Autopannen: Auf standfeste Warndreiecke achten

Warndreieck

Im Handel tauchen immer wieder Warndreiecke auf, die nicht halten, was sie versprechen. Besonders an Standfestigkeit mangelt es hÀufig.

Köln (ots) – Im Handel tauchen immer wieder Warndreiecke auf, die nicht halten, was sie versprechen. “Besonders an Standfestigkeit mangelt es hĂ€ufig”, darauf weist Thorsten Rechtien hin, Experte von TÜV Rheinland. “Zu leichte Warndreiecke halten z.B. der Druck- oder Sogwelle eines vorbeifahrenden Lkws nicht stand”, weiß der Fachmann. Schwere UnfĂ€lle können die Folge sein.

Bauartgenehmigung wichtig

Der Gesetzgeber schreibt eine Bauartgenehmigung fĂŒr Warndreiecke vor und verlangt umfangreiche PrĂŒfungen. Doch einige Hersteller bringen Produkte in Umlauf, die den zuvor vom Kraftfahrt-Bundesamt genehmigten Proben nicht entsprechen. Verbraucher sollten beim Kauf der SicherheitsausrĂŒstung deshalb genau hinschauen: Moderne Warndreiecke sind sowohl tagsĂŒber als auch nachts gut sichtbar. Am Tag sorgt das fluoreszierende Orange fĂŒr hohe Sichtbarkeit. Nachts dagegen spielen die RĂŒckstrahlwerte der roten Reflektorleisten eine Rolle fĂŒr die Erkennbarkeit. Alle bauartgenehmigten Warndreiecke weisen ein entsprechendes PrĂŒfzeichen auf.

Auch die Standfestigkeit eines Warndreiecks checken die Experten im Windkanal. Neben alten standsicheren AusfĂŒhrungsformen, die mehr als ein Kilogramm wiegen, sind heute konstruktiv gestaltete Warndreiecke erhĂ€ltlich, die deutlich leichter sind. Leichte Warndreiecke ohne aerodynamische Anpassung werden bei PrĂŒfungen im Windkanal als untauglich erkannt und das Kraftfahrt-Bundesamt als zustĂ€ndige Behörde informiert.

Warnwesten schĂŒtzen zusĂ€tzlich

Wer auf Autobahnen oder Schnellstraßen eine Panne hat, schĂŒtzt vernĂŒnftiger Weise nicht nur die Unfallstelle mit einem Warndreieck, sondern macht mit einer Schutzweste auch auf sich selbst aufmerksam. In vielen LĂ€ndern wie z.B. Deutschland, Belgien, Finnland, Italien, Kroatien, Montenegro, Norwegen, Österreich, Portugal, Slowakei, RumĂ€nien und Spanien ist es bereits lĂ€nger Pflicht, entsprechende Westen im Auto mitzufĂŒhren und im Fall der FĂ€lle anzulegen.

TÜV Rheinland testet diese Warnwesten, welche zum Preis von 3,20 Euro an allen Technischen PrĂŒfstellen von TÜV Rheinland erhĂ€ltlich sind. Neben der FunktionalitĂ€t checken die Experten auch die Haltbarkeit. Wie beim Warndreieck sorgt die leuchtende Farbe fĂŒr Sichtbarkeit am Tag. Die reflektierenden Streifen entfalten ihre Wirkung, wenn Sie in der DĂ€mmerung oder bei Nacht von Scheinwerfern angestrahlt werden.

Trotz Warndreieck und Schutzweste empfehlen die TÜV Rheinland Verkehrssicherheitsexperten das Auto bei einer Panne immer zu verlassen und hinter der Leitplanke auf Hilfe zu warten. “Auch bei schlechtem Wetter sollten Fahrer und Insassen abseits der Straße ausharren. Denn stehende Fahrzeuge sind auf Autobahnen und Fernstraßen besonders unfallgefĂ€hrdet”, weiß Thorsten Rechtien.

Original-Content von: TÜV Rheinland AG, ĂŒbermittelt durch news aktuell

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