60 Jahre Volvo in Deutschland

Volvo P122 „Amazon“ (links) und Volvo PV544 „Buckel Volvo“, 1958

60 Jahre Volvo in Deutschland

Eine Erfolgsgeschichte innovativer Sicherheitstechnik.

  • 1958 Vertriebsstart in Deutschland mit den Modellen Volvo PV444 und Volvo P120

  • Von Anfang an zukunftsweisende Sicherheitstechnik in skandinavischem Design

  • 2017 viertes Wachstumsjahr in Folge – VerkĂ€ufe seit 2013 um 50 Prozent gestiegen   

Köln. Volvo feiert ein rundes JubilĂ€um in Deutschland: Vor 60 Jahren eröffnete der bereits 1927 in Schweden gegrĂŒndete schwedische Premium-Hersteller in Frankfurt am Main seine erste Vertriebszentrale fĂŒr den anspruchsvollen europĂ€ischen Markt. Es waren zwei legendĂ€re Modelle, mit denen der Start ins Deutschland der Wirtschaftswunderzeit gewagt wurde: Der von seinen Fans liebevoll „Buckel Volvo“ genannte Volvo PV444 und der elegante Volvo P120 Amazon. Beide prĂ€gten das Image sicherer, formvollendeter und langlebiger Modelle aus Skandinavien und legten den Grundstein fĂŒr eine nachhaltige Erfolgsgeschichte von Volvo in Deutschland.

Seine frĂŒhe FĂŒhrungsrolle bei der Fahrzeugsicherheit stellte Volvo unter Beweis, als die Modelle Volvo PV544 und Volvo P120 Amazon bereits im Jahr 1959 als weltweit erste Pkw mit serienmĂ€ĂŸigen Dreipunkt-Sicherheitsgurten ausgerĂŒstet wurden. Keine andere Sicherheitsausstattung ist bis heute so wichtig. SchĂ€tzungen zufolge wurde der Dreipunkt-Sicherheitsgurt bisher schon fĂŒr ĂŒber eine Million Menschen zum Lebensretter.

Als Alternative zu traditionellen Premium-Herstellern positionierte sich die schwedische Marke auch durch richtungsweisende Modelle in stilprĂ€genden Formen. So zeigte der Volvo P120 Amazon unvergĂ€ngliche Eleganz in einer Epoche modischer Schnelllebigkeit. Vollkommen unaufgeregt mit klaren kantigen Linien prĂ€sentierte sich dagegen 1966 der Volvo 140. In Deutschland konnte das unter dem Slogan „Sicherheit aus Schwedenstahl“ beworbene Volvo Modell die Volvo Verkaufszahlen vervielfachen. Weitsichtig hatte die damalige Volvo GmbH schon 1965 ihren Sitz von Frankfurt in eine neue Importzentrale im benachbarten Dietzenbach verlegt. Wurden 1965 nur 1.168 Volvo zugelassen, gelang es den Schweden mit dem Volvo 140 und dem 1968 lancierten Flaggschiff Volvo 164, erstmals die Marke von 10.000 Neuzulassungen zu ĂŒberspringen.

Volvo in den 1970er Jahren: Skandinavischer Stil fĂŒr neue Segmente

Ob Mode, Musik oder Design – Schweden galt in den 1970er Jahren als Zentrum der KreativitĂ€t und Volvo als einer der innovativsten Automobilhersteller des Premium-Segments. So ĂŒberraschte Volvo die Sportwagenszene 1971 mit dem Volvo 1800 ES mit extravagantem Kombiheck und glĂ€serner Heckklappe und in der Kompaktklasse sorgte ab 1976 der Volvo 343 fĂŒr Aufsehen.

VielfĂ€ltig und vor allem sicher wie nie zuvor war aber vor allem das Portfolio der in kantigen Konturen gezeichneten großen Volvo fĂŒr Familie, Freizeit und Business. Diente zu Beginn des Jahrzehnts die Sicherheitsausstattung des Volvo 140 dem Bundesverkehrsministerium zum Vorbild, um ein Lastenheft fĂŒr Sicherheitsfahrzeuge von Morgen zu entwickeln, avancierte die 1974 eingefĂŒhrte Weiterentwicklung Volvo 240 sogar international zu einem Referenzfahrzeug der Sicherheitsforschung. Mit fast 25.000 Zulassungen erzielte Volvo 1978 in der Bundesrepublik einen neuen Bestwert, außerdem wurde der Volvo 240 nun auch in der DDR angeboten.

Volvo in den 1980er Jahren: Fest verankert im Premium-Segment

Weder die ersten serienmĂ€ĂŸigen Drei-Wege-Katalysatoren mit Lambda-Sonde noch starke Turbo-Benziner konnten zu Beginn des Jahrzehnts rĂŒcklĂ€ufige Volvo Verkaufszahlen in Deutschland verhindern. Erst die endgĂŒltige Positionierung als Premium-Marke fĂŒhrte Volvo zurĂŒck zum Erfolg. Dazu lancierten die Schweden vollkommen neue reprĂ€sentative Flaggschiffmodelle, bestehend aus den Sechszylinder-Typen Volvo 760 und dem 1984 prĂ€sentierten Volvo 740. In der kompakten Premiumklasse punktete Ende der 1980er Jahre der Volvo 440 als erster fĂŒnftĂŒriger Volvo mit Frontantrieb und sportivem Fahrwerkslayout.

Volvo in den 1990er Jahren: Vielseitigkeit von ihrer dynamischsten Seite

Noch von Dietzenbach aus baute Volvo zĂŒgig ein Vertriebsnetz in den neuen BundeslĂ€ndern auf, zog im Jahr 1994 nach BrĂŒhl und nicht einmal ein Jahr danach wurde der deutsche Firmensitz im Jahr 1995 in die Automobilstadt Köln verlegt. Nur drei Jahre spĂ€ter verzeichnete Volvo mit 42.267 Neuzulassungen und 1,1 Prozent Marktanteil das bis dahin beste Ergebnis. Den Sprung nach vorn verdankte Volvo vor allem einer neuen Baureihe, dem revolutionĂ€ren Volvo 850. Als erstes Modell der schwedischen Premium-Marke kombinierte der Volvo 850 ein dynamisches Frontantriebslayout mit quer eingebauten FĂŒnfzylindermotoren fĂŒr sportive Fahrleistungen. Ebenfalls dabei neue Sicherheitstechniken wie der Seitenaufprallschutz SIPS und Seitenairbags.

Volvo im 21. Jahrhundert: Formvollendet sicher unterwegs in die Welt von morgen

Sind bis zur Jahrtausendwende vor allem Kombis ein Markenzeichen von Volvo, ĂŒbernehmen die Schweden nun auch eine FĂŒhrungsrolle bei den Premium-SUV. Als Trendsetter fĂŒr Vielseitigkeit, Sicherheit und Effizienz schreiben der Volvo XC90 (ab 2002) und der Volvo XC60 (ab 2008) eine Erfolgsgeschichte im wachsenden SUV-Segment. Heute sind es mit dem neuen Volvo XC40 bereits drei SUV-Baureihen in skandinavischem Design, mit denen die Premium-Marke ihre SUV-Kompetenz unter Beweis stellt. Aber auch mit den 2016 vorgestellten Modellen der Volvo 90er Familie und der in diesem Jahr folgenden neuen Generation der Volvo 60er Baureihe unterstreicht der Premium-Hersteller seine FĂŒhrungsrolle bei Sicherheit, QualitĂ€t, Design und Umweltschutz.

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