Studie: Elektroautos wecken neue Sonderw√ľnsche

Stromer sind l√§ngst keine reinen ‚ÄěVernunftautos‚Äú mehr, sondern wecken neue W√ľnsche und Begehrlichkeiten, die weit √ľber die emissionsfreie Fortbewegung hinausgehen.

  • Repr√§sentative Befragung gibt Hinweise darauf, was potenziellen Stromer-K√§ufern wichtig ist
  • Volle Unabh√§ngigkeit: 220-Volt-Steckdose immer dabei
  • Maximaler Pausenkomfort: Relaxen beim Ladestopp
  • Die E-Interessenten zeigen au√üerdem hohe Bereitschaft, in gro√üe Reichweite zu investieren, und legen Wert auf lange Batteriegarantie

Dass beim Umstieg auf ein Elektroauto neben den Emissionen auch die Emotionen auf der Strecke bleiben, ist wohl das h√§ufigste Argument von eingefleischten Diesel- oder Benziner-Fahrern, √ľberzeugt aber offenbar immer weniger Menschen. Denn Stromer sind l√§ngst keine reinen ‚ÄěVernunftautos‚Äú mehr, sondern wecken neue W√ľnsche und Begehrlichkeiten, die weit √ľber die emissionsfreie Fortbewegung hinausgehen. Wie eine im Auftrag von Kia durchgef√ľhrte neue repr√§sentative Studie des Marktforschungsinstituts YouGov zeigt, w√ľnschen sich zum Beispiel mehr als die H√§lfte der potenziellen Elektroautok√§ufer, ihr Fahrzeug auch als leistungsstarke 220-Volt-Stromquelle nutzen zu k√∂nnen, etwa beim Camping oder zum Aufladen von E-Bikes. Und angesichts der etwas l√§ngeren ‚ÄěTankstopps‚Äú der Stromer ist f√ľr viele Befragte auch die M√∂glichkeit, Fahrpausen maximal relaxed im Auto verbringen zu k√∂nnen, ein wichtiger Aspekt. Zu den ganz pragmatischen Kriterien, die den E-Mobil-Interessenten wichtig sind, geh√∂rt eine lange Batteriegarantie. Zudem zeigt die Untersuchung, dass generell eine hohe Bereitschaft besteht, in Modelle mit gro√üer Reichweite zu investieren.

F√ľr die Mitte August 2022 durchgef√ľhrte Studie wurden im ersten Schritt 1.021 Autofahrerinnen und -fahrer aus ganz Deutschland, die noch kein reines Elektroauto besitzen, gefragt, wie gro√ü die Wahrscheinlichkeit ist, dass sie sich als n√§chstes Fahrzeug einen reinen Stromer zulegen (Antwortm√∂glichkeiten: 0 / 20 / 40 / 60 / 80 / 100 Prozent). Dabei signalisierten 48 Prozent der Befragten, dass sie zu einem Elektroauto tendieren oder die Anschaffung zumindest in Betracht ziehen (Wahrscheinlichkeit bei 20 bis 100 Prozent; 20: 14 Prozent / 40: 11 Prozent / 60: 10 Prozent / 80: 9 Prozent / 100: 4 Prozent). 39 Prozent antworteten mit ‚Äě0‚Äú, die restlichen Befragten machten keine Angabe. Im zweiten Schritt wurden dann die potenziellen E-K√§ufer detailliert dazu befragt, wie wichtig ihnen bestimmte Eigenschaften und Ausstattungsmerkmale von Elektroautos sind*.

Fahrende Powerbank: 52 Prozent hätten gern einen Stromer mit 220-Volt-Steckdose
Dank der leistungsstarken Batterie kann ein Stromer als 220-Volt-Powerbank dienen, zumindest theoretisch. Denn um den Akku ‚Äěanzapfen‚Äú zu k√∂nnen, ist eine spezielle Technologie erforderlich, die im Markt bisher noch selten zu finden ist. Nichtsdestotrotz spielt die M√∂glichkeit, ein Elektroauto als mobile Stromquelle nutzen zu k√∂nnen, f√ľr die potenziellen K√§ufer eine gro√üe Rolle. Eine Mehrheit von 52 Prozent findet diese Funktion ‚Äěwichtig‚Äú (35 Prozent) oder sogar ‚Äěsehr wichtig‚Äú (17 Prozent). Besonders hoch im Kurs steht sie bei Befragten, die in Haushalten mit drei oder mehr Personen leben (56 Prozent wichtig/sehr wichtig), die mit Kindern unter 18 Jahren zusammenleben (59 Prozent) oder die mehr als 20 Kilometer von ihrem Arbeitsplatz entfernt wohnen (60 Prozent).

Auf die Nachfrage, wof√ľr sie die 220-Volt-Steckdose am ehesten nutzen w√ľrden, w√§hlten gut 60 Prozent der an dieser Funktion Interessierten eine der drei vorgegebenen Antwortm√∂glichkeiten ‚ÄěE-Bikes laden‚Äú (22 Prozent), ‚ÄěAnderen E-Fahrern helfen, den Akku zu laden‚Äú (20 Prozent) und ‚ÄěCamping‚Äú (19 Prozent). 35 Prozent nahmen keine Priorisierung vor, 4 Prozent nannten andere Funktionen wie ‚ÄěHausversorgung‚Äú oder ‚ÄěNotstrom‚Äú.

