Autoteile aus Kaffeebohnen: Ford und McDonald’s beschlie√üen Nachhaltigkeits-Kooperation

Autoteile aus Kaffeebohnen

Die Fahrzeugteile ermöglichen eine Gewichtseinsparung von bis zu 20 Prozent und benötigen rund 25 Prozent weniger Energie während des Formprozesses.

CHICAGO/DEARBORN, USA (ots)

  • Ford und McDonald’s haben in den USA eine Nachhaltigkeits-Kooperation verk√ľndet
  • Bestandteile von ger√∂steten Kaffeebohnen sollen in Fahrzeugteilen wie etwa Scheinwerfergeh√§usen eine neue Verwendung finden
  • Basis ist ein neues Verbundmaterial, bestehend aus Schalen der Kaffeebohne und Kunststoff, es ben√∂tigt weniger Energie und erm√∂glicht Gewichtseinsparung Im Zuge einer Kooperation mit McDonald’s in den USA wird Ford einigen Fahrzeugmodellen bald einen Koffeinschub verleihen. Bestandteile von Kaffeebohnen sollen in Bauteilen wie etwa Scheinwerfergeh√§usen verwendet werden. Jedes Jahr fallen beim R√∂sten von Kaffee gro√üe Schalenmengen an, dabei handelt es sich um die getrocknete Haut der Bohnen. Gemeinsam m√∂chten Ford und McDonald’s diesen langlebigen Reststoff nun einem nachhaltigen Zweck zuf√ľhren. Durch starke Erw√§rmung bei niedrigem Sauerstoffgehalt l√§sst sich das Material mit Kunststoff und anderen Additiven vermischen und in Pellets umwandeln, die ihrerseits in verschiedene Formen gebracht werden k√∂nnen.

Das Verbundmaterial erf√ľllt die Qualit√§tsanforderungen f√ľr Teile wie Scheinwerfergeh√§use und zahlreiche weitere Komponenten. Die Fahrzeugteile erm√∂glichen eine Gewichtseinsparung von bis zu 20 Prozent und ben√∂tigen rund 25 Prozent weniger Energie w√§hrend des Formprozesses. Auch die W√§rmeeigenschaften des neuen Werkstoffs sind laut Ford deutlich besser als bei einigen derzeit verwendeten Materialien. Dies ist das erste Mal, dass Ford die Schalen von Kaffeebohnen verwendet, um sie in geeignete Fahrzeugteile umzuwandeln.

“Das Engagement von McDonald’s f√ľr Innovationen hat uns beeindruckt und entsprach unseren eigenen Vorstellungen von nachhaltigem Handeln”, sagte Debbie Mielewski, Ford Senior Technical Leader, Sustainability and Emerging Materials Research Team. “Nachhaltigkeit hat bei Ford seit √ľber 20 Jahren eine hohe Priorit√§t. Und dies ist ein exzellentes Beispiel f√ľr eine wirtschaftlich sinnvolle Kooperation, bei der Materialien branchen√ľbergreifend genutzt werden, die sonst Neben- oder Abfallprodukte w√§ren”.

Es wird erwartet, dass McDonald’s einen erheblichen Teil der anfallenden Kaffee-Reststoffe in Nordamerika an Ford weiterleiten wird, damit daraus Fahrzeugteile entstehen k√∂nnen. “Wie McDonald’s ist auch Ford bestrebt, die Verschwendung zu minimieren, und wir sind immer auf der Suche nach innovativen Wegen, um dieses Ziel zu erreichen”, sagte Ian Olson, Senior Director, Global Sustainability, McDonald’s. “Die Nutzung von Kaffee-Reststoffen als Ressource zeigt, wie Unternehmen gemeinsam innovatives Recycling betreiben k√∂nnen”.

Die Zusammenarbeit mit Ford und McDonald’s ist das j√ľngste Beispiel f√ľr die fortschrittlichen Ans√§tze, die beide Unternehmen in Bezug auf Produkt- und Umweltverantwortung verfolgen. Das Projekt umfasst auch zwei weitere Unternehmen in den USA: Varroc Lighting Systems, das die Scheinwerfer liefert, und Competitive Green Technologies, den Verarbeiter der Kaffee-Reststoffe. Ford hat sich zum Ziel gesetzt, recycelte und erneuerbare Kunststoffe zunehmend in Fahrzeugen zu verwenden.

McDonald’s will Restaurant-Verpackungen bis 2025 vollst√§ndig aus erneuerbaren, recycelten und zertifizierten Quellen beziehen. Au√üerdem entwickelt McDonald’s einen recycelbaren beziehungsweise kompostierbaren Trinkbecher. Die Bem√ľhungen sind Teil der Scale for Good-Initiative, einer globalen Verpflichtung McDonald’s, um positive Ver√§nderungen voranzutreiben. McDonald’s und Ford planen, auch weitere M√∂glichkeiten zur gemeinsamen Nutzung von Reststoffen als Ressource zu erkunden.

Original-Content von: Ford-Werke GmbH, √ľbermittelt durch news aktuell

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