M-Sport Ford will dritten Rang in der Fahrer-WM von Adrien Fourmaux auf den Schotterwegen Portugals verteidigen

M-Sport Ford

Nach zwei Podestresultaten bei den ersten vier WM-Rallyes des Jahres bereitet sich M-Sport Ford auf die vermutlich vorentscheidende Phase der Saison vor.

K├Âln (ots)

  • Adrien Fourmaux/Alexandre Coria peilen mit dem ├╝ber 368 kW (500 PS) starken Puma Hybrid Rally1 drittes Podestresultat der laufenden Saison an
  • Gr├ęgoire Munster/Louis Louka nehmen die Schotterpisten rund um Porto erstmals mit einem Topfahrzeug der Rallye1-Kategorie in Angriff
  • Nachwuchstalente William Creighton/Liam Regan blicken ihrem Schotter-WM-Deb├╝t mit dem gut 213 kW (290 PS) starken Ford Fiesta Rally2 entgegen

Nach zwei Podestresultaten bei den ersten vier WM-Rallyes des Jahres bereitet sich M-Sport Ford auf die vermutlich vorentscheidende Phase der Saison vor: die sieben Veranstaltungen in Folge umfassende Serie von Schotter-Rallyes. Sie beginnt am kommenden Wochenende in Portugal mit einem echten Klassiker. Das werksunterst├╝tzte Team schickt insgesamt drei Fahrzeuge an den Start: zwei der ├╝ber 368 kW (500 PS) starken Puma Hybrid Rally1 f├╝r Adrien Fourmaux/Alexandre Coria und Gr├ęgoire Munster/Louis Louka sowie einen Fiesta Rally2 f├╝r die amtierenden Junioren-Weltmeister William Creighton/Liam Regan.

Das ehrgeizige Ziel der Truppe steht fest: ein weiteres Podiumergebnis, um den dritten Rang von Fourmaux in der Fahrer-WM zu verteidigen. Der 29-j├Ąhrige Franzose liegt aktuell sechs Punkte vor dem Esten Ott T├Ąnak und kann einige Erfahrung bei der Rallye Portugal vorweisen. Bereits 2021 war er bei dieser Veranstaltung mit einem Auto aus der Topkategorie unterwegs und hat seine Streckenkenntnis seither weiter geschult. Jetzt nimmt Fourmaux am Steuer des Puma Hybrid Rally1 mit einer strategischen Herangehensweise ein weiteres Spitzenresultat ins Visier.

Gr├ęgoire Munster tritt die Reise nach Portugal mit gest├Ąrktem Selbstvertrauen an: Bei der WM-Rallye Kroatien hat der mit luxemburgischer Lizenz startende Belgier als Siebtplatzierter das beste Ergebnis seiner laufenden Saison eingefahren. Daran will der 25-J├Ąhrige jetzt ankn├╝pfen, auch wenn der Schotter-Event an der Atlantikk├╝ste f├╝r ihn weitgehend Neuland darstellt: Im vergangenen Jahr war er bei dieser Rallye zum ersten Mal am Start, damals aber noch mit einem Fahrzeug aus der WRC-2-Kategorie.

Auch William Creighton blickt einer gro├čen Herausforderung entgegen: Er muss mit dem rund 213 kW (290 PS) starken Fiesta Rally2 zumindestens am Freitag als einer der letzten WRC-2-Teilnehmer auf die Strecken, die dann schon deutliche Verschlei├čerscheinungen zeigen. Dass er auf Schotter schnell ist, konnte der Ire in der Junioren-WM am Steuer des Fiesta Rally3 beweisen, wo er mehrfach Klassensiege auf dem rutschigen Gel├Ąuf eingefahren hat. Er setzt sich eine Top-10-Platzierung in seiner hart umk├Ąmpften Klasse zum Ziel.

Die Rallye mit Start- und Zielort im nordportugiesischen Porto geh├Ârt mit ihren anspruchsvollen Wertungspr├╝fungen (WP) zu den Eckpfeilern der WM und zieht in jedem Jahr Zehntausende Fans an die Strecken. Die Schotterwege bieten einen Mix aus schnellen und technischen Passagen, der Belag selbst kann auch mal gr├Âber ausfallen. Los geht es bereits am Donnerstagabend um 18:05 Uhr deutscher Zeit mit der beliebten Zuschauerpr├╝fung “Figueira da Foz”. Am Freitag stehen dann die ersten WP im Gel├Ąnde auf dem Programm: zwei Schleifen mit je vier Pr├╝fungen ├╝ber zusammengerechnet 126,90 Kilometer. Sie werden von einer Mittagspause in Arganil getrennt, in der kaum mehr als das Wechseln der Reifen erlaubt ist. Hei├čt: Trotz des hohen Wettbewerbsdrucks m├╝ssen alle Fahrer auf der ersten Etappe unbedingt gr├Â├čere Sch├Ąden vermeiden – eine moderne Reminiszenz an den Langstrecken-Charakter, der Rallyes klassischerweise ausgezeichnet hat.

