Sicher unterwegs mit Caravan und Wohnmobil – Tipps und Infos zum Saisonstart

Losheim am See (ots) – Caravan und Wohnmobil werden in den n√§chsten Wochen wieder verst√§rkt das Bild auf unseren Stra√üen pr√§gen. Beide erfreuen sich unver√§nderter Beliebtheit, sowohl f√ľr den Kurzurlaub als auch f√ľr lange Fahrten √ľber weite Strecken. F√ľr beide gilt aber auch: Die sichere Reise beginnt mit den richtigen Vorbereitungen. Die Pr√ľfingenieure der K√úS kennen die Besonderheiten von Caravan und Wohnmobil und geben wichtige Tipps.

Wohnmobile sind in der Zulassungsverordnung klar definiert als “Fahrzeuge der Klasse M (Kraftfahrzeug zur Personenbef√∂rderung) mit besonderer Zweckbestimmung”. Die Standardausr√ľstung umfasst √ľblicherweise einen Tisch, eine Kochgelegenheit sowie Einrichtungen zur Unterbringung von mitgef√ľhrten Gegenst√§nden (Reisegep√§ck u. a.), Sitzgelegenheiten sowie Schlafgelegenheiten. Der Tisch darf sich leicht entfernen lassen. F√ľr die weitere Standardausr√ľstung gilt: Die entsprechenden Gegenst√§nde m√ľssen im Wohnbereich fest angebracht sein. Ist dies nicht gegeben, gibt es bei der f√§lligen HU keine Plakette. Die Mangelh√§ufigkeit in einigen Teilbereichen birgt bei Wohnmobilen definierbare Gefahrenquellen. Dies sind Lichtanlage, Bremsanlage, Abgasanlage und Reifen. Wohnmobile sind h√§ufig mit Reinforced-Reifen (Verst√§rkung an der Seitenflanke) und C-Reifen (Verst√§rkung in der Lauffl√§che) ausger√ľstet. Diese Reifen verhalten sich sehr unterschiedlich und sind deswegen auch nicht mischbar. Die Bereifung muss einheitlich und der Luftdruck beim C-Reifen erheblich h√∂her sein. Ist der Reifendruck zu niedrig, kann die schlimmste Folge ein Reifenplatzer sein. Generell k√∂nnen M√§ngel an Wohnmobilen zu besonders gravierenden Verkehrsunf√§llen f√ľhren, da gr√∂√üer und schwerer als normale Pkws. Das wird oftmals untersch√§tzt.

Daher unterliegen sie auch bei der HU besonderen Regeln: Wohnmobile bis 3,5 Tonnen m√ľssen im Anschluss an die Erstzulassung nach 36 Monaten vorgestellt werden, danach im Abstand von 24 Monaten. Fahrzeuge mit einem Gewicht √ľber 3,5 bis 7,5 Tonnen m√ľssen nach zwei Jahren erstmals zur HU, danach weiter im Zwei-Jahres-Takt. Ab dem sechsten Jahr nach Erstzulassung ist eine j√§hrliche Pr√ľfung vorgeschrieben. Wohnmobile mit mehr als 7,5 Tonnen Gesamtgewicht m√ľssen grunds√§tzlich alle 12 Monate zur Hauptuntersuchung.

Auch bei Caravans gibt es spezifische Gefahrenquellen. Zu nennen sind hier Brems- und Lichtanlagen, Korrosion, defekte Leitungen und die Anh√§ngertechnik sowie Verschlei√ü, vor allem an Deichsel, St√ľtzrad, Abrei√üseil und Zugkugelkupplung betreffend. Und wieder gilt der Bereifung ein besonderes Augenmerk: Im Unterschied zu Fahrzeugen wie Pkw werden Caravans nur in wenigen Wochen des Jahres bewegt. Gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter Profiltiefe, drei Millimeter sind die ausdr√ľckliche Empfehlung der K√úS-Pr√ľfingenieure. Eine besondere Regelung gilt f√ľr Caravans, die nach der neunten Ausnahmeverordnung der deutschen StVO eine 100-km/h-Zulassung haben. Ihre R√§der d√ľrfen mit maximal sechs Jahre alten Reifen gefahren werden. Nur dann greift der Ausnahmestatus. Das Reifenalter l√§sst sich an der DOT-Nummer erkennen.

Gleicherma√üen bei Wohnmobil und Caravan ben√∂tigt wird die Fl√ľssiggasanlage f√ľr den Betrieb der K√ľcheneinrichtung. Diese Anlage muss mindestens alle zwei Jahre untersucht und die Untersuchung durch eine Pr√ľfbescheinigung dokumentiert werden. Achtung: Ist eine klare Trennung von Wohnraum und Fahrgastraum durch eine Wand nicht gegeben, gibt es ohne Pr√ľfbescheinigung f√ľr die Gasanlage auch keine g√ľltige Hauptuntersuchung. Gasflaschen, Gasflaschenk√§sten und die Entl√ľftungs√∂ffnungen sollten frei zug√§nglich sein. Im Innenraum werden die Schlauchleitungen, Druckregler und die Anschl√ľsse der Gasflaschen (die h√∂chstens zehn Jahre alt sein d√ľrfen) auf Funktion und Dichtigkeit gepr√ľft.

Die Gaspr√ľfbescheinigung ist auch versicherungsrechtlich von Bedeutung. Bei einem Brandschaden muss der Versicherung zun√§chst die Gaspr√ľfbescheinigung vorgelegt werden. Ein Tipp f√ľr die Praxis: Diese Pr√ľfung kann gemeinsam mit der Hauptuntersuchung vorgenommen werden. Ist die Urlaubsreise mit Wohnmobil und Caravan so sorgf√§ltig vorbereitet, kann es losgehen. Ein weiterer Tipp: Mit einer Checkliste stellt man sicher, dass bei der Vorbereitung nichts vergessen wird.

Original-Content von: K√úS-Bundesgesch√§ftsstelle, √ľbermittelt durch news aktuell

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