Geplante Zulassung von E-Scootern trifft auf gespaltene Meinung

Geplante Zulassung von E-Scootern

Bei der geplanten Zulassung von Elektrotretrollern oder E-Scootern fĂŒr den Straßenverkehr ist die Meinung in Deutschland gespalten.

Köln (ots) – Bei der geplanten Zulassung von Elektrotretrollern oder E-Scootern fĂŒr den Straßenverkehr ist die Meinung in Deutschland gespalten: Eine reprĂ€sentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitus Civey im Auftrag von TÜV Rheinland vom April 2019 zeigt, dass fast 37 Prozent der Menschen in Deutschland die geplane Zulassung der Elektroroller eher positiv sehen. Negativ bewerten die Regelungen dagegen knapp 43 Prozent, gut 20 Prozent sind in der Frage unentschieden.

Verschiedene Fahrzeugklassen bei E-Scootern

Vorgesehen ist, die E-Roller in zwei Fahrzeugklassen fĂŒr die Nutzung im öffentlichen Straßenraum zuzulassen: Roller mit einer maximalen Geschwindigkeit von 12 Stundenkilometern sowie schnellere Roller bis Tempo 20. Dabei soll zunĂ€chst eher wenig geregelt werden. Eine Haftpflichtversicherung ist erforderlich, das Mindestalter fĂŒr die Fahrer betrĂ€gt 12 beziehungsweise bei den schnelleren Scootern 14 Jahre. FĂŒr die technische Ausstattung des Rollers beispielsweise mit Lichtanlage, Bremsen und Klingeln gelten ebenfalls klare Vorgaben. Insgesamt werden die E-Scooter bei der Benutzung voraussichtlich Ă€hnlich wie FahrrĂ€der behandelt: Sie fahren auf dem Radweg und dort, wo keiner vorhanden ist, auf der Straße.

Die “Elektrokleinstfahrzeuge” können nicht nur jede Menge Spaß machen, sondern vor allem in StĂ€dten auch dazu beitragen, neue Formen der MobilitĂ€t zu entwickeln. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer betont: “Wir wollen neue Wege moderner, umweltfreundlicher und sauberer MobilitĂ€t in unseren StĂ€dten. E-Roller haben ein enormes Zukunftspotenzial.” TatsĂ€chlich sind die leichten und kleinen Fahrzeuge beispielsweise bequem in Bus und Bahn zu transportieren.

Gegenseitige RĂŒcksichtnahme im Stadtverkehr sehr wichtig

Thorsten Rechtien, Kfz-Experte von TÜV Rheinland, ergĂ€nzt: “Bei der Benutzung von E-Scootern darf die Sicherheit nicht auf der Strecke bleiben. Auch wenn es nicht vorgeschrieben ist, empfehlen wir, beim Rollerfahren immer einen Helm zu tragen.” Der Grund: 20 km/h ist ein relativ hohes Tempo fĂŒr ein kleines GefĂ€hrt, wenn der E-Scooter auf der Straße oder dem Radweg mitschwimmt.

Der Fachmann erinnert darĂŒber hinaus nochmals generell an den ersten Paragraphen der Straßenverkehrsordnung. Dort heißt es: “Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschĂ€digt, gefĂ€hrdet oder, mehr als nach den UmstĂ€nden unvermeidbar, behindert oder belĂ€stigt wird.” Dies gelte eben auch unabhĂ€ngig vom Alter des Fahrers und unabhĂ€ngig vom jeweiligen Fahrzeug, so Rechtien. Sein Tipp: “Sinnvoll ist es in jedem Fall, den Umgang mit dem E-Scooter in einem geschĂŒtzen Raum zu ĂŒben. Ziel ist es, den Elektroroller auch in unvorhergesehenen Situationen sicher beherrschen zu können.”

Original-Content von: TÜV Rheinland AG, ĂŒbermittelt durch news aktuell

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