SEAT verstärkt seine Aktivitäten in Nordafrika

  • Luca de Meo traf den algerischen Ministerpräsidenten
  • Mehr als 5.000 Arbeitsplätze sollen entstehen
  • Förderung des Erdgas-Antriebs auch in Algerien
  • Erster SEAT Ibiza* der fünften Generation übergeben

Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie von SEAT waren Luca de Meo, Vorstandsvorsitzender der SEAT S.A., und Klaus Ziegler, Vorstand Beschaffung der SEAT S.A., in Algerien. Nordafrika nimmt neben Lateinamerika eine tragende Rolle im Rahmen des ehrgeizigen Wachstumsziels ein, das sich der spanische Automobilhersteller für die kommenden Jahre gesetzt hat. Luca de Meo und Klaus Ziegler reisten mit der stellvertretenden Industrieministerin Spaniens, Begoña Cristeto Blasco, nach Algier und trafen sich dort mit Mourad Oulmi, CEO von SOVAC und SOVAC Production, dem SEAT Importeur und Vertriebspartner des Volkswagen Konzerns in Algerien, mit dem algerischen Premierminister Ahmed Ouyahia sowie mit dem Minister für Industrie und Bergbau, Youcef Yousfi. Gemeinsam sprachen sie über die Zukunft der Automobilbranche in dem nordafrikanischen Land und die langfristige Zusammenarbeit zwischen Algerien und dem Volkswagen Konzern, nachdem diese im vergangenen Juli ein Mehrmarkenwerk in der Provinz Relizane eingeweiht hatte.

SEAT hat als Vertreter des Volkswagen Konzerns die Leitung für dieses Projekt inne, mit dem die Marke zum ersten Mal in seiner Unternehmensgeschichte Fahrzeuge außerhalb Europas fertigt – ein großer Meilenstein für den spanischen Automobilhersteller. Alle in Relizane gefertigten Fahrzeuge werden in Algerien verkauft. Mit seinem großen Potenzial ist das nordafrikanische Land von zentraler Bedeutung für den SEAT Wachstumsplan in dieser Region.

SEAT produziert erstmals außerhalb Europas

Ebenso wie auf dem europäischen Markt soll auch in Algerien die CNG-Technologie (komprimiertes Erdgas) gefördert werden. Dabei handelt es sich um eine nachhaltige Alternative zu traditionellen und elektrischen Antrieben. Erdgasfahrzeuge stoßen 85 Prozent weniger Stickoxid aus als Dieselmotoren und senken die CO2-Emissionen gegenüber Benzinmotoren um 25 Prozent. Zudem vermeiden sie fast alle Feinstaubemissionen. Vor diesem Hintergrund traf sich Luca de Meo bei seinem Besuch in Algerien auch mit Abdelmoumen Ould Kaddour, dem CEO von Sonatrach, der größten Gasgesellschaft des Landes.

„Nordafrika ist eine natürliche Wachstumsregion für unseren Konzern, der sich derzeit in einer Phase der Internationalisierung befindet“, sagte Luca de Meo nach seinem Treffen mit dem algerischen Premierminister. „Die Eröffnung des Werks in Relizane im Juli 2017 war für uns ein historischer Meilenstein und wir produzieren erstmals außerhalb Europas. Hier in Algerien bauen wir Fahrzeuge, die von und für Algerier gemacht sind. Heute stellen wir den SEAT Ibiza* der fünften Generation vor und in den nächsten Monaten werden wir voraussichtlich mit der Montage anderer Modelle beginnen, um die Nachfrage der algerischen Kunden zu erfüllen.“

Mourad Oulmi, CEO von SOVAC und SOVAC Production, erklärte: „Mit dem Start von SOVAC Production im vergangenen Juli wurde dank der Partnerschaft mit dem Volkswagen Konzern eine neue Ära für die Automobilindustrie in Algerien eingeläutet. Wir verfolgen nicht nur einen ehrgeizigen Produktionsplan, sondern SOVAC Production wird 2018 auch in die nächste Phase eintreten, indem wir mit der Entwicklung und Einbindung von Subunternehmern beginnen. Wir werden andere große Hersteller dazu ermutigen, sich in Algerien niederzulassen und dort Ersatzteile für den heimischen Markt und den Export zu produzieren. Ich möchte diese Gelegenheit auch nutzen, um dem Vorstandsvorsitzenden von SEAT, Luca de Meo, dafür zu danken, dass er uns seit Beginn des Relizane-Projekts mit großem Einsatz begleitet, insbesondere bei Schulung und Logistik.“

SEAT ist beim Produktionsprojekt des Volkswagen Konzerns in Algerien führend, nicht nur in Bezug auf die Koordination, sondern auch beim Volumen: Fast 50 Prozent des Gesamtvolumens 2017 wurden durch den SEAT Ibiza erzielt, eines der vier Volkswagen Modelle, die in Relizane gebaut werden. In der zweiten Jahreshälfte 2017 wurden hier 17.000 Fahrzeuge gefertigt, darunter 8.121 SEAT Ibiza. Ab diesem Jahr wird Algerien einen kontinuierlichen Beitrag zur Steigerung der Geschäftsergebnisse von SEAT leisten. 2017 lieferte die Marke 468.400 Fahrzeuge weltweit aus, ein Plus von 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Luca de Meo, Vorstandsvorsitzender der SEAT S.A., mit Mourad Oulmi, CEO von SOVAC und SOVAC Production

Gerade erst hat Luca de Meo den allerersten SEAT Ibiza der fünften Generation, der in dem Land gebaut wurde, an einen algerischen Kunden übergeben. SEAT plant, neben dem Ibiza in den nächsten Monaten auch den SEAT Leon* und den SEAT Arona* im Werk Relizane zu fertigen.

Mehr als 5.000 Arbeitsplätze sollen entstehen

Um neue Modelle in Algerien entwickeln und fertigen zu können, setzt sich SEAT für die Schaffung eines Automobilzulieferer-Netzwerks ein. Daher wurde ein Treffen mit Zulieferern im Werk Relizane zusammen mit SOVAC anberaumt, das in einigen Wochen stattfinden soll.

Derzeit arbeiten rund 550 Beschäftigte in der Fabrik. Der Volkswagen Konzern geht davon aus, langfristig 1.800 Arbeitsplätze im Werk Relizane schaffen zu können. Geschätzte 3.500 zusätzliche Stellen könnten bei Zulieferern und Logistikanbietern entstehen. SEAT ist daran gelegen, die Chancen zu ergreifen, welche die Region bietet, und zwar zuerst durch Wissenstransfer. Um die für Volkswagen geltenden Qualitätsstandards sicherzustellen, wurden die algerischen Mitarbeiter in Produktion, Logistik und Qualitätssicherung vor Ort von Fachkräften des Konzerns geschult. Die algerischen Führungskräfte absolvierten ein mehrmonatiges Trainingsprogramm namens „Train the trainer“ an den Fertigungsstandorten der Marke. Dabei wurden Aufsehern und Geschäftsführern praktische Fähigkeiten vermittelt, damit sie ihren Mitarbeitern standardisierte Verfahren erklären und sie in der Anwendung dieser Verfahren unterweisen können.

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