Sauber und kultiviert: Der 2.0 TDI mit der neuen Abgasnorm Euro 6d

2.0 TDI mit Euro 6d

F√ľr den Einsatz im neuen Golf erhielt der Zweiliter-Diesel im Sommer 2019 ein weiteres Technik-Update, dabei ersetzte eine leistungsreduzierte Variante den bisherigen 1.6 TDI.

‚ÄěDer Zweiliter-TDI ist nach wie vor einer unserer wichtigsten Motoren‚Äú, sagt Dr. Frank Welsch, Vorstand f√ľr Technische Entwicklung bei Volkswagen. ‚ÄěEr ist in den meisten Modellen der Marke und in vielen Konzernmodellen zu finden. Deswegen pflegen wir unseren Erfolgs-Dieselmotor konsequent und mit hohem Aufwand. Mit der Auslegung auf die Abgasnorm Euro 6d ist er jetzt f√ľr die n√§chsten Jahre fit.‚Äú

Vom EA 288 zum EA 288 evo. Der Vierzylinder TDI mit dem internen Code EA 288 gab sein Deb√ľt im Jahr 2012. Sechs Jahre sp√§ter vollzog er einen gro√üen Entwicklungs-sprung, der ihm den Zusatz ‚Äěevo‚Äú eintrug. In der Praxis bedeutete er einen geringeren Verbrauch, niedrigere Emissionen, eine ruhigere Akustik, spontaneres Ansprechen und ein deutliches Plus an Leistung und Drehmoment. Zudem wurde der Motor auf eine Mild-Hybridisierung vorbereitet.

Neuer Technikstand f√ľr den Golf 8. F√ľr den Einsatz im neuen Golf erhielt der Zweiliter-Diesel im Sommer 2019 ein weiteres Technik-Update, dabei ersetzte eine leistungsreduzierte Variante den bisherigen 1.6 TDI. Das Lastenheft sah vor, dass der Motor die Limits der Abgasnorm Euro 6 AP erreichen musste, zudem sollte er noch kultivierter laufen. Volkswagen w√§hlt eine zweigleisige Strategie: Detailma√ünahmen optimieren das Brennverfahren und senken die Rohemissionen, im Abgasstrang wandelt die Twindosing-Technologie die Stickoxide zum gr√∂√üten Teil in unsch√§dliche Stoffe um.

Der K√ľhler der Niederdruck-Abgasr√ľckf√ľhrung erzielt jetzt 25 Prozent mehr Leistung ‚Äď das verringert die Bildung von Stickoxiden im Brennraum in Phasen mit hoher Last, wenn der Fahrer viel Gas gibt. Die Injektoren, die den Kraftstoff in die Brennr√§ume spritzen, arbeiten mit konstant hoher Pr√§zision, weil ein Sensor das Schlie√üen der Nadel √ľberwacht. Pro Arbeitstakt k√∂nnen sie bis zu neun Einspritzungen absetzen, wobei manche Mengen kleiner als ein Stecknadelkopf sind. Der Einspritzdruck betr√§gt bis zu 2.200 bar ‚Äď fast so viel wie das Gewicht von zwei Basis-Golf auf einem Quadratzentimeter. Eine Schaumd√§mmung unter der Motorabdeckung und ein neuer Schalld√§mpfer verbessern die Akustik. Wie bisher hat der 2.0 TDI in den Stufen ab 110 kW (150 PS) zwei Ausgleichswellen an Bord, die unerw√ľnschte Vibrationen eliminieren.

Zwei SCR-Katalysatoren f√ľr sauberes Abgas. Zur Abgasnachbehandlung entwickelte Volkswagen die Twindosing-Technologie. Hier arbeiten zwei SCR-Katalysatoren zusammen, um mithilfe der Harnstoffl√∂sung AdBlue die Stickoxide in Wasser und Stickstoff aufzuspalten. Dank Twindosing bleibt beispielsweise der neue Golf 2.0 TDI in beiden Leistungsstufen deutlich unter den Limits der Abgasnorm Euro 6d ISC-FCM AP, die nur noch 80 Milligramm NOx pro Kilometer erlaubt. Volkswagen setzte sich diesen niedrigen Wert auch im realen Stra√üen-Fahrtest RDE zum Ziel ‚Äď dort bedeutet das eine Halbierung der Stickoxid-Emission gegen√ľber der Vorg√§nger-Norm Euro 6d-temp.

Der erste SC-Katalysator liegt direkt hinter dem Motor. Er weist 3,4 Liter Volumen auf und dient zugleich als Partikelfilter. Seine Aufgabe ist es, die Stickoxide zu mehr als 90 Prozent zu konvertieren, wenn die Abgastemperatur bei normaler Fahrweise zwischen 220 und 350 Grad Celsius liegt. Durch seine N√§he zum Motor springt er schon kurz nach dem Kaltstart an. Der zweite SCR-Kat befindet sich im Fahrzeugboden, er ist zweiteilig ausgef√ľhrt und kommt je nach Fahrzeugkonzept auf 2,5 bis 3,0 Liter Volumen. Der motorferne Katalysator √ľbernimmt speziell bei hoher Last und entsprechend hoher Abgastemperatur den Hauptanteil an der Stickoxid-Konvertierung. Das Abgas, das beim Austritt aus dem Motor √ľber 500 Grad Celsius hei√ü sein kann, ist auf etwa 350 Grad abgek√ľhlt, wenn es ihn erreicht ‚Äď das erm√∂glicht auch hier hohe Umsetzungsraten.

Breiter Einsatz bei Volkswagen. Der 2.0 TDI mit der sauberen Twindosing-Technologie treibt in der Marke schon zahlreiche Modelle an, unter anderem in den Modellreihen Golf, Tiguan, Passat und Arteon. Auch bei den Konzernmarken hat er bereits weite Verbreitung gefunden, im Quer- sowie im Längseinbau. Volkswagen entwickelt seinen Erfolgs-Diesel nach wie vor unter Hochdruck weiter. Ein Ziel dabei ist die Zusammen-arbeit mit einem Mild-Hybridsystem auf 48 Volt-Basis.

√ľbermittelt durch die Volkswagen AG

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