Volvo Cars im Jahr 2022: Strategische Ziele beschleunigt und Herausforderungen gemeistert

Volvo Car

„Wir haben die schweren Turbulenzen des Jahres gemeistert und bedeutende Fortschritte bei unseren strategischen Zielen im Jahr 2022 gemacht.”

  • Umsatz steigt im GeschĂ€ftsjahr um 17 Prozent auf 330,1 Milliarden SEK (29,09 Mrd. Euro) [2021: 282 Mrd. SEK)

  • Betriebsergebnis (EBIT) von 22,3 Mrd. SEK (1,97 Milliarden Euro) [2021: 20,3 Mrd. SEK)

  • EBIT-Marge von 6,8 Prozent [2021: 7,2 Prozent]

  • EBIT-Marge ohne BerĂŒcksichtigung der Joint Ventures und assoziierter Gesellschaften von 5,4 Prozent [2021: 7,5 Prozent]

  • Bereinigtes Ergebnis je Aktie 5,23 SEK (0,46 Euro) [2021: 4,72 SEK]

  • Vollelektrisches Angebot macht elf Prozent des Gesamtabsatzes im GeschĂ€ftsjahr 2022 aus [2021: 4,0 Prozent]

  • Umsatz von 105,2 Milliarden SEK (9,27 Milliarden Euro) im vierten Quartal 2022 [Q4/2021: 80,1 Mrd. SEK]

  • Betriebsergebnis [EBIT] von 3,4 Mrd. SEK [299,66 Mio. Euro) im vierten Quartal 2022 [Q4/2021: 3,7 Mrd. SEK]

  • EBIT- EBIT-Marge von 3,3 Prozent im vierten Quartal 2022 [Q4/2021: 4,6 Prozent]

  • EBIT-Marge ohne BerĂŒcksichtigung der Joint Ventures und assoziierter Gesellschaften von 3,7 Prozent [Q4/2021: 7,1 Prozent]

  • Bereinigtes Ergebnis je Aktie 0,82 SEK (0,07 Euro) [Q4/2021: 0,66 SEK]

  • Vollelektrische Modelle erreichen 18 Prozent des Gesamtabsatzes im vierten Quartal (Q4/2021: 6,0 Prozent)

Der schwedische Premium-Automobilhersteller Volvo Cars gab am 9. Februar 2023 die Finanzergebnisse fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2022 bekannt. Das Unternehmen verzeichnete ein Betriebsergebnis (inklusive Joint Ventures und assoziierter Gesellschaften) von 22,3 Milliarden Schwedischen Kronen (1,97 Milliarden Euro) und eine Gewinnmarge von 6,8 Prozent. Weitere LieferengpĂ€sse infolge von Lockdowns in China sowie erhöhte Material- und Logistikkosten haben hier Einfluss genommen. Der komplette Zwischenbericht fĂŒr das gesamte GeschĂ€ftsjahr und das vierte Quartal findet sich hier.

„Wir haben die schweren Turbulenzen des Jahres gemeistert und bedeutende Fortschritte bei unseren strategischen Zielen im Jahr 2022 gemacht. Wir wollen bis zum Ende des Jahrzehnts ein reiner Elektroautohersteller und bis 2040 klimaneutral werden“, erklĂ€rt Jim Rowan, PrĂ€sident und CEO von Volvo Cars.

Bereits Mitte des Jahrzehnts soll die HĂ€lfte des weltweiten Volvo Absatzes auf vollelektrische Fahrzeuge entfallen. Das Unternehmen will den Fußabdruck pro Fahrzeug um 40 Prozent verkleinern und eine RentabilitĂ€t von acht bis zehn Prozent erreichen. „Wir bleiben auf diesem strategischen Weg standhaft“, so Jim Rowan.

Absatz und Umsatz

Im GeschĂ€ftsjahr 2022 hat sich der Absatz der vollelektrischen Volvo Modelle gegenĂŒber dem Vorjahr mehr als verdoppelt: Sie machen inzwischen elf Prozent des Gesamtabsatzes aus, 2021 waren es noch vier Prozent.