Am Samstag folgt eine der schwierigsten Aufgaben f├╝r die drei Ford-Besatzungen: die beiden “Amarante”-Wertungspr├╝fungen, jeweils 37,24 Kilometer lang. Sie stellen angesichts der hohen Au├čen- und Cockpit-Temperaturen, die f├╝r Portugal typisch sind, neben den Reifen auch die Fahrer und Copiloten vor harte Belastungen. Den acht WP der zweiten Etappe schlie├čt sich am Abend in der Innenstadt von Lousada eine weitere Zuschauerpr├╝fung an, wenn sich jeweils zwei Autos im Einzelzeitfahren gegen├╝berstehen. Am Sonntag folgen vier weitere WP, darunter auch die “Fafe” mit einer der ber├╝hmtesten Sprungkuppen des Rallye-WM-Zirkus. Die Pr├╝fung dient ab 11:15 Uhr MESZ auch als B├╝hne f├╝r die sogenannte Powwer-Stage, auf der sich die f├╝nf Schnellsten bis zu f├╝nf WM-Extrapunkte sichern k├Ânnen.

“Portugal z├Ąhlt aus gutem Grund zu den popul├Ąrsten WM-L├Ąufen der Saison”, erl├Ąutert M-Sport-Teamchef Richard Millener. “Die spektakul├Ąren Pr├╝fungen sind schnell, fahrerisch anspruchsvoll und mitunter auch rau – also genau so, wie wir es uns von einer echten Schotter-Rallye w├╝nschen! Das Risiko, die Reifen oder die Fahrzeuge auf den groben Strecken zu besch├Ądigen, sind hoch. Adrien Fourmaux besitzt recht gro├če Erfahrungen mit den Bedingungen in Portugal. Er wei├č, wo er attackieren kann und wo er den Puma Hybrid Rally1 schonen muss. Er ist stark in das aktuelle Jahr gestartet. Ohne sein Pech am Sonntagmorgen h├Ątte er auch in Kroatien ein weiteres Spitzenresultat eingefahren. Auf Gr├ęgoire Munster kommt eine schwierige Aufgabe zu, denn ihm fehlen die wichtigen Streckenkenntnisse. Er hat aber insbesondere bei der Safari-Rallye in Kenia gezeigt, wie schnell er auf losem Untergrund sein kann. F├╝r ihn kommt es in erster Linie auf eine saubere, clevere Herangehensweise an, um mehr Erfahrungen mit dem Puma Hybrid Rally1 auf Schotter zu sammeln. Das Gleiche gilt auch f├╝r William Creighton in der WRC-2-Kategorie.

Adrien Fourmaux / Alexandre Coria (F/F, Ford Puma Hybrid Rally1, Startnummer 16); WM-Rang: 3. Rallye-Portugal-Starts: 3. Bestes Ergebnis: Platz 6 (2021)

“Die Rallye Portugal ist eine spektakul├Ąre Veranstaltung”, best├Ątigt Fourmaux. “Fast alle Pr├╝fungen liegen im Bergland und besitzen einen sehr anspruchsvollen Charakter. Oftmals kommen anstrengende Bedingungen mit hohen Au├čentemperaturen hinzu – das stresst neben den Rallye-Fahrzeugen auch die Fahrer und Beifahrer. Ich gehe zum vierten Mal in Portugal an den Start. Speziell die ,Fafe’-Pr├╝fungen mit den vielen Zuschauern gef├Ąllt mir gut. Ich freue mich auf die Atmosph├Ąre und hoffe erneut auf ein gutes Resultat.”

Gr├ęgoire Munster / Louis Louka (B/B, Ford Puma Hybrid Rally1, Startnummer 13); WM-Rang: 11. Rallye-Portugal-Starts: 1. Bestes Ergebnis: WRC-2-Platz 27 (2023)

“Wir hatten vergangene Woche zwei gute Testtage”, erl├Ąutert Munster. “Die Rallye Portugal erinnert mich an den WM-Lauf auf Sardinien. Da uns die Streckenkenntnis vieler anderer Fahrer fehlt, stehen wir vor einer schwierigen Aufgabe – auch weil ich im vergangenen Jahr die grandiose Idee hatte, das Auto gleich auf der ersten Pr├╝fung aufs Dach zu legen. F├╝r uns kommt es in Portugal wie auch auf Sardinien vor allem darauf an, Erfahrungen zu sammeln, damit wir besser f├╝r die darauf folgenden Schotter-Rallyes ger├╝stet sind.”

Williams Creighton / Liam Regan (IRL/Ford Fiesta Rally2, Startnummer 30). Rallye-Portugal-Starts: 2. Bestes Ergebnis: JWRC-Platz 5 (2021)

“Ich freue mich auf meine erste Schotter-Rallye auf WM-Ebene mit dem Fiesta Rally2”, so Creighton. “Das wird speziell am Freitag eine gro├če Herausforderung, wenn die Pr├╝fungen besonders grob sind und mittags keine echte Service-Pause auf uns wartet. Au├čerdem soll es sehr warm werden.”

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