Neue Pausenkultur: 42 Prozent möchten im Auto komfortabel entspannen können
Verkehrssicherheitsexperten haben immer schon davor gewarnt, lange Strecken mit nur kurzen Tankstopps ‚Äěabzurei√üen‚Äú. Mit der E-Mobilit√§t hat nun eine neue Pausenkultur im Autoalltag Einzug gehalten. Zwar haben sich die Ladezeiten von Elektroautos in den vergangenen Jahren bereits drastisch verk√ľrzt, doch gerade auf Langstrecken bieten die Ladestopps immer noch eine gute Gelegenheit zur Entschleunigung. Wie die Studie zeigt, w√ľnscht sich ein Gro√üteil der Befragten einen Stromer, der in Fahrpausen viel Komfort bietet. Insgesamt 42 Prozent der Elektroauto-Interessenten ist dieser hoher Pausenkomfort ‚Äěwichtig‚Äú oder ‚Äěsehr wichtig‚Äú (30 bzw. 12 Prozent). Bei den 25- bis 44-J√§hrigen sind es sogar mehr als die H√§lfte (25 bis 34 Jahre: 51 Prozent; 35 bis 44 Jahre: 53 Prozent), ebenso bei Befragten mit mehr als 20 Kilometern Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort (53 Prozent) sowie bei Personen mit Kindern unter 18 Jahren im Haushalt (53 Prozent).

Bei der Nachfrage nach konkreten Ausstattungselementen stehen ‚ÄěLiege- bzw. Entspannungssitze‚Äú ganz oben auf der Wunschliste: 82 Prozent der Befragten, die viel Wert auf Pausenkomfort legen, sind sie ‚Äěsehr wichtig‚Äú oder ‚Äěwichtig‚Äú (28 bzw. 54 Prozent). Hohe Priorit√§t hat neben einem guten Soundsystem (75 Prozent; davon sehr wichtig: 27 Prozent; wichtig: 48 Prozent) auch hier eine 220-Volt-Steckdose im Auto (74 Prozent; sehr wichtig: 29 Prozent; wichtig: 45 Prozent).

Den Wunsch der Elektroautok√§ufer nach mehr Komfort in Fahrpausen registriert auch Kia. Die Stromer EV6** und Niro EV** k√∂nnen mit Sitzen bestellt werden, die sich im Stand elektrisch in eine bequeme Liegeposition fahren lassen. 90 Prozent der K√§ufer des EV6 entscheiden sich f√ľr diese Sonderausstattung, beim Niro EV sind es 87 Prozent.

Akku im Fokus: Lange Batteriegarantie und √ľber 400 km Reichweite gefragt
Beim Kauf eines Elektroautos sind Leistungsf√§higkeit und Qualit√§t des Akkus von zentraler Bedeutung, das unterstreicht auch diese Studie. 95 Prozent der Stromer-Interessenten antworten auf die Frage, wie wichtig ihnen die Batteriegarantie w√§re, mit ‚Äěsehr wichtig‚Äú (70 Prozent) oder ‚Äěwichtig‚Äú (25 Prozent). Bei den 45- bis 54-J√§hrigen sind es sogar 99 Prozent, in der Altersgruppe 55 und √§lter 98 Prozent (davon jeweils 78 Prozent ‚Äěsehr wichtig‚Äú).

Da der Akku ein wesentlicher Kostenfaktor ist, wirkt sich dessen Gr√∂√üe auch auf den Fahrzeugpreis aus. Eine gr√∂√üere Reichweite ist daher in der Regel mit h√∂heren Kosten verbunden. Dennoch w√ľrden sich zwei Drittel (67 Prozent) der potenziellen Elektroautok√§ufer f√ľr Modelle bzw. Antriebsvarianten mit √ľber 400 Kilometern Reichweite entscheiden (400-500 km: 33 Prozent; √ľber 500 km: 34 Prozent). Bei den Befragten mit einem pers√∂nlichen Einkommen von √ľber 4.500 Euro sind es sogar fast alle (94 Prozent; 400-500 km und √ľber 500 km jeweils 47 Prozent). Eine Reichweite von 300 bis 400 Kilometer f√§nden 23 Prozent ausreichend.

Die Tendenz, in eine h√∂here Reichweite zu investieren, belegen auch die Orderdaten von Kia: Bei der Elektroversion des Niro, die bisher mit zwei Batteriegr√∂√üen erh√§ltlich war, entfielen 97 Prozent der Bestellungen auf den gr√∂√üeren Akku, der daher f√ľr die neue Generation des E-Crossovers ausschlie√ülich angeboten wird (64,8 kWh, kombinierte Reichweite bis zu 460 km). Auch der Kia EV6 und der Kia e-Soul** werden zu jeweils √ľber 90 Prozent mit gro√üem Akku bestellt (kombinierte Reichweite EV6 je nach Antriebsvariante bis zu 528 km, e-Soul bis zu 452 km).

 

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