ADAC rÀt: Gewichtsgrenzen bei Wohnmobilen beachten

Wohnmobile

Der ADAC weist darauf hin, dass es bei Wohnmobilen schnell zu Überladung und zum Überschreiten des maximal zulĂ€ssigen Gesamtgewichts kommen kann.

MĂŒnchen (ots) – Caravaning und Camping liegen weiter schwer im Trend. Doch der ADAC weist darauf hin, dass es bei Wohnmobilen schnell zu Überladung und zum Überschreiten des maximal zulĂ€ssigen Gesamtgewichts kommen kann. Und das fĂŒhrt gleich zu einer Vielzahl von Problemen und Gefahren:

Sicherheitsrisiko

Überladene Wohnmobile sind schwerer zu manövrieren und zu kontrollieren, insbesondere in Notsituationen oder beim Bremsen. Dies erhöht das Risiko von UnfĂ€llen.

BeeintrÀchtigte Fahrzeugleistung

Ein ĂŒberladenes Wohnmobil kann Schwierigkeiten haben, die Geschwindigkeit aufrechtzuerhalten oder Steigungen zu bewĂ€ltigen. Außer der Motorleistung kann auch die BremsfĂ€higkeit beeintrĂ€chtigt werden. Zudem ist mit einem erhöhten Verschleiß der Fahrzeugkomponenten zu rechnen.

Reifenprobleme

Überladung kann zu einer ĂŒbermĂ€ĂŸigen Belastung der Reifen fĂŒhren. Erhöhter Reifenverschleiß, höheres Risiko von Reifenplatzern insbesondere bei lĂ€ngeren Fahrten oder hohen Geschwindigkeiten und erhöhter Kraftstoffverbrauch sind die Folgen.

SchÀden an der Fahrzeugstruktur

Ein Wohnmobil, das ĂŒberladen ist, ĂŒberschreitet das maximal zulĂ€ssige Gewicht, das vom Hersteller festgelegt wurde. Dies kann zu SchĂ€den an der Fahrzeugstruktur fĂŒhren, insbesondere an Federung, Fahrwerk und Rahmen. ÜbermĂ€ĂŸige Belastung birgt die Gefahr von Rissen, Verformungen oder anderen strukturellen Problemen, die die Sicherheit des Fahrzeugs beeintrĂ€chtigen.

GesetzesverstĂ¶ĂŸe und Geldstrafen

Überladene Wohnmobile verstoßen gegen die Straßenverkehrsvorschriften und GewichtsbeschrĂ€nkungen, die in vielen LĂ€ndern gelten. Bei Kontrollen durch die Polizei können Geldstrafen verhĂ€ngt werden, und das Fahrzeug kann bis zur Beseitigung der Überladung stillgelegt werden. In wichtigen ReiselĂ€ndern werden teils ĂŒppige Bußgelder fĂ€llig:

DĂ€nemark

Bei Wohnmobilen bis zu einem zulĂ€ssigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen betrĂ€gt die Geldbuße fĂŒr den Fahrer ca. 10 Euro je Prozentpunkt der Überschreitung. FĂŒr den Fahrzeughalter wird es doppelt teuer. Er muss eine Buße von ca. 20 Euro je Prozentpunkt der Überschreitung des zulĂ€ssigen Gewichts zahlen.

Frankreich

Eine Überladung des Wohnmobils wird mit Bußgeldern zwischen 135 und 750 Euro bestraft. Wird das zulĂ€ssige Gewicht um mehr als 5 Prozent ĂŒberschritten, ist eine Weiterfahrt untersagt.

Italien

Die Toleranz fĂŒr die Überschreitung des Gesamtgewichtes betrĂ€gt 5 Prozent. FĂŒr die Bußgelder gibt es keine feste Staffelung, sie liegen im Ermessen der zustĂ€ndigen Beamten. ErfahrungsgemĂ€ĂŸ kann es vor allem im SĂŒden richtig teuer werden: Bußgelder zwischen 40 und rund 1700 Euro sind möglich.

Österreich

Bis zu 100 Kilogramm Überladung zieht eine Strafe von 85 Euro nach sich. Ab 6 Prozent Überladung werden ca. 170 Euro fĂ€llig. Bei einer Überladung von 15 Prozent (Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen) droht zudem eine Anzeige und individuelle Strafzumessung. BetrĂ€gt die Überladung mehr als 2 Prozent, können die Beamten den Fahrzeughalter an der Weiterfahrt hindern.

Schweiz

Wird das zulĂ€ssige Gesamtgewicht um weniger als 100 Kilogramm ĂŒberschritten, sind etwa 85 Euro fĂ€llig. Fahrer von Fahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von nicht mehr als 3,5 Tonnen, die mehr als 100 Kilogramm Überladung haben (max. 5 Prozent Überladung), zahlen etwa 170 Euro.

Bei PiNCAMP, dem Online-Campingportal des ADAC, sind ausfĂŒhrliche Informationen zur Überladung, den Folgen und zur Vermeidung hier verfĂŒgbar.

Es ist daher Ă€ußerst wichtig, dass Wohnmobile nicht ĂŒberladen und das zulĂ€ssige Gesamtgewicht sowie die Gewichtsverteilung im Fahrzeug beachtet werden. Der ADAC empfiehlt, vor Reisen das Wohnmobil zu wiegen und sicherzustellen, dass das Gewicht innerhalb der zulĂ€ssigen Grenzen liegt. In den Servicecentern der ADAC Regionalclubs gibt es deutschlandweit Wiegeeinrichtungen.

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Über die ADAC SE:

Die ADAC SE mit Sitz in MĂŒnchen ist eine Aktiengesellschaft europĂ€ischen Rechts, die mobilitĂ€tsorientierte Leistungen und Produkte fĂŒr ADAC Mitglieder, Nichtmitglieder und Unternehmen anbietet. Sie besteht aus 25 Tochter- und Beteiligungsunternehmen, unter anderem der ADAC Versicherung AG, der ADAC Finanzdienste GmbH, der ADAC Autovermietung GmbH sowie der ADAC Service GmbH. Als wachstumsorientierter Marktteilnehmer treibt die ADAC SE die digitale Transformation ĂŒber alle GeschĂ€fte voran und setzt dabei auf Innovation und zukunftsfĂ€hige Technologien. Im GeschĂ€ftsjahr 2021 hatte die ADAC SE rund 2900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von 1,026 Mrd. Euro.

Pressekontakt:

ADAC SE Unternehmenskommunikation
Thomas Biersack
Tel 089 76 76 29 77
thomas.biersack@adac.de

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