EU-F├╝hrerscheinrichtlinie: ACV begr├╝├čt Entscheidung gegen verpflichtende Gesundheitschecks

EU-F├╝hrerschein

Im Rahmen seiner Mitgliedschaft im EAC (European Automobile Clubs) hatte sich der ACV bereits im Vorfeld der EU-Parlament Abstimmung klar positioniert.

K├Âln (ots) – Die EU will 2024 die Regeln f├╝r den F├╝hrerschein reformieren, um die Vorgaben f├╝r alle EU B├╝rgerinnen und B├╝rger zu vereinheitlichen und die Verkehrssicherheit zu steigern. Das Europ├Ąische Parlament hat gestern (28.02.2024) ├╝ber einzelne Regeln dazu abgestimmt. Unter anderem ging es dabei um die Frage, ob Autofahrerinnen und Autofahrer k├╝nftig bei der Ausstellung und alle 15 Jahre bei Erneuerung des F├╝hrerscheins ihre Fahrtauglichkeit nachweisen m├╝ssen. Zudem sah der Entwurf vor, die F├╝hrerscheine von Personen ab 70 Jahren auf maximal f├╝nf Jahre zu befristen.

Das EU-Parlament hat sich in der Plenarsitzung jedoch gegen die Einf├╝hrung solcher obligatorischen ├Ąrztlichen ├ťberpr├╝fungen ausgesprochen. Der ACV Automobil-Club Verkehr hatte dies im Vorfeld gemeinsam mit dem EAC (European Automobile Clubs) gefordert und begr├╝├čt den Beschluss, nach dem die Mitgliedsstaaten weiter selbst entscheiden k├Ânnen, ob eine Selbstauskunft oder ein Gesundheitscheck eingef├╝hrt wird. “Obligatorische Gesundheitschecks bedeuten vor allem mehr B├╝rokratie anstatt mehr Verkehrssicherheit. Studien zeigen zudem, dass altersbasierte Fahrtauglichkeits├╝berpr├╝fungen kein allgemein wirksames Instrument sind, um schwere Verkehrsunf├Ąlle durch ├Ąltere Autofahrer und Autofahrerinnen signifikant zu reduzieren.” erkl├Ąrt ACV Gesch├Ąftsf├╝hrer und EAC-Pr├Ąsident Holger K├╝ster.

Zwar tragen ├Ąltere Menschen h├Ąufiger die Hauptschuld, wenn sie in Unf├Ąlle verwickelt sind, gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbev├Âlkerung sind sie allerdings seltener Unfallbeteiligte und zudem risikobewusste Verkehrsteilnehmer. Statt obligatorischer Fahrtauglichkeits├╝berpr├╝fungen sollten freiwillige Auffrischungskurse, begleitende Beratungsma├čnahmen, R├╝ckmeldefahrten und Sensibilisierungskampagnen ebenso gest├Ąrkt werden wie die funktionierenden Ma├čnahmen in den jeweiligen EU-Mitgliedstaaten. Dazu z├Ąhlt auch bei klar definierten Gr├╝nden oder Erkrankungen die Fahreignung sicherzustellen.

ACV und EAC begr├╝├čen ebenso den Beschluss des EU-Parlaments f├╝r eine EU-weite Einf├╝hrung des begleiteten Fahrens ab 17. Diese Regelung hat sich hierzulande bereits bew├Ąhrt. Fahranf├Ąngerinnen und Fahranf├Ąnger k├Ânnen so bereits fr├╝h wichtige Fahrpraxis sammeln, um sicher am Stra├čenverkehr teilzunehmen.

Original-Content von: ACV Automobil-Club Verkehr, ├╝bermittelt durch news aktuell

 

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