Immer mehr WildunfÀlle: ACV warnt vor erhöhtem Risiko zur Zeitumstellung

Wildunfall

Die Zahl der WildunfĂ€lle ist so hoch wie nie zuvor. 2019 ereigneten sich fast 300.000 solcher ZusammenstĂ¶ĂŸe, das sind 27.000 mehr als im Vorjahr.

Köln (ots) – Die Zahl der WildunfĂ€lle ist so hoch wie nie zuvor. 2019 ereigneten sich fast 300.000 solcher ZusammenstĂ¶ĂŸe, das sind 27.000 mehr als im Vorjahr. Zur Zeitumstellung am 25. Oktober wird das Risiko noch einmal deutlich steigen. Trotzdem unterschĂ€tzen viele Autofahrer die Gefahr. Der ACV setzt mit einer Kampagne auf PrĂ€vention: Ziel ist es, mit einem aufrĂŒttelnden Video speziell bei jungen Fahrern ein Gefahrenbewusstsein zu entwickeln.

Wenn im Herbst die Felder abgeerntet sind und die Zeitumstellung unseren Tagesrhythmus verĂ€ndert, dann wirkt sich das auch auf Wildtiere aus: Hirsche, Rehe und Wildschweine suchen nach Deckung und sind mehr unterwegs als ĂŒblich – auch auf den Straßen, die ihren Lebensraum zerschneiden. Das hat oft dramatische Folgen: Rund 295.000 ZusammenstĂ¶ĂŸe pro Jahr meldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Statistisch gesehen bedeutet dies jeden Tag 800 WildunfĂ€lle. Trotzdem unterschĂ€tzen viele Autofahrer die Gefahr.

Hier setzt die Kampagne an mit dem Titel “Tiere kennen keine Verkehrsregeln”. Der ACV Automobil-Club Verkehr und der Deutsche Jagdverband haben sie 2019 gemeinsam ins Leben gerufen, Initiatoren sind Diana Kaiser und Mareike Schlösser. Der Schwerpunkt liegt auf PrĂ€vention. Speziell junge Fahrer und FahrschĂŒler sollen fĂŒr die Gefahr durch WildunfĂ€lle sensibilisiert werden. Im Mittelpunkt steht der Vergleich mit afrikanischen Wildtieren. Die Kraft von zirka fĂŒnf Tonnen wirkt auf das Fahrzeug ein, wenn es bei 60 Kilometern pro Stunde zu einem Zusammenstoß mit einem Rothirsch kommt. Diese enorme Wucht wird durch das einprĂ€gsame Motiv eines ausgewachsenen Elefanten veranschaulicht.

Multimediales Konzept

Neben einer Webseite und Informationsmaterialien umfasst die Kampagne den Spot “Wie schwer ist ein Elefant?”. Darin wird die Geschichte eines jungen Autofahrers erzĂ€hlt, der ohne jegliches Gefahrenbewusstsein in einen dĂŒsteren Wald fĂ€hrt und alle Warnsignale am Straßenrand ignoriert. Plötzlich kommt es zum Zusammenstoß. Zu den Inhalten der Webseite gehören auch Tipps zur Unfallvermeidung, etwa “Gekonnt verjagen”, “Gefahrenzonen erkennen” oder “Geschwindigkeit anpassen”. Zum Datum der Zeitumstellung am 25. Oktober wird das Unfallrisiko wieder steigen. Denn der Berufsverkehr verschiebt sich um eine Stunde und fĂ€llt so in die DĂ€mmerung, wĂ€hrend der die Wildtiere wie gewohnt unterwegs sind. Zu den UnterstĂŒtzern der Kampagne zĂ€hlen der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Bundesvereinigung der FahrlehrerverbĂ€nde. Weitere Partner sind die Filmproduktionsfirma Butterfilm und die Bergische UniversitĂ€t Wuppertal. Der Spot wird auf der Kampagnen-Webseite gezeigt: www.wildunfall-vermeiden.de

Original-Content von: ACV Automobil-Club Verkehr, ĂŒbermittelt durch news aktuell

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