Zwischenstopp mit Wohnmobil: Übernachten erlaubt, campieren nicht

Zwischenstopp mit Wohnmobil: Übernachten erlaubt, campieren nicht

Wiesbaden, 20. Juni 2017. Nach Lust und Laune die Welt erkunden: Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, trĂ€umt von der großen Freiheit. Doch was passiert, wenn die Urlauber nach langer Fahrt die Urlauber plötzlich die MĂŒdigkeit ĂŒberkommt? DĂŒrfen sie dann einfach anhalten, parken und im Fahrzeug ĂŒbernachten? Das R+V-Infocenter informiert, wann und wo ein erholsamer Zwischenstopp erlaubt ist.

Wenn den Urlaubern auf der Wohnmobil-Tour die Augen zufallen und kein Stell- oder Campingplatz in der NĂ€he ist, bleibt ihnen oft nur die Übernachtung am Straßenrand. Das ist auch grundsĂ€tzlich erlaubt. “Camper brauchen in Deutschland nicht extra einen Stellplatz aufsuchen”, sagt Karl Walter, Kfz-Experte beim R+V-Infocenter. “Sie können ihr Wohnmobil oder ihren Wohnwagen ĂŒberall dort parken, wo es laut Straßenverkehrsordnung erlaubt ist, zum Beispiel auf einem öffentlichen Parkstreifen.”

Übernachten im Camper: maximal 10 Stunden
Dabei gibt es jedoch EinschrĂ€nkungen. “Die Fahrzeuge dĂŒrfen nur bis zu 10 Stunden an einer Stelle stehen bleiben”, sagt Karl Walter. Wer mehrmals hintereinander an derselben Stelle nĂ€chtigt oder das Fahrzeug nach einem Ausflug wieder auf demselben öffentlichen Parkstreifen abstellt, muss hingegen mit einer Strafe rechnen.

Auch “richtiges” Campieren ist verboten. “Wer Tisch, StĂŒhle, Grill oder gar ein Zelt aufbaut, braucht eine Genehmigung oder muss auf einen Campingplatz ausweichen”, so R+V-Experte Walter. Mit EinverstĂ€ndnis des Besitzers ist Campen auch auf privatem Grund gestattet. Vorsicht ist bei Naturschutzgebieten geboten: Wer hier ĂŒbernachten möchte, sollte sich zuvor ĂŒber die landesrechtlichen Bestimmungen informieren. Ansonsten drohen Strafen von mehreren hundert Euro.

AutobahnparkplĂ€tze: Vorrang fĂŒr Lkws
GrundsĂ€tzlich können Camper auch auf Autobahn-RaststĂ€tten ĂŒbernachten. Allerdings dĂŒrfen die Fahrzeuge nicht auf Lkw-ParkflĂ€chen stehen. Diese PlĂ€tze sind Berufskraftfahrern vorbehalten. Oft gibt es in der NĂ€he von Autobahnen aber private Autohöfe, die nicht so ĂŒberfĂŒllt sind.

Andere LĂ€nder, andere Regelungen
Wenn Wohnmobil-Besitzer ins Ausland fahren, sollten sie beim “wilden” Übernachten vorsichtig sein. Denn die Regelungen sind in vielen LĂ€ndern deutlich anders als in Deutschland. “Oft ist es strafbar, außerhalb von CampingplĂ€tzen im Wohnmobil oder Wohnwagen zu ĂŒbernachten”, sagt R+V-Experte Walter. Er rĂ€t deshalb, sich vor der Fahrt gut ĂŒber die Gepflogenheiten zu informieren oder vorsichtshalber immer CampingplĂ€tze anzufahren.

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Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegrĂŒndet. Es informiert regelmĂ€ĂŸig ĂŒber Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor UnfĂ€llen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfĂ€ltige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. ZusĂ€tzlich fĂŒhrt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die reprĂ€sentative Langzeitstudie ĂŒber die “Ängste der Deutschen” ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jĂ€hrlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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