Sparsamer Mikrohybrid f├╝r den Golf: Neuer 130-PS-Benziner ist effizient wie ein Diesel

Wolfsburg (ots)

  • Einfach mal abschalten: Verbrauchsvorteil durch tempor├Ąre Zylinder- und Komplettabschaltung
  • Variable Turbine: 1.5 TSI ACT BlueMotion arbeitet mit Turbolader-Technik von Hochleistungsportwagen

Fortschritt macht das Unm├Âgliche m├Âglich. Zum Beispiel einen Benzinmotor, wie es zuvor noch keinen gab: Ein Benziner, der ├Ąhnlich sparsam mit Energie umgeht, wie ein Diesel, und doch deutlich g├╝nstiger in der Anschaffung ist. Ein Benziner, der w├Ąhrend der Fahrt einfach mal zwei seiner vier Zylinder abschaltet oder gar komplett Pause macht. Ein Benziner, der souver├Ąnes Drehmoment mit niedrigen Emissionen verbindet. Volkswagen hat diesen Motor entwickelt: den neuen 1.5 TSI ACT BlueMotion. Er ist 96 kW / 130 PS stark und treibt aktuell bereits den Golf und Golf Variant an. K├╝nftig wird der effiziente 1.5 TSI ACT BlueMotion auch f├╝r weitere Volkswagen erh├Ąltlich sein.

Besserer Wirkungsgrad

Der kombinierte Verbrauch eines Golf 1.5 TSI ACT BlueMotion liegt bei nur 4,8 l/100 km. Au├čerorts reduziert sich der NEFZ-Wert auf 4,0 l/100 km/h (DSG: 4,1 l/100 km). Jeder Fahrer kann mit diesem 1,5-Liter-Motor niedrige Verbrauchswerte realisieren, da der Wirkungsgrad um 10 Prozent besser ist, als der von vergleichbaren Benzinern. Volkswagen erzielt diesen Vorteil durch das neue TSI-Miller-Brennverfahren und den Einsatz eines Hightech-Turboladers mit variabler Turbinengeometrie (VTG). Besonders zur├╝ckhaltend setzt der Vierzylinder den Kraftstoff ein, wenn der Fahrer seinen Golf vorausschauend und im Teillastbereich bewegt; dann n├Ąmlich schaltet sich der neue Motor teilweise (aktives Zylindermanagement ACT) oder komplett (Mikrohybridmodus “Freilauf-Motor-Aus”) ab.

Aktives Zylindermanagement ACT

Wann immer m├Âglich, deaktiviert das aktive Zylindermanagement – kurz ACT genannt – die zwei innenliegenden Zylinder. Und zwar immer dann, wenn der Leistungsbedarf gering ist. Das Abschalten funktioniert im Drehzahlbereich von 1.400 bis 4.000 U/min und bei bis zu 130 km/h. Der Fahrer wird auf den kaum wahrnehmbaren Wechsel vom Vier- zum Zweizylinder durch den Hinweis “2-Zylinder-Modus” in den Instrumenten hingewiesen.

“Freilauf-Motor-Aus”

Eine zus├Ątzliche Innovationsstufe erreicht der 1.5 TSI ACT BlueMotion, wenn er mit dem 7-Gang-Doppelkupplungs-getriebe (DSG) kombiniert wird. Dann gilt der Antrieb als Mikrohybridsystem: Sobald der Fahrer den Volkswagen nun “segeln” l├Ąsst, also vorausschauend vom Gas geht oder auf leichtem Gef├Ąlle unterwegs ist, schaltet das Motormanagement den TSI aus und koppelt ihn durch das ├ľffnen der Kupplung vom Antriebsstrang ab. Der Motor muss in dieser Phase also nicht “mitgeschleppt” werden; die kinetische Energie des Fahrzeugs wird dadurch optimal genutzt. Beim “Segeln” wechselt der Golf f├╝r einen kurzen Moment immer wieder in einen Zero-Emission-Betrieb. In der Praxis reduziert das tempor├Ąre Abschalten des Motors – der Modus “Freilauf-Motor-Aus” – den Verbrauch um bis zu 0,4 l/100 km. Das Mikrohybridsystem nutzt die 12-Volt-Bordnetz-Architektur und eine kompakte Lithium-Ionen-Batterie, um w├Ąhrend der Phasen ohne aktiven Motor alle relevanten Systeme an Bord mit Energie zu versorgen.