Verantwortlich ist dabei auch ein starker Jahresendspurt: Im vierten Quartal 2022 kletterte der Anteil der reinen Elektroautos auf 18 Prozent und damit den höchsten Stand aller Zeiten – trotz ProduktionseinschrĂ€nkungen. Im Vorjahresquartal lag der E-Anteil noch bei sechs Prozent. Infolge dieser Entwicklung stieg der Marktanteil des Unternehmens im Segment der reinen Elektroautos im Laufe des Jahres deutlich an*.

Auch das elektrifizierte Recharge Angebot, das neben vollelektrischen Modellen auch Fahrzeuge mit Plug-in-Hybridantrieb umfasst, war mit einem Anteil von 33 Prozent im Gesamtjahr und 41 Prozent im vierten Quartal 2022 stark. Hervorzuheben sind dabei insbesondere die MÀrkte Brasilien, Uruguay, Thailand und Indonesien, die im vierten Quartal einen Recharge Anteil von 100 Prozent erreichten. Norwegen folgt mit 98 Prozent vor Irland (91 Prozent) und Schweden (89 Prozent) auf den weiteren PlÀtzen.

Der Umsatz von Volvo Cars ist im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 330,1 Milliarden SEK (29,09 Milliarden Euro) gestiegen. Der höchste Umsatz in der Unternehmensgeschichte ist auf einen besseren Produktmix, eine stĂ€rkere Preisgestaltung, RĂŒckenwind durch Wechselkurseffekte und die Auftragsfertigung mit Polestar zurĂŒckzufĂŒhren.

Operative GeschÀftsentwicklung

Im Jahr 2022 betrug das Betriebsergebnis (EBIT) ohne BerĂŒcksichtigung der Joint Ventures und assoziierten Unternehmen 17,9 Milliarden SEK (1,58 Milliarden Euro), was einen RĂŒckgang von 15,7 Prozent gegenĂŒber 2021 bedeutet. Die EBIT-Marge lag bei 5,4 Prozent. Trotz eines vorteilhaften Produktmixes und einer starken Preisgestaltung wurde die EBIT-Performance durch geringere Volumina aufgrund von ProduktionseinschrĂ€nkungen, gestiegener Rohstoff- und Frachtkosten sowie SpotkĂ€ufe von Halbleitern beeintrĂ€chtigt. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Rohstoffpreise, insbesondere fĂŒr Lithium, auch 2023 auf einem hohen Niveau bleiben und die SpotkĂ€ufe von Halbleitern anhalten.

Das EBIT einschließlich Joint Ventures und assoziierter Unternehmen belief sich auf 22,3 Milliarden SEK (1,97 Milliarden Euro), was einer Steigerung von zehn Prozent gegenĂŒber 2021 entspricht. Daraus ergibt sich eine EBIT-Marge von 6,8 Prozent. Das höhere EBIT fĂŒr 2022 ist hauptsĂ€chlich auf buchhalterische Effekte im Zuge der Beteiligung von Volvo Cars an Polestar nach Notierung an der Nasdaq-Börse in New York im vergangenen Jahr zurĂŒckzufĂŒhren.

Lieferkette und CO2-Reduzierung

Die Produktionsleistung verbesserte sich in der zweiten JahreshĂ€lfte, insbesondere im vierten Quartal. In den letzten sechs Monaten des Jahres 2022 kletterten die Fertigungszahlen im Vergleich zur ersten JahreshĂ€lfte um 15 Prozent, was auf eine verbesserte Versorgungslage zurĂŒckzufĂŒhren ist.

Die Zahl der aktiven Abonnements stieg 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 49 Prozent, die Zahl der online verkauften Volvo Modelle um 17 Prozent. FĂŒr das Wachstum ist die kontinuierlich steigende Kundennachfrage in Kombination mit einem erweiterten Angebot in mehr MĂ€rkten verantwortlich.

