Verjährung bei VW zum 31.12.2018

Unternehmen sollten Anspr√ľche bei abgasmanipulierten Dieseln pr√ľfen lassen

Verjährung bei VW zum 31.12.2018.

Hamburg (ots) – “Unternehmen, die Autoflotten von abgasmanipulierten Dieselfahrzeugen unterhalten, sollten die Geltendmachung von Schadensersatzanspr√ľchen gegen den jeweiligen Hersteller anwaltlich pr√ľfen lassen”, empfiehlt der Hamburger Fachanwalt Peter Hahn. “Dieselfahrer wissen, wie schwer es ist, ein Dieselfahrzeug aktuell zu verkaufen und einen angemessenen Preis zu erzielen. Besitzer von teuren Premium-Fahrzeugen von Audi, Porsche, Mercedes und BMW sind ganz besonders von den erheblichen Wertverlusten betroffen. Sie berichten von erschreckend niedrigen Preisen, die ihnen angeboten werden und die durch den normalen Wertverlust der Fahrzeuge nicht erkl√§rbar sind.

Unternehmen mit Autoflotten verschenken viel Geld, wenn sie m√∂glicherweise aus falscher R√ľcksichtnahme gegen Hersteller von abgasmanipulierten Dieselfahrzeugen keine Anspr√ľche geltend machen. Viele Unternehmen wissen auch nicht, dass ihnen auch bei bereits beendeten Leasingvertr√§gen Schadensersatzanspr√ľche zustehen k√∂nnen, die sich rechnen”, so Hahn.

“Die Geltendmachung von Schadensersatz gegen den Hersteller eines abgasmanipulierten Dieselfahrzeuges, das betrieblich geleast wurde, ist f√ľr ein Unternehmen in der Regel sehr attraktiv. Die Leasingnehmerin wei√ü in der Regel nicht, dass ihr Schadensersatzanspr√ľche bei laufenden bzw. beendeten Leasingvertr√§gen zustehen. Wenn das Fahrzeug nach Ende der Vertragslaufzeit zur√ľckgegeben worden ist, kann das Unternehmen Leistungsanspr√ľche gegen den Hersteller geltend machen. Dabei kann es als Schaden die erbrachten Leasingraten abz√ľglich eines relativ geringen Wertersatzes f√ľr gefahrene Kilometer verlangen. Vor bundesdeutschen Zivilgerichten haben die Hersteller von Dieselfahrzeugen mittlerweile kein leichtes Spiel mehr: Viele Landgerichte haben bereits Volkswagen wegen vors√§tzlicher sittenwidriger Sch√§digung zu Schadenersatz verurteilt. Viele Verfahren werden erst- bzw. sp√§testens zweitinstanzlich zu guten Konditionen verglichen. Auch in Deutschland ist es m√∂glich, finanzielle Kompensation f√ľr erlittene Sch√§den beim Abgasskandal zu erhalten”, sagt Hahn weiter.

“Grunds√§tzlich k√∂nnen Unternehmen die normale Sachm√§ngelgew√§hrleistung gegen√ľber dem Vertragsh√§ndler innerhalb von zwei Jahren bei Neufahrzeugen oder deliktische Schadensersatzanspr√ľche gegen den Hersteller geltend machen. Dabei muss ein Mangel unmittelbar nach Erkennen des m√∂glichen Fehlers gem. ¬ß 377 HGB gegen√ľber dem Verk√§ufer angezeigt werden. Bei Anspr√ľchen zumindest von Unternehmen wegen bereits zur√ľckgegebener Leasingfahrzeuge aus einer Autoflotte macht zur Risikominimierung auch eine Prozessfinanzierung Sinn. Unsere Kanzlei steht diesbez√ľglich mit verschiedenen Prozessfinanzierern in Gesch√§ftskontakt. Schadensersatzanspr√ľche gegen VW m√ľssen bis zum 31.12.2018 geltend gemacht und wirksam gehemmt werden. Eine Anspruchsanmeldung nach dem neuen Musterverfahrensgesetz ist f√ľr Unternehmen nicht vorgesehen”, erg√§nzt Hahn. Eins ist sicher: Betroffene Unternehmen m√ľssen selbst aktiv werden. Politik und Verwaltung werden ihnen wohl nicht zur Hilfe kommen”, meint Hahn abschlie√üend. Weitere aktuelle Informationen erhalten Sie unter: https://wertverlust-diesel.de

Original-Content von: Hahn Rechtsanw√§lte PartG mbB, √ľbermittelt durch news aktuell

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