Effizienter TSI-Miller-Zyklus

Parallel zur Komplett- und Zylinderabschaltung kennzeichnet den 1.5 TSI ACT BlueMotion wie skizziert der Verbrennungsablauf im neuen TSI-Miller-Zyklus. Hierbei handelt es sich um eine optimierte Ventilsteuerung (fr├╝hes Einlass-Schlie├čen) – kombiniert mit einer hohen Verdichtung und Turboaufladung. Die innovativ gesteuerte Verbrennung des Kraftstoff-Luftgemisches f├╝hrt zu einem um 10 Prozent verbesserten Wirkungsgrad. Sp├╝rbare Folgen: eine weitere Reduzierung des Verbrauchs und der Emissionen sowie – bereits bei niedrigen Drehzahlen – ein kraftvolles Drehmoment. Im Vergleich zu anderen Benzinern sind die Einlassventile des 1.5 TSI ACT BlueMotion k├╝rzer offen. Und das ist das Entscheidende. Denn die Einlassventile werden im Ansaugtakt bereits zu einem Zeitpunkt geschlossen, in dem der Kolben noch ein St├╝ck Wegstrecke vor sich hat und dabei weiter nach unten bewegt. Im Teillastbereich werden somit Drosselverluste reduziert. Im klopfbegrenzten Bereich profitiert das Gemisch indes von einer st├Ąrkeren Ausdehnung – der Expansion. Diese Expansion reduziert den Druck und die Temperatur im Gemisch. Dadurch kann der Z├╝ndzeitpunkt im Hinblick auf einen besseren Wirkungsgrad verschoben und die Gefahr unkontrolliert ablaufender Verbrennungsprozesse reduziert werden. Damit ist es nun m├Âglich, das Verdichtungsverh├Ąltnis auf 12,5:1 hochzusetzen. Die Erh├Âhung der Verdichtung entspricht nichts anderem als einer Erh├Âhung des Wirkungsgrades. Und das reduziert den Verbrauch und die CO2-Emissionen.

Variable Turbinen-Geometrie

Da die ├ľffnungszeiten der Einlassventile im TSI-Miller-Zyklus k├╝rzer sind, muss die Zylinderf├╝llung ├╝ber einen erh├Âhten Ladedruck realisiert werden. Dazu nutzt Volkswagen einen Turbolader mit variabler Turbinengeometrie (VTG). Dank VTG kann die Turbinenleistung individuell erh├Âht werden. Lader dieser Art waren in Verbindung mit Benzinmotoren bislang nur in Hochleistungssportwagen zu finden. Volkswagen setzt den VTG-Lader nun als erster Hersteller in einem Benziner der Gro├čserie ein. Zum Vergleich: Ein klassisches Turbosystem leitet einen Teil des zur Aufladung notwendigen Abgasstroms je nach Betriebszustand ├╝ber ein Wastegate-Ventil an der Turbine vorbei. Dabei geht Energie verloren. Beim 1.5 TSI ACT BlueMotion hingegen k├Ânnen via VTG immer 100 Prozent des Abgasstroms ├╝ber die Turbine geleitet werden. Dadurch wird der Brennraum stets optimal mit hohen Turboladerwirkungs-graden versorgt. Verbrauch und Emissionen sinken, das Ansprechverhalten verbessert sich.

TSI mit gro├čer Zukunft

Mittelfristig wird Volkswagen weltweit weitere Derivate des 1.5 TSI ACT BlueMotion auf den Markt bringen. Weniger Zylinder und kleinere Hubr├Ąume sind dabei ebenso denkbar wie eine deutlich h├Âhere Leistung. Dar├╝ber hinaus haben die Motorenentwickler die technische Matrix so ausgelegt, dass auf ihrer Basis auch Mild-, Full- und Plug-In-Hybrid- sowie Erdgasantriebe realisiert werden k├Ânnen.

Original-Content von: Volkswagen, ├╝bermittelt durch news aktuell

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