E-MobilitÀt: FÀhrt Deutschland noch gegen den Strom?

Frankfurt am Main (ots) – Saubere Luft durch weniger Abgase – wie lĂ€sst sich das erreichen? Auf dem Weg zu einer umweltfreundlicheren Zukunft steht die Automobilbranche vor bedeutsamen VerĂ€nderungen. Vor allem in Deutschland hat sich der Druck auf die Hersteller mit der im September eingefĂŒhrten neuen Abgasnorm “Euro-6d-Temp” erhöht. Demnach mĂŒssen alle neuzugelassenen Autos dieser Richtlinie entsprechen, die fĂŒr realistischere Kraftstoffverbrauchswerte und reduzierte Abgaswerte sorgen soll. Damit gewinnt das Thema E-MobilitĂ€t verstĂ€rkt an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund hat die Management- und Technologieberatung BearingPoint ihre globale MarktĂŒbersicht zum Einsatz von E-Autos fĂŒr 2017 neu aufgelegt. Darin wird deutlich: Der Marktanteil an Elektrofahrzeugen (EV) und Hybrid-Elektrofahrzeugen (HEV) hat sich in nahezu allen analysierten LĂ€ndern positiv entwickelt.

Deutschland produziert, fÀhrt aber kaum elektrisch

Hinter China, den USA und Japan gehört Deutschland zwar zu den fĂŒhrenden Herstellern von Elektroautos. Allerdings sieht man das noch wenig auf Deutschlands Straßen, denn der Anteil an verkauften Elektroautos im Vergleich zum Gesamtmarkt ist hier sehr gering. AngefĂŒhrt wird die Liste des Marktanteils bei E-Autos (EV und HEV) hingegen von Norwegen mit knapp 30 Prozent. Auf den weiteren PlĂ€tzen folgen Japan (21 Prozent), Island (9 Prozent) und die USA (4,5 Prozent).*

“Die deutschen Autohersteller können eine Steigerung ihres ElektromobilitĂ€tsgeschĂ€ftes verzeichnen. Das ist ein gutes Signal. Dennoch wird in unserer Analyse deutlich: Im internationalen und auch europĂ€ischen Vergleich mĂŒssen wir in Bezug auf den Marktanteil bei Elektrofahrzeugen noch einiges aufholen, um zum Beispiel mit Spitzenreitern wie Norwegen Schritt halten zu können”, kommentiert Matthias Loebich, Globaler Leiter Automotive bei BearingPoint.

Wie wir den E-Turbo einlegen können

Nach China und den USA ist erneut Norwegen Vorreiter in Bezug auf verkaufte Elektrofahrzeuge und Hybrid-Elektrofahrzeuge. Was diese LĂ€nder anders machen? Hauptgrund dafĂŒr, dass sich Autofahrer in diesen LĂ€ndern eher fĂŒr Elektroautos entscheiden, sind staatliche Subventionen. Mit deren Hilfe hat auch das Gesamtvolumen in Europa im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32 Prozent zugelegt. Es wird erwartet, dass bis Ende 2017 die Grenze von 300.000 E-Fahrzeugen ĂŒberschritten wird. Dadurch wird deutlich, dass E-Autos derzeit vor allem mit dem richtigen Anreiz auf die Straße gebracht werden können. Ein weiterer Treiber bei der Kaufentscheidung ist das zur VerfĂŒgung stehende Ladenetz. Ebenfalls erfreulich: In Europa stieg die Gesamtzahl der zugĂ€nglichen Einheiten von 3.200 in 2010 auf fast 120.000 in 2017. Auch hierzulande hat die Entwicklung Fahrt aufgenommen: Nach Norwegen verzeichnet Deutschland im Juli und August den zweitgrĂ¶ĂŸten Markt fĂŒr Plug-ins in Europa mit einem Plus von ĂŒber 100 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016.*

“Unsere