Versicherungstipp: Wenn das Reh plötzlich vors Auto springt

Reh

Allein geschätzte 2,5 Millionen Rehe sind hierzulande heimisch und jedes Jahr stoßen Autofahrer mit so manchem Tier ungewollt zusammen.

Saarbr√ľcken (ots)

  • Im Fr√ľhjahr √ľberqueren wegen der Nahrungs- und Partnersuche wieder vermehrt Rehe die Stra√üen.
  • Die Gefahr von Wildunf√§llen ist deshalb im April und Mai besonders hoch. CosmosDirekt gibt Tipps, wie man sie m√∂glichst vermeidet und was im Ernstfall zu tun ist.

Reh, Wildschwein und Fuchs z√§hlen zu den h√§ufigsten Wildtierarten in Deutschland. Allein gesch√§tzte 2,5 Millionen Rehe[1] sind hierzulande heimisch und jedes Jahr sto√üen Autofahrer mit so manchem Tier auf Stra√üen in der N√§he von W√§ldern oder Feldern ungewollt zusammen. Besonders hoch ist das Risiko in den Fr√ľhlingsmonaten: Denn die meisten Wildunf√§lle ereignen sich in April und Mai, wenn Jungtiere auf Nahrungs- und Partnersuche die Fahrbahn queren. Insgesamt z√§hlt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) f√ľr das Jahr 2021 rund 284.000 Wildunf√§lle und eine Schadensh√∂he von insgesamt mehr als 940 Millionen Euro.[2] Wie man Wildunf√§llen vorbeugt, bei einem Zusammensto√ü richtig reagiert und welche Versicherung einspringt, erkl√§rt Frank B√§rnhof, Versicherungsexperte von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland.

WILDUNF√ĄLLEN VORBEUGEN

Besonders in der Morgen- und Abenddämmerung ist in der Nähe von Feldern und Wäldern mit Wildtieren zu rechnen, da diese zu diesen Tageszeiten besonders aktiv sind. Daher sollte man als Autofahrer die Warnschilder vor Wildwechsel beachten, vorausschauend fahren und die Geschwindigkeit anpassen. Denn bei 100 km/h beträgt der normale Bremsweg 100 Meter und bei 60 km/h nur 36 Meter. Sieht man bereits von weitem, dass ein Tier reglos an oder auf der Fahrbahn steht, sollte man das Fernlicht abblenden, kontrolliert bremsen und versuchen, das Tier durch Hupen zu verscheuchen. Lässt sich ein Zusammenstoß nicht mehr vermeiden, kann unter Umständen ein abruptes Ausweichmanöver sehr riskant sein. Eine Kollision mit einem Baum oder einem anderen Verkehrsteilnehmer kann noch gefährlicher sein als der Zusammenprall mit einem Wildtier.

WIE VERHALTE ICH MICH NACH EINEM WILDUNFALL?

  • Unfallstelle sichern: Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen.
  • Polizei benachrichtigen. Eine Wildunfallbescheinigung stellt die Polizei, der F√∂rster oder der Jagdp√§chter aus.
  • Verletztes oder totes Tier nicht anfassen: Der F√∂rster oder Jagdp√§chter k√ľmmert sich um die Bergung des Tieres.
  • F√ľr eine schnelle Bearbeitung des Schadens ist es hilfreich, Fotos vom Fahrzeug, Unfallort und dem Tier zu machen.
  • Den Versicherer anrufen und den Schaden melden, bevor die Wildspuren am Fahrzeug entfernt werden oder dieses repariert, verschrottet oder verkauft wird.[3]

DER RICHTIGE VERSICHERUNGSSCHUTZ

Ist es zu einem Wildunfall gekommen, springt die Teilkaskoversicherung ein. Sie kommt f√ľr Sch√§den am eigenen Auto auf, wenn sie durch eine Kollision mit sogenanntem Haarwild – Wildschweine, Rehe, Hirsche, F√ľchse oder Hasen – entstanden sind. Unf√§lle mit Rindern, Pferden, Schafen oder Ziegen sind jedoch nicht durch jede Teilkasko abgedeckt. “Versicherte sollten pr√ľfen, welche Leistungen ihre Police beinhaltet”, empfiehlt Frank B√§rnhof. “Gut gesch√ľtzt ist man mit einem erweiterten Wildschaden-Schutz, der beim Zusammensto√ü mit Tieren aller Art greift.”

[1] Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung: https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/reh

[2] Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.: https://ots.de/IlDDV3

[3] Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.: https://ots.de/8Lidlg

 

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