Ferienzeit ist Fahrradzeit

ARAG Experten machen den Drahtesel fit fĂŒr den Sommer

Ferienzeit ist Fahrradzeit

Zur Beleuchtung fĂŒr ein verkehrssicheres Fahrrad gehören u.a. auch Speichenreflektoren.

Angenehme Temperaturen und Freizeit locken derzeit zahlreiche Bewegungshungrige ins Freie – endlich Ferien! Die perfekte Zeit, um sich mal wieder auf den Drahtesel zu schwingen. Egal, ob zu einer kleinen Tagestour oder zu einem ausgedehnten Urlaub mit dem Fahrrad – das Equipment muss technisch und verkehrsrechtlich einwandfrei sein. ARAG Experten erklĂ€ren, worauf es ankommt.

Licht
Eine ausreichende Beleuchtung ist Pflicht fĂŒr jedes Velo. Daher mĂŒssen vor einer ausgiebigen Tour die Leuchten auf defekte LĂ€mpchen oder andere Kleinteile ĂŒberprĂŒft werden. Zudem weisen die ARAG Experten noch einmal gesondert darauf hin, dass nicht nur Vorder- und RĂŒcklicht zur Fahrradlichtpflichtausstattung gehören. Insgesamt muss es an acht Stellen leuchten. Dazu gehören zusĂ€tzlich zu den GlĂŒhbirnchen zwei Speichenreflektoren, zwei Pedalreflektoren sowie jeweils ein Reflektor vorn und hinten. Ganz aktuell gibt es bei den Vorschriften zur Fahrradbeleuchtung in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) einige Änderungen. So sind fĂŒr FahrrĂ€der und E-Bikes nun auch Tagfahr- und Fernlicht sowie Blinker erlaubt. Mit modernen LED-Scheinwerfern können Radfahrer allerdings sogar Autofahrer richtig blenden, warnen ARAG Experten. Die StVZO besagt daher, dass man das Licht so einstellen soll, dass es andere Verkehrsteilnehmer nicht blendet. Wenn man also darauf achtet, dass die hell-dunkel-Grenze unterhalb der Montagehöhe des Scheinwerfers liegt, passt das. Auch dĂŒrfen FahrrĂ€der nun echtes Bremslicht nach ECE R50 haben, womit auch S-Pedelecs ausgestattet sind. Im Gegensatz dazu muss tagsĂŒber kein Batterielicht mehr mitgefĂŒhrt werden.

Reifen
Platte Reifen legen das Fahrrad lahm. Daher gilt es, diese vor jeder lĂ€ngeren Tour zu ĂŒberprĂŒfen. Hat sich ein Löchlein eingeschlichen, muss es gestopft werden, um Sicherheit garantieren zu können. ARAG Experten raten zudem, auch das Flickzeug regelmĂ€ĂŸig zu ĂŒberprĂŒfen, denn auch die Gummiflicken können porös werden. Ist nur Luft entwichen, können die Reifen einfach wieder aufgepumpt werden. Der empfohlene Luftdruck ist auf dem Reifen verzeichnet.

Kette & Co.
Damit das Rad geschmeidig lĂ€uft, sollte die Kette mit nicht zu viel Öl eingeschmiert und auf ihren Sitz ĂŒberprĂŒft werden. Nachdem einmal alle GĂ€nge durchgeschaltet wurden, kann ĂŒberschĂŒssiges Öl entfernt werden. Sollten die GĂ€nge beim Ausprobieren nicht so funktionieren, wie es sich der Radler wĂŒnscht, sollte er die Gangschaltung in einer Werkstatt ĂŒberprĂŒfen lassen. Denn ungeĂŒbte Fahrradschrauber könnten leicht einen Schaden an der feinen Kettenschaltung hinterlassen.

Bremsen
Abgenutzte Bremsklötze können mit relativ geringem Aufwand ausgetauscht werden. Vor der Sommertour sollten diese ausgiebig auf ihre Festigkeit ĂŒberprĂŒft werden. Löst sich nĂ€mlich ein Klotz bei einem möglichen Bremsmanöver, ist ein Sturz nahezu vorprogrammiert.

Vorsichtig fahren
Ist das Fahrrad verkehrstauglich, kann es losgehen. Aber vorsichtig! Denn UnfĂ€lle mit dem Fahrrad können böse enden und nicht immer hat der Autofahrer Schuld, mahnen ARAG Experten. Wechselt beispielsweise ein Radfahrer ohne abzusteigen vom Radweg auf den Zebrastreifen und wird von einem entgegenkommenden Pkw erfasst, so trifft den Radfahrer ein 50-prozentiges Mitverschulden (LG Frankenthal, Az.: 2 S 193/10). Aber auch Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern können zu Lasten des Radfahrers gehen. Bei einer Kollision mit einer Inline-Skaterin auf einem gemeinsamen Rad- und Fußweg wurde beispielsweise die Klage eines Radfahrers zu 100 Prozent abgewiesen (OLG DĂŒsseldorf, Az.: I-1U 242/10).

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