Tausend Tage bis zu einer neuen Farbe

Tausend Tage bis zu einer neuen Farbe

Tausend Tage bis zu einer neuen Farbe

„Die Kreation einer neuen Farbe ist ein Insider-Job“, sagt Jordi Font, der bei der SEAT S.A. die Abteilung Color & Trim leitet.

„Farben werden täglich komplexer“

Die Farben werden im Labor gemischt – eine Arbeit, die im Grunde reine Chemie ist. Bei der Farbpalette für den SEAT Arona* etwa „haben wir 50 verschiedene Pigmente und Metallpartikel zusammengemischt und fast 100 Variationen von derselben Farbe erstellt, um zu sehen, welcher Farbton am besten passt“, so Carol Gómez von der Abteilung Color & Trim. „Farben werden täglich komplexer und der Trend geht zu immer mehr Individualisierung“, so Font. Ein gutes Beispiel hierfür ist der neue SEAT Arona, bei dem die Kunden aus mehr als 68 verschiedenen Farbkombinationen auswählen können.

Farbprüfung im Sonnenlicht und im Schatten

Sobald die Zusammensetzung der Farbe definiert wurde, wird sie auf eine Metallplatte aufgebracht, um ihre optischen Effekte zu testen. „Wir prüfen Farbton und Farbtiefe auf Platten unter verschiedenen Lichtbedingungen – sowohl im Sonnenlicht als auch im Schatten –, um sicherzustellen, dass der aufgetragene Lack dem gewünschten, ursprünglich entworfenen Farbton entspricht“, erläutert Jesús Guzmán vom Color & Trim-Team.

Eine OP mit 84 Roboter-Chirurgen

In den Lackierkabinen werden die Fahrzeuge bei einer Temperatur zwischen 21 und 25 Grad Celsius lackiert. Dabei tragen in einem automatisierten Verfahren 84 Lackier-Roboter auf jedes Fahrzeug insgesamt zweieinhalb Kilogramm Lack auf. Pro Fahrzeug benötigen sie hierfür rund sechs Stunden. Die Lackierkabine ist mit einem ähnlichen Belüftungssystem wie Operationssäle ausgestattet, um zu verhindern, dass Staub und Schmutzpartikel von außen eindringen und sich auf die frisch lackierten Fahrzeuge setzen können. Die Fahrzeuge erhalten insgesamt sieben Lackschichten, jede in etwa so dünn wie ein menschliches Haar, dabei aber so hart wie Stein. Anschließend wird der Lack bei 140 Grad in einem Ofen in die Karosserie eingebrannt.

Qualitäts-Prüfung durch CAT-Scanner

Nach der Lackierung wird in nur 43 Sekunden geprüft, ob die Lackoberfläche Mängel aufweist. Die Fahrzeuge durchlaufen dabei einen Scanner, der die Oberfläche auf Glattheit überprüft und sicherstellt, dass der Lack keine Einschlüsse aufweist.

übermittelt durch SEAT

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