Abgasskandal: Kunden können Neuwagen verlangen

(PresseBox) Jena, 05.09.2017 Nach einem Urteil des Landgerichts (LG) Regensburg entscheiden immer mehr Gerichte, dass vom Abgasskandal betroffenen Pkw-Fahrer auf der Lieferung eines neuen Pkw bestehen können. Das noch nicht rechtskräftige Urteil (Az.: 7 O 967/16) aus Regensburg besagt, dass der Kunde das Software-Update nicht akzeptieren und die Auslieferung eines mangelfreien Neuwagens verlangen könne. Die BKR Partnerschaftsgesellschaft (www.bkr-law.de) rät Betroffenen statt Software-Update, lieber auf Schadensersatz oder einen Neuwagen zu bestehen und bietet entsprechende Hilfe an.

‚ÄěNat√ľrlich wird √ľber dieses Thema in der √Ėffentlichkeit wenig¬†berichtet‚Äú, sagt Rechtsanw√§ltin Sabrina Kirchner auf Nachfrage.¬†Schlie√ülich g√§be es mittlerweile 72 Gerichtsurteile, in denen die¬†Kunden ihre Fahrzeuge zur√ľckgeben konnten. Und auch neun weitere Urteile,¬†in denen die Autoh√§user ihren Kunden mangelfreie Neufahrzeuge ausliefern¬†mussten, bzw. m√ľssen (Stand: Juli 2017).

Noch immer sei unklar, ob ein Software-Update langfristig negative Folgen¬†f√ľr das Fahrzeug habe. So k√∂nne ein erh√∂hter Spritverbrauch mit dem
Update einhergehen. Verbraucht aber ein Fahrzeug mehr Kraftstoff als beim¬†Verkauf angegeben wurde, habe der Kunde ebenfalls ein Recht zur R√ľckgabe.
‚ÄěDeshalb sprechen sich immer mehr Richter daf√ľr aus, dass der Kunde¬†eine Nachbesserung nicht akzeptieren m√ľsse und damit das Recht auf eine¬†Neulieferung eines mangelfreien Fahrzeugs habe‚Äú, so Rechtsanw√§ltin¬†Sabrina Kirchner.

Die BKR Rechtsanw√§lte raten deshalb dazu, sich mit einem Software-Update¬†nicht zu begn√ľgen und bieten tatkr√§ftige Hilfe an. F√ľr Kunden, die eine¬†Rechtsschutzversicherung haben, holt die Kanzlei zun√§chst eine¬†Deckungszusage f√ľr den Mandanten ein, so dass er keinerlei Kostenrisiko¬†tr√§gt.

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