Rechtssicherheit durch Dieselnachr├╝stung

Bonn (ots) – In der aktuellen Diskussion um Fahrverbote f├╝r Dieselfahrzeuge fordert der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) Rechtssicherheit f├╝r Autofahrer und Handel durch Nachr├╝stung geeigneter Hardware. In einem Positionspapier des ZDK-Vorstands hei├čt es, dass eine Nachr├╝stung daf├╝r geeigneter Diesel-Fahrzeuge auf freiwilliger Basis anzustreben sei. Dies werde zur deutlichen Reduzierung des Stickoxid-Aussto├čes beitragen. “Nun m├╝ssen schnellstm├Âglich die Rahmenbedingungen f├╝r solche freiwilligen Ma├čnahmen definiert und Anreize zur m├Âglichst fl├Ąchendeckenden Umsetzung durch die Kfz-Halter geschaffen werden”, so der ZDK-Vorstand. Auch m├╝sse zur Ausr├Ąumung der verbreiteten Angst vor Fahrverboten rechtssicher gew├Ąhrleistet sein, dass derart nachger├╝stete Dieselfahrzeuge jetzt und in Zukunft ├╝berall frei von Beschr├Ąnkungen im Verkehr bewegt werden d├╝rfen.

Blo├če Software-Updates reichen nach Ansicht des ZDK f├╝r eine signifikante Reduzierung des Stickoxid-Aussto├čes nicht aus. Grundlage einer Nachr├╝stverordnung sei die Feststellung der technischen Machbarkeit bei der deutlichen Mehrheit der Diesel-Bestandsfahrzeuge ab der Emissionsklasse Euro 5 und ├Ąlter, hei├čt es in dem Positionspapier. Hierf├╝r sei die Kooperation der Automobilhersteller mit den Zulieferern durch Bereitstellung von technischen Daten, Informationen und m├Âglicherweise verf├╝gbaren Bauteilen unabdingbar.

Ein wirksamer Anreiz f├╝r die Fahrzeughalter w├Ąre laut dem ZDK die F├Ârderung der Nachr├╝stung aus einem Fonds, der sich aus ├Âffentlichen Mitteln und idealerweise auch aus freiwilligen finanziellen Beitr├Ągen der Automobilhersteller speise, wie dies bereits beim Unterst├╝tzungsfonds f├╝r die Kommunen praktiziert werde. “Im Interesse einer breiten Umsetzung der Nachr├╝stung muss gew├Ąhrleistet sein, dass der Halter unter dem Strich den geringeren Teil der Kosten f├╝r die Nachr├╝stung seines Dieselfahrzeugs selbst zu tragen hat”, so der ZDK-Vorstand. Die Bereitschaft zur Kostenbeteiligung bei den Diesel-Besitzern ist offenbar vorhanden. Dazu hatten sich 46 Prozent der im DAT-Diesel-Barometer (Oktober 2017) befragten Verbraucher bereit erkl├Ąrt.

Nach Ansicht des ZDK-Vorstands sollte eine Nachr├╝st-F├Ârderung mit dem Fahrzeug verkn├╝pft und nicht auf private Halter beschr├Ąnkt sein. Denn der durch nicht verk├Ąufliche Dieselfahrzeuge zum Teil existenziell betroffene Automobilhandel d├╝rfe hier nicht diskriminiert werden. “Die Autoh├Ąndler sind Garanten daf├╝r, dass Hunderttausende gebrauchter Lagerfahrzeuge mit Dieselmotor schnell nachger├╝stet werden”, so der ZDK-Vorstand. Gleiches gelte sinngem├Ą├č f├╝r die fast ausschlie├člich dieselbetriebenen Fahrzeugflotten des Handwerks und anderer Gewerbetreibender.

Das Positionspapier finden Sie unter https://www.kfzgewerbe.de/verband/argumente-positionen.html

Original-Content von: Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, ├╝bermittelt durch news aktuell

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