Eine Runde mit Mark Webber

Eine Runde mit Mark Webber

Bei einem Spaziergang sprechen wir mit Porsche-Markenbotschafter Mark Webber ĂŒber seine Tierliebe, die Corona-Krise – und natĂŒrlich auch Motorsport.

Einer der bekanntesten und gefragtesten Ex-Rennfahrer sucht kostbare Momente der Ruhe. Mark Webber, der zuvor in der Formel 1 ebenso wie bei Langstreckenrennen Ă€ußerst erfolgreich war, ist nun als viel umherreisender Experte und Porsche-Markenbotschafter sehr beschĂ€ftigt. Daher bietet sich nur selten die Gelegenheit, außerhalb seiner Arbeit etwas Zeit mit ihm zu verbringen.

Mark Webber, Porsche-Markenbotschafter, 2020, Porsche AG
Mark Webber und seine geliebten Deutsch Kurzhaar Pointer Sammy und Saxon.

Heute haben wir diese Chance: Wir unterhalten uns mit Webber auf einer ausgedehnten Runde mit seinen beiden geliebten Deutsch Kurzhaar Pointer Sammy und Saxon. Sicher, eine gute Gelegenheit fĂŒr FachgesprĂ€che. Aber auch zum Abschweifen und Philosophieren ĂŒber Themen, die uns gerade alle beschĂ€ftigen.

Aber zunĂ€chst zu den Hunden: Sie sind so voller Energie, dass sie uns gut und gerne kopfĂŒber in den Matsch von Buckinghamshire werfen könnten. Sobald sie von der Leine sind, traben sie voraus, wĂŒhlen riesige BlĂ€tterhaufen auf und kommen dann wieder angerannt, um treu nach ihrem Besitzer zu schauen.

„Wir hatten schon immer Hunde in der Familie“, erzĂ€hlt Webber. „Auf der Farm in Australien waren es 13. Mein Großvater setzte sie zum Zusammentreiben von Rindern und Schafen ein. Daher hatten wir immer welche im Haus, und auch jetzt bin ich noch ein großer Tierliebhaber.“ Seitdem hatte er schon viele verschiedene Hunde, alles eher grĂ¶ĂŸere Rassen, „da ich gerne mit ihnen laufen gehe und Sport treibe“, wie Webber sagt. „Wenn ich in Großbritannien bin, verbringe ich jeden Tag mit Sammy und Saxon, uns verbindet etwas ganz Besonderes. Wenn ich von Auslandsreisen zurĂŒckkomme oder einfach gestresst bin, lege ich mich manchmal einfach mit ihnen hin. Sie haben so eine faszinierende Ausstrahlung.“

Die RĂŒckkehr zum Langstreckenrennen auf höchstem Niveau

Webber hat sich 2016 zwar aus dem aktiven Rennsport zurĂŒckgezogen, doch in seiner Botschafterrolle ist er stĂ€ndig auf Achse. Auch jetzt ist er noch sehr an den Rennambitionen von Porsche interessiert. Auf die Frage nach dem LMDh-Einstieg antwortet er ĂŒberschwĂ€nglich: „Langstreckenrennen sind essenzieller Bestandteil des Motorsports bei Porsche. Seit mehr als 50 Jahren sind wir sĂŒchtig danach – daher freut es mich riesig, dass das Team hier wieder an den Start gehen wird. Mit den neuen LMDh-Prototypen kann Porsche ab 2023 mit dem gleichen Fahrzeug in Europa und den USA um Spitzenpositionen fahren. Und auch die Hybridtechnologie wird weiterentwickelt, was viele große Namen zurĂŒck nach Le Mans bringen wird. Ich kann es kaum erwarten.“

Der Vorstand der Porsche AG hat die Entwicklung eines LMDh-Prototypen auf den Weg gebracht.

Als die Hunde wieder auf uns zukommen, voller Schlammspritzer und stark hechelnd, kehrt Webber zum Thema 919 Hybrid zurĂŒck, um seinen Standpunkt zu erklĂ€ren. Als sich der dreifache Le-Mans-Sieger von Porsche zur Ruhe setzte, prĂ€sentierte Weissach gerade den 919 Evo, der ohne EinschrĂ€nkungen durch die so genannte „Balance of Power“ Rundenrekorde in ganz Europa einfuhr. „Porsche liebt Autorennen“, betont er noch einmal. „Sie liefern wertvolle Erkenntnisse fĂŒr Entwicklungen, aber man möchte sie trotzdem fair und ehrlich gewinnen.“

Mark Webber, Porsche-Markenbotschafter, Macan Turbo, 2020, Porsche AG
Macan Turbo, 2020, Porsche AG

In unserem GesprĂ€ch ĂŒber Technologietransfer kommen wir unweigerlich auch auf das Thema Elektrifizierung zu sprechen und auf den Scheideweg, an dem wir uns sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke gerade befinden. Webber erlĂ€utert: „In der Gesetzgebung werden gerade wichtige Weichen gestellt. Das wird mit Sicherheit die Nachfrage nach Elektroautos ankurbeln. NatĂŒrlich ist es nicht einfach, Dinge hinter sich zu lassen, die man einst geliebt hat, aber es macht mir auch großen Spaß, den Taycan zu fahren.“ Das gehe nicht wenigen Formel-1-Fahrern genauso. „Einer von ihnen erzĂ€hlte mir, dass ihm ein Wagen mit Verbrennungsmotor nach einer Fahrt im Taycan wie eine Dampflok vorkam.“


Mark Webber, Porsche-Markenbotschafter, 2020, Porsche AG

Dank seines vollen Terminplans und der eng verbundenen Rennfahrer-Community trifft die Coronavirus-Pandemie Webber weniger hart als viele andere, wie er selbst sagt. Dennoch vermisst er Freunde und Familie- Er ist sich der enormen Probleme bewusst, mit denen sich andere Leute konfrontiert sehen. „Das Schlimmste ist die Einsamkeit, weil man seine Kontakte so stark einschrĂ€nken muss. Jeder hat seine eigene Art, damit umzugehen. Aber ich versuche immer, optimistisch zu bleiben und jeden Tag als einen weiteren Schritt zurĂŒck zur NormalitĂ€t zu sehen.“

Mark Webber, Porsche-Markenbotschafter, Macan Turbo, 2020, Porsche AG
Mark Webber, Porsche-Markenbotschafter, Macan Turbo, 2020, Porsche AG

Als wir wieder am Auto ankommen, klettern die völlig durchnĂ€ssten und verschmutzten Sammy und Saxon in den Kofferraum des kĂŒrzlich gereinigten Macan Turbo. Webber setzt sich vor sie, um seine Stiefel auszuziehen. „Mein Rat lautet“, erklĂ€rt er nach einigem Nachdenken: „Die Dinge in die Hand zu nehmen, auf die man Einfluss hat, und einfach da zu sein. Jeden Tag voll fokussiert zu sein und morgens voller Motivation aufzustehen. Zu versuchen, zu lĂ€cheln und sich mit Menschen zu umgeben, die die gleiche Haltung haben.“ Falls man das nicht vorfindet – mit zwei Deutsch Kurzhaar Pointer in einem Porsche klappt es bestimmt.

ĂŒbermittelt durch Porsche

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