Porsche setzt mit dem Inno-Space neue QualitĂ€tsmaßstĂ€be

Stuttgart – Seit 70 Jahren ist Porsche ein Synonym fĂŒr Sportwagenbau auf höchstem Niveau und mit höchster QualitĂ€t. Rund zwei Drittel aller jemals produzierten Porsche sind immer noch zugelassen und fahrbereit. Im jetzt eröffneten Inno-Space, einem Innovationsraum im Werk Leipzig, arbeitet Porsche am QualitĂ€tsmanagement der Zukunft. Noch im Februar geht dort die erste Innovation in den Testbetrieb: Die AnmutungsprĂŒfung mittels Augmented Reality. Bis Ende des Jahres soll sie schließlich in den regulĂ€ren Produktionsprozess integriert werden. Das Verfahren macht Abweichungen zum vorgegebenen Perfektionsgrad schnell und zuverlĂ€ssig sichtbar. Damit wird Zeit gespart und die AnalysequalitĂ€t deutlich erhöht.

Der Inno-Space bildet eine Schnittstelle zwischen Gegenwart und Zukunft des QualitĂ€tsmanagements. Es geht darum, Innovationen im Bereich der QualitĂ€tsarbeit zu entwickeln und zu etablieren, um diese in die Serienprozesse des Werks zu ĂŒbertragen. So kann dort eine eigene IT-Umgebung der Fabrik simuliert und spĂ€ter kontrolliert an das Werk angekoppelt werden, um neue Entwicklungen in die Fertigung einzufĂŒgen. Ein eigenes und eng mit dem QualitĂ€tsmanagement vernetztes IT-Team treibt völlig neue Technologien, Apps und AblĂ€ufe voran. „Dort können wir weit nach vorn gerichtete Innovationen entwickeln und testen, ohne die AblĂ€ufe der Fabrik zu stören“, sagt Albrecht Reimold, Vorstand Produktion und Logisitk der Porsche AG. Die abgesicherte Umgebung wird genutzt, um Innovationen fĂŒr das QualitĂ€tsmanagement von Morgen zu testen. Das Team arbeitet mit Hochschulen und Startups zusammen. Gemeinsam mit der Gesellschaft fĂŒr technische Visualistik (GTV) – einem Startup aus Dresden – nutzt Porsche Augmented Reality (AR) als technische Plattform zur QualitĂ€tskontrolle.

Die AR-AnmutungsprĂŒfung ist ein idealtypisches Beispiel fĂŒr die Entwicklung und Umsetzung neuer Innovationen, die im Inno-Space ihre Keimzelle haben. Die GTV hat zusammen mit dem Fraunhofer Institut eine Tablet-App entwickelt, die im Rahmen der AnmutungsprĂŒfung analysierte Fehler in jeder Phase der Produktion direkt ĂŒber dem Bauteil sichtbar macht. Nachdem die individuellen CAD-Daten des Fahrzeugs eingelesen und die Kamera des Tablets ĂŒber ein Bauteil gehalten wurden, können beispielswiese Formabweichungen unmittelbar sichtbar gemacht werden. Dabei wird das CAD-Bild ĂŒber das Real-Bild gelegt. Fehler respektive Abweichungen sind sofort zu sehen. In der Datenbank sind aber auch weitere Parameter wie etwa die Fugen hinterlegt. Auch hier ist im Abgleich zwischen Real- und CAD-Bild sofort zu erkennen, wenn der Fugenverlauf nicht dem hinterlegten Idealbild entspricht. Ein weiterer Vorteil: Der PrĂŒfprozess kann in Echtzeit zu jedem beliebigen Partner und Standort gestreamt werden. Gleichzeitig werden die erfassten Fehler in der zentralen Datenbank des Werkes gespeichert und sind weltweit verfĂŒgbar. „Wir können so zahlreiche Vorteile realisieren, die weit ĂŒber den reinen PrĂŒfprozess hinausgehen“, sagt Andreas Schmidt, Leiter QualitĂ€t im Porsche Werk Leipzig, der das Augmented-Reality-Projekt mit den Forschungseinrichtungen realisiert hat. „Da das Tablet vernetzt ist, können zum Beispiel QualitĂ€tsaudits mit unseren Lieferanten kurzfristig mittels Videokonferenz umgesetzt werden.“

Mit derartigen Innovationen entwickelt Porsche das QualitĂ€tsmanagement kontinuierlich weiter – und setzt so vielfach die Benchmark. „Höchste QualitĂ€t ist ein wesentlicher Bestandteil unserer MarkenidentitĂ€t bei Porsche und wird von unseren Kunden erwartet“, sagt Frank Moser, Leiter Unternehmens-QualitĂ€t bei Porsche. „Die QualitĂ€t von Porsche ist das Ergebnis intensiver Arbeit, die in allen Projektphasen und allen Bereichen von grĂ¶ĂŸter Akribie und der Leidenschaft zum perfekten Sportwagen angetrieben ist. Bei QualitĂ€tsthemen gehen wir jedem noch so kleinen Detail auf den Grund – das zeichnet Porsche aus.“

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