Fahrrad & E-Bike: Nachhaltigkeit nicht kaufentscheidend, aber ausschlaggebend

Lastenrad

Fahrrad- statt Autofahren ist eine wirkungsvolle Maßnahme in Dingen Nachhaltigkeit. Erfreulich daher, dass laut einer Studie des Sachversicherers Wertgarantie Fahrrad und E-Bike in der Alltagsmobilität angekommen sind.

Hannover (ots) – Fahrrad- statt Autofahren ist eine wirkungsvolle Ma√ünahme in Dingen Nachhaltigkeit. Erfreulich daher, dass laut einer Studie des Sachversicherers Wertgarantie Fahrrad und E-Bike in der Alltagsmobilit√§t angekommen sind. Beim Kauf eines Bikes allerdings spielen √∂kologische und soziale Aspekte eine untergeordnete Rolle. Nur f√ľr rund 14 Prozent war Nachhaltigkeit zuletzt kaufentscheidend. Ausschlaggebend k√∂nnte bei zuk√ľnftigen Bike-K√§ufen aber der Einsatz von recycelten Materialien sein.

Zu den Top-Entscheidungskriterien geh√∂rte Nachhaltigkeit beim letzten Fahrrad und E-Bike Kauf nicht. Laut einer Befragung von rund 1.500 Fahrrad und E-Bike Fahrenden war Nachhaltigkeit nur f√ľr 14 Prozent unter den kaufentscheidenden Aspekten (Wertgarantie, 2023). Die Produktion in Europa war f√ľr 10,5 Prozent der Befragten entscheidungsrelevant.

Gesamt gesehen fällt die Kaufentscheidung weiterhin preisorientiert aus: 59,9 % schauen in erster Linie aufs Geld. Bei E-Bikes gilt mit 64,4 % das Hauptaugenmerk der Akku-Leistung, allen Zweirad Fahrenden sind mit 54,8 % bzw. 47,8 % zudem Qualität und Fahrkomfort am wichtigsten.

So geht Nachhaltigkeit beim Bike: Wiederverwertet und weiter genutzt

Mit dem Einsatz von nachhaltigen Materialien k√∂nnten Bike Hersteller bei Kaufinteressierten jedoch in Zukunft punkten; 60,3 Prozent der E-Bike und 53,6 Prozent der Fahrrad Fahrenden k√∂nnen sich das bei ihrem n√§chsten Bike vorstellen. Recycelte Materialien (37,5 %) trumpfen dabei solche aus nachwachsenden Rohstoffen (12,7 %). Die Bereitschaft, f√ľr ein nachhaltiges Rad tiefer in die Tasche zu greifen, h√§tte h√∂chstwahrscheinlich ein Drittel aller Befragten.

Auf gut erhaltene Bikes aus zweiter Hand w√ľrden 44,9 Prozent setzen; wobei Potenziale mehr beim Fahrrad als E-Bike Kauf liegen (48,3 % vs. 37,9 %). E-Bike Interessierte k√∂nnten sich wiederum eher ein Abo-Modell, also mieten statt zu kaufen, vorstellen (40,9 %); unter den Fahrradfahrenden stimmten dieser Idee nur 30,8 Prozent zu.

Die nach Alter, Geschlecht und Bundesland bevölkerungsrepräsentative Befragung von 1.519 Fahrrad und E-Bike Fahrenden hat weitere interessante Erkenntnisse zur Nachhaltigkeit rund um Entsorgung, Nutzung und Kauf ergeben:

  1. Fahrrad und E-Bike haben einen hohen Freizeitwert. Aber: Nachhaltige Mobilit√§t mit dem Fahrrad und insbesondere dem E-Bike hat auch im Alltag einen festen Platz. Etwa zur Erledigung von Eink√§ufen (65,6 %), f√ľr die Fahrt zur Arbeit (45,1 %), den Transport von Gegenst√§nden (34,2 %) oder Kindern (18,4 %).
  2. Umweltfreundliche Reinigungs- und Pflegeprodukte werden bei mehr als drei Viertel der E-Bikes eingesetzt (76 %); bei Fahrrädern sind es 67,8 %.
  3. Ma√ünahmen f√ľr die Langlebigkeit des Zweirads werden st√§rker von E-Bike Fahrenden wahrgenommen: 67,3 Prozent der E-Bikes und 49,5 Prozent der Fahrr√§der erhalten monatlich eine Reinigung. W√§hrend eine viertelj√§hrliche Wartung 45,7 Prozent der Fahrr√§der und E-Bikes erfahren, sind E-Bike Fahrende mit 60,3 Prozent gegen√ľber 30,7 Prozent der Fahrradfahrenden eher zu einer Jahresinspektion in einer Fachwerkstatt bereit.
  4. Fast immer werden nicht mehr gebrauchte Bikes umweltvertr√§glich entsorgt bzw. zur Weiternutzung abgegeben, etwa √ľber den Privatverkauf (21,3 %) oder einer Spende (14,4 %). Nur insgesamt 2,5 Prozent gaben an, ein Bike unabgeschlossen abgestellt und gehofft zu haben, dass es mitgenommen werde. Nahezu ein Drittel hat sich √ľberhaupt noch nie von einem Bike getrennt.

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