Wenn das Auto tiefer liegt – Höher oder tiefer nur nach verpflichtenden Vorgaben

Wenn das Auto tiefer liegt

FĂŒr “höher” oder “tiefer” gelegte Fahrzeuge gelten klare Vorschriften. Die KÜS gibt hierzu wichtige RatschlĂ€ge.

Losheim am See (ots) – Tieferlegungen oder auch die Erhöhung des Fahrzeugaufbaus, etwa bei GelĂ€ndewagen, sind mit die hĂ€ufigsten am Serienfahrzeug vorgenommenen Änderungen. Doch auch fĂŒr “höher” oder “tiefer” gelten klare Vorschriften. Die KÜS gibt hierzu wichtige RatschlĂ€ge.

Das Ganze beginnt mit der Änderung am Fahrwerk. Straffer oder komfortabler gegenĂŒber der Serie soll es werden, so lautet meist der Anspruch. Wird ordentlich gearbeitet, so hat man die Änderung der Fahrdynamik und auch den ausreichenden Abstand der RĂ€der zu den angrenzenden Bauteilen im Blick. Ein hĂ€ufiges VersĂ€umnis ist allerdings die Nichtbeachtung der Mindesthöhen.

FĂŒr die Beleuchtungseinrichtungen gibt es Vorgaben. Die EU-Norm definiert die Mindesthöhe von Schluss- und Bremsleuchten bei mindestens 35 Zentimetern und die der Abblendscheinwerfer sogar bei 50 Zentimetern. Andere lichttechnische Einrichtungen wie Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfer oder RĂŒckstrahler mĂŒssen noch eine Höhe von mindestens 25 Zentimetern haben.

Wie aber misst man die richtige Höhe der Leuchten am Fahrzeug? Es ist nicht die Höhe der GehÀuseabschlusskante der jeweiligen Leuchte, sondern deren niedrigster Punkt des tatsÀchlichen Lichtaustrittes, entweder am Reflektor oder der Projektionslinse zum Boden. Die Polizei misst bei Kontrollen hier genau nach, ganz abgesehen von der VerkehrsgefÀhrdung durch die Blendung des Gegenverkehrs bei Leuchten mit hoher LichtintensitÀt.

GelĂ€ndewagen werden hĂ€ufig in der Höhe verĂ€ndert. Dass es dabei zu einem Dachcrash an der Parkhauseinfahrt kommen kann, ist eine der unangenehmen Nebenerscheinungen. Bei solchen Tuningmaßnahmen ist normalerweise immer eine Änderungsabnahme, inklusive einer Bestimmung der neuen Fahrzeughöhe und deren Übernahmen in die Zulassungsdokumente nötig. Überwachungsorganisationen wie die KÜS fĂŒhren diese durch.

NatĂŒrlich gibt es auch FahrwerksĂ€nderungen mit einer Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE), wo keine Änderungsabnahmen notwendig sind. Die KÜS mahnt hier zur Vorsicht, da dies von den jeweiligen Auflagen abhĂ€ngt und nicht pauschal bei dieser PrĂŒfzeugnisart so ist. Der ZulĂ€ssigkeitsnachweis ist bei nicht abnahmepflichtigen Änderungen so lange ĂŒber die mitzufĂŒhrende ABE gegeben, wie keine gegenseitige Beeinflussung mit weiteren Änderungsmaßnahmen vorliegt. Mit einer stĂ€rker abweichenden Rad-/Reifenkombination zur Serie wird allerdings immer eine Änderungsabnahme notwendig. Hier geht es dann darum, Kontakte der Reifen mit angrenzenden Bauteilen auszuschließen.

Und die Höhe fĂŒr die Anbringung des Fahrzeugkennzeichens? Auch hierfĂŒr gibt es klare Vorgaben. Beim Kennzeichen am Fahrzeugheck muss der untere Rand mindestens 30 Zentimeter von der FahrbahnoberflĂ€che entfernt sein, vorne sind 20 Zentimeter vorgeschrieben. Hierauf muss bei der Tieferlegung ebenfalls geachtet werden.

Die KÜS bietet ĂŒber ihre Partner in ganz Deutschland Beratung in Sachen Tuning an. Es empfiehlt sich, vor einem Kauf eines Änderungsteils und dem Umbau den Rat eines PrĂŒfingenieurs einzuholen. Dies erspart unter UmstĂ€nden viel Geld und jede Menge Ärger.

Original-Content von: KÜS-BundesgeschĂ€ftsstelle, ĂŒbermittelt durch news aktuell

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