Toyota prÀsentiert weiterentwickelten Brennstoffzellen-Lkw

Toyota prÀsentiert Brennstoffzellen-LKW

Toyota prÀsentiert weiterentwickelten Brennstoffzellen-Lkw

Höhere Alltagstauglichkeit und grĂ¶ĂŸere Reichweite.

  • BewĂ€hrter Brennstoffzellenantrieb fĂŒr schadstofffreien Betrieb
  • Erprobung ab Herbst im GĂŒter- und Frachtverkehr
  • Teil der Toyota Environmental Challenge 2050

Toyota macht den nĂ€chsten Schritt auf dem Weg zum schadstofffreien Fracht- und GĂŒterverkehr: Der japanische Automobilhersteller hat jetzt die Weiterentwicklung eines schweren Brennstoffzellen-Lkw vorgestellt. Der „Beta“-Truck, der Teil eines großangelegten Pilotversuchs ist, fĂ€hrt bis zu 300 Meilen (482 Kilometer) mit nur einer TankfĂŒllung.

Neben der um 100 Meilen (161 Kilometer) höheren Reichweite bietet die Neuauflage eine grĂ¶ĂŸere Alltagstauglichkeit und bessere ManövrierfĂ€higkeit. Hierzu tragen unter anderem eine zusĂ€tzliche Schlafkabine sowie eine neuartige Kraftstoff-Unterbringung bei, wodurch die Fahrerkabine vergrĂ¶ĂŸert werden konnte, ohne den Radstand zu verlĂ€ngern.

Mit dem sogenannten „Project Portal“ testet Toyota bereits seit April 2017 einen wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellenantrieb speziell fĂŒr schwere Lkw, der einen nahezu lautlosen und schadstofffreien GĂŒterverkehr ermöglichen soll. Mehr als 16.000 Testkilometer wurden seitdem im Rahmen des GĂŒterumschlags in und um die kalifornischen HĂ€fen von Long Beach und Los Angeles abgespult.

Der „Alpha“-Truck entwickelt mehr als 670 PS und ein maximales Drehmoment von fast 1.800 Nm. Möglich machen dies zwei Brennstoffzellen-Stacks, die auch bereits in der Limousine Mirai (Kraftstoffverbrauch Wasserstoff kombiniert 0,76 kg/100 km; Stromverbrauch kombiniert 0 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 0 g/km) zum Einsatz kommen, sowie eine 12 kWh starke und somit relative kleine Batterie. Wie beim Pkw-Modell entsteht als Emission lediglich Wasserdampf.

Die „Beta“-Version bleibt diesen Tugenden treu – bei verbesserter Reichweite und Modifikationen in anderen SchlĂŒsselbereichen. Im Herbst startet die Erprobungsphase. „Durch die Evaluierung des ersten Lkw in unseren Testanlagen und auf den realen Straßen im Gebiet von Los Angeles haben wir eine Liste von Verbesserungen fĂŒr die Produktion und Leistung des Beta-Lkw ausgearbeitet“, sagte Andrew Lund, Chefingenieur des Projekts. „Nachdem der erste Lkw die grundsĂ€tzliche Machbarkeit bewiesen hatte, brauchten wir etwas, dass nicht nur besser als das erste Modell ist, sondern auch besser kommerziell nutzbar.“

Das Potenzial ist groß: Allein in den HĂ€fen von Long Beach und Los Angeles sind mehr als 16.000 Lkw im Einsatz, bis 2030 wird sich diese Zahl verdoppeln. Sie beeintrĂ€chtigen Klima und LebensqualitĂ€t durch Schadstoff- und GerĂ€uschemissionen konventioneller Verbrennungsmotoren. Brennstoffzellen-Lkw begegnen diesem Problem und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Toyota Environmental Challenge 2050, mit der die CO2-Emissionen sowohl der Toyota Modelle als auch im gesamten GeschĂ€ftsbetrieb deutlich reduziert werden sollen.

Toyota hatte unlĂ€ngst den Bau des weltweit ersten Brennstoffzellen-Kraftwerks zur Stromerzeugung im Megawatt-Bereich angekĂŒndigt: Die „Tri-Gen“ genannte Anlage im Hafen von Long Beach soll nicht nur ElektrizitĂ€t produzieren, sondern auch Wasser und Wasserstoff aus Bio-AbfĂ€llen, sowie eine der grĂ¶ĂŸten Wasserstoff-Tankstellen beherbergen.

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