experten der KÜS sagen Ihnen, worauf dabei besonders geachtet werden muss.

Die einzige Verbindung des Motorrads zur Straße sind die Reifen. Wie ist es um Luftdruck und Profiltiefe bestellt? Das Hauptprofil, die breiten Profilrillen im mittleren Bereich, mĂŒssen ĂŒber den gesamten Umfang eine Tiefe von mindestens 1,6 mm aufweisen. Hinweis: Bei KleinkraftrĂ€dern und LeichtkraftrĂ€dern ist eine Profiltiefe von 1 mm ausreichend. Nicht mehr verwendet werden sollten Reifen mit weniger als 3 mm Profiltiefe und einem Alter von mehr als sechs Jahren. Aufschluss ĂŒber das Reifenalter gibt das Baujahr, das an der DOT-Nr. abgelesen werden kann. Hintergrund: Alte Reifen verhĂ€rten, sodass sie die nötige Haftung nicht mehr haben und ihre Funktion nicht mehr angemessen erfĂŒllen. Reifen mit Rissen und anderen gravierenden BeschĂ€digungen haben zudem noch Auswirkung auf die Betriebssicherheit des Motorrads.

Steht der Kauf neuer Reifen an, ist Folgendes zu beachten: Besteht eine Reifenfabrikationsbindung fĂŒr das Motorrad? Andere Fabrikate als diejenigen, die in den Fahrzeugpapieren eingetragen sind, benötigen eine Freigabe vom Hersteller. Andernfalls mĂŒssen Reifen mittels eines Gutachtens nachtrĂ€glich eingetragen werden. Hier ist der Rat des KÜS-Experten hilfreich.

Wie sieht es mit den Felgen aus? Ihr Gefahrenpotential wird nur zu gerne unterschĂ€tzt. BeschĂ€digungen können zur “Unwucht” fĂŒhren und/oder die TragfĂ€higkeit beeinflussen. Dies gilt auch fĂŒr vermeintlich geringfĂŒgige BeschĂ€digungen. Auch auf den Rahmen ist zu achten, da BeschĂ€digungen die StabilitĂ€t des Kraftrades erheblich reduzieren können. Im Zweifelsfall hilft auch hier der KÜS-Partner oder die Fachwerkstatt weiter. SelbstverstĂ€ndlich ist, dass Anbauteile wie die Auspuffanlage, die Verkleidung oder die Packtaschen sorgfĂ€ltig und sicher befestigt sein mĂŒssen.

Lebenswichtig im wahrsten Sinne des Wortes ist die ÜberprĂŒfung der Bremsanlage. BelĂ€ge und Scheiben mĂŒssen die nötige StĂ€rke aufweisen. Achten sollte man auch auf den BremsflĂŒssigkeitsbehĂ€lter. Die BremsflĂŒssigkeit muss in ausreichender Menge vorhanden sein (zwischen Minimal- und Maximalmarkierung des BehĂ€lters). BremsflĂŒssigkeit ist hygroskopisch, d. h. sie bindet Wasser. Dadurch vermindert sich mit der Zeit ihre Übertragungseigenschaft und es verschlechtert sich die Bremswirkung. Die QualitĂ€t der BremsflĂŒssigkeit muss also von der Werkstatt des Vertrauens ĂŒberprĂŒft werden, ggf. ist der Austausch erforderlich. Eine Kontrolle ist im Abstand von zwei Jahren unbedingt ratsam.

Die Antriebskette sollte gereinigt und gefettet werden. ÜberprĂŒft werden muss dabei auch das Kettenspiel. Einfache Regel zur praktischen ÜberprĂŒfung: Die Kette sollte nicht mehr als zwei Fingerbreit durchhĂ€ngen, wenn der Fahrer auf dem Motorrad sitzt.

Kontrolliert werden mĂŒssen außerdem die Beleuchtung und die Hupe, sowie alle sonstigen Bedienelemente.

Beim Bewegen des Lenkers von Endanschlag zu Endanschlag können MÀngel im Lenkverhalten, wie Rastpunkte oder unterschiedliche Einschlagwinkel, erkannt werden.

Wichtig sind natĂŒrlich auch die FlĂŒssigkeitsstĂ€nde des Motorrades. Der FĂŒllstand und die QualitĂ€t des Öls mĂŒssen sorgfĂ€ltig kontrolliert werden. Sind Undichtigkeiten am Kraftrad zu erkennen, die auf einen Verlust von BetriebsflĂŒssigkeiten an Motor, Getriebe und/oder dem Bremssystem deuten? Das gilt ebenso fĂŒr den KĂŒhlkreislauf bei flĂŒssigkeitsgekĂŒhlten Motoren. Praktischer Tipp: Bei KraftrĂ€dern, die mit einem Gemisch aus Treibstoff und Öl fahren, kann sich das Öl ĂŒber die Wintermonate vom Benzin absetzen. Daher mit so wenig Tankinhalt wie möglich nach der Saison abstellen und beim Saisonstart neu betanken.

Wie ist der Zustand der elektrischen Anlage? SorgfĂ€ltige und grĂŒndliche Reinigung der Pole sowie der Kontaktklemmen an der Batterie ist dringend zu empfehlen. Einfaches Einfetten schĂŒtzt die Pole wirksam vor Korrosion. Der FlĂŒssigkeitsstand der Batterie muss mit destilliertem Wasser aufgefĂŒllt werden, wenn die Kontrolle einen FlĂŒssigkeitsmangel nachweist. Kontrolliert werden muss auch die LadungskapazitĂ€t – nachgeladen werden muss bei zu geringer Spannung.

Achten muss man auch darauf, dass alle Gelenke und ZĂŒge freigĂ€ngig und gut gefettet sind. Hier sind Verharzungen im Laufe der Winterpause denkbar. Bei Verschmutzung des Luftfilters und/oder des Treibstofffilters sind Reinigung oder gleich Ersatz erforderlich.

Schließlich: Passt die Motorradkombi dem Fahrer noch? Schlechter Sitz beeintrĂ€chtigt Konzentration und Aufmerksamkeit, wirkt sich also negativ auf die Verkehrssicherheit aus. Unbedingt erneuert werden muss das Visier des Helms bei Kratzspuren oder anderen SchĂ€den. SelbstverstĂ€ndlich ist die Reinigung des Sichtfensters.

Vorsicht und Umsicht gelten fĂŒr Motorrad und Fahrer gleichermaßen. Man sollte den Saisonstart, so verfĂŒhrerisch das Wetter sein mag, langsam angehen lassen. Es hat sich bewĂ€hrt, auf den ersten gefahrenen Metern alle Funktionen des Kraftrades im Fahrbetrieb zu testen. Das schĂŒtzt vor unangenehmen Überraschungen. Und natĂŒrlich muss das Motorrad eine gĂŒltige HU vorweisen. Hierzu und in allen Fragen zur Motorrad- und Verkehrssicherheit ist der KÜS-Partner Ihnen gerne behilflich. Den KÜS-Partner in Ihrer NĂ€he finden Sie ganz einfach auf www.kues.de.

Original-Content von: KÜS-BundesgeschĂ€ftsstelle, ĂŒbermittelt durch news aktuell

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