Wintercaravans: Vier Modelle im ADAC Test

Caravans im ADAC Test

Die Anschaffung eines Wintercaravans kann fĂŒr hĂ€ufige Wintercamper durchaus Sinn machen. Das ist das Ergebnis eines Tests.

MĂŒnchen (ots) – Die Anschaffung eines Wintercaravans kann fĂŒr hĂ€ufige Wintercamper durchaus Sinn machen. Das ist das Ergebnis eines Tests, bei dem der ADAC vier Caravans mit spezieller WinterausrĂŒstung wie besonders starken Heizungen oder einer besseren DĂ€mmung untersuchte. Hintergrund ist die wachsende Beliebtheit von Wintercamping. Nach Angaben des Bundesverbandes Campingwirtschaft Deutschland (BVCD) stieg die Zahl der Übernachtungen allein in Deutschland auf 1,3 Millionen Übernachtungen und damit um 94 Prozent gegenĂŒber der Wintersaison 2011/2012.

Die vom ADAC getesteten Modelle sind – was die Wintertauglichkeit betrifft – Standardmodellen ĂŒberlegen: Die vier Kandidaten Adria Alpina 663 UK, Fendt Diamant 560 SG, Hymer Eriba Nova SL 530 sowie Knaus SĂŒdwind 650 UDF Scandinavian Selection erhielten alle das ADAC Urteil “gut”. Sie ĂŒberzeugen aber nicht nur als Winterspezialisten, sondern punkten auch mit ihrer Ausstattung und WohnqualitĂ€t. Angesichts von Preisen bis zu 37.400 Euro darf das allerdings durchaus vorausgesetzt werden.

Im Einzelnen kann das Modell von Fendt mit seiner Luftheizung ĂŒberzeugen, dank derer die Aufheizungsdauer signifikant geringer ausfĂ€llt als bei den drei ĂŒbrigen Caravans und dem ReferenzgefĂ€hrt, einen handelsĂŒblichen Sommercaravan. Der Hymer hingegen kĂŒhlt deutlich langsamer aus.

Die KĂ€ltetests offenbarten aber auch SchwĂ€chen: So sind die integrierten TemperaturfĂŒhler der untersuchten Caravans oft trĂ€ge und ungenau. Allein der Knaus konnte hier realistische Daten liefern. Abhilfe lĂ€sst sich zum GlĂŒck meist schaffen: In den UntermenĂŒs der Heizungsbedienungen kann man einen Temperaturoffset einstellen und damit einen Abgleich machen.

Nach Ansicht der ADAC Experten lohnt sich die Anschaffung eines Wintercaravans fĂŒr diejenigen, die in der kalten Jahreszeit hĂ€ufig mit dem Caravan unterwegs sind. Wer nur gelegentlich campt, kommt mit einem herkömmlichen Modell gut zurecht, muss aber höhere Kosten fĂŒr Gas und Strom einkalkulieren und Maßnahmen gegen Eis im Abwassertank ergreifen.

FĂŒr Wintercamper hat der ADAC die wichtigsten Tipps zusammengestellt: Wasserheizungen regeln die Temperatur mit geringeren Schwankungen als eine Luftheizung, dazu leiser und zugfrei. Wer Wert auf eine besonders angenehme WĂ€rme legt und mit der lĂ€ngeren Aufheizdauer leben kann, ist damit gut beraten. Eine Fußbodenheizung erhöht den Komfort und kann den Caravan schneller auf Temperatur bringen. Und gedĂ€mmte oder gar im Innenraum verbaute Wassertanks sind in sehr kalten Regionen extrem hilfreich. Wichtig: Auf den rein elektrischen Betrieb der Wasserheizungen sollte nur im Notfall zurĂŒckgegriffen werden, denn damit wird es schnell teuer.

Beim ADAC Test wurden die Wintertauglichkeit, der Wohn- und Schlafbereich, die Elektronik und Technik untersucht. Um die Wintertauglichkeit zu ermitteln, wurde ein KĂ€ltetest in Anlehnung an die DIN EN 1645 durchgefĂŒhrt. Bei der Ausstattung waren die zentralen Kriterien Sicherheit und Nutzbarkeit. Die kompletten Testergebnisse finden Sie unter www.adac.de/wintercaravan.

Original-Content von: ADAC, ĂŒbermittelt durch news aktuell

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