Die starke Verkaufsdynamik der Recharge Modelle mit vollelektrischem und Plug-in-Hybridantrieb trug im Laufe des Jahres zu einer CO2-Reduzierung pro Fahrzeug von 15 Prozent gegenĂŒber dem Vergleichswert von 2018 bei. Damit ist das Unternehmen auf einem guten Weg, die CO2-Emissionen pro Fahrzeug bis Mitte des Jahrzehnts um 40 Prozent zu reduzieren.

Ausblick 2023

Auch wenn 2023 ein weiteres herausforderndes Jahr wird, erwartet das Unternehmen ein Ende der COVID-bedingten LieferengpĂ€sse in China und eine bessere Versorgung mit Halbleitern. DarĂŒber hinaus ist Volvo Cars optimistisch, dass der Lithiumpreis gegen Ende des Jahres sinken wird, was im Einklang mit vielen der kĂŒrzlich veröffentlichten unabhĂ€ngigen Berichte steht. Trotz der weltweiten Turbulenzen, der Unsicherheit und der jĂŒngsten Preiserhöhungen verzeichnet Volvo Cars weiterhin eine gesunde Nachfrage nach seinen Fahrzeugen. Das Unternehmen wird das externe Umfeld jedoch genau beobachten und entsprechend reagieren.

Um die gestiegenen Kosten auszugleichen, hat das Unternehmen kĂŒrzlich einen umfassenden Plan zur Kosten- und Effizienzoptimierung in der gesamten Organisation vorgestellt. Volvo Cars will seine strategischen Ziele durch eine bessere Nutzung und Optimierung der Ressourcen erreichen. Unsicherheiten und VolatilitĂ€t gehören inzwischen zum Alltag und sind ein wichtiger Baustein fĂŒr die Schaffung einer kostenbewussten Kultur der Zukunft.

Nachdem 2022 ein Jahr der beschleunigten strategischen Ziele aufgrund beispielloser globaler UmwÀlzungen war, wird 2023 entscheidend sein, um diesen Transformationspfad des Unternehmens weiter voranzuschreiten.

Volvo Cars wird in diesem Jahr ein neues kompaktes vollelektrisches SUV vorstellen, mit dem das Unternehmen eine neue Zielgruppe anspricht. Auch die Produktion des großen Volvo EX90 lĂ€uft 2023 an. In Großbritannien wird der schwedische Premium-Automobilhersteller zudem vom traditionellen Handelspartner zu einem Unternehmen, das sich direkt an die Kunden wendet und ihnen ein nahtloses Erlebnis und landesweit einheitliche Preise bietet. NOVO Energy, das Joint Venture mit Northvolt, wird mit dem Baubeginn einer der grĂ¶ĂŸten Batterieanlagen Europas im schwedischen Göteborg einen entscheidenden Schritt in Richtung Entwicklung nachhaltiger Batterietechnik machen.

Volvo Cars rechnet in diesem Jahr mit einem soliden zweistelligen Wachstum – vorausgesetzt, es kommt nicht zu unerwarteten Unterbrechungen der Lieferkette. Das Unternehmen beabsichtigt, seine Volumina fĂŒr vollelektrische Autos im Jahr 2023 weiter zu steigern, sodass der Anteil im Gesamtjahr ĂŒber elf Prozent des Vorjahres liegt.

„Wir haben 2022 bewiesen, dass wir unsere Umsetzungsmaschine hochgefahren haben. Dies wird sich auch 2023 fortsetzen“, sagt Jim Rowan.

 

* Der den aktuellen Zahlen zugrundeliegende Wechselkurs: 1 Euro = 11,3462 SEK

Werte in eckigen Klammern betreffen die Vergleichswerte aus dem Vorjahr

Diese Offenlegung enthĂ€lt Informationen, zu deren Veröffentlichung Volvo Car AB (publ) gemĂ€ĂŸ der EU-Marktmissbrauchsverordnung (EU Nr. 596/2014) verpflichtet ist. Die Informationen wurden am 09.02.2023, 7:00 Uhr CET, ĂŒber die Agentur der Kontaktperson zur Veröffentlichung eingereicht. 

*Die Marktanteilsdaten beziehen sich auf den Zeitraum Januar-November. Weitere Einzelheiten finden Sie auf Seite 7 des Interim Financial Report.

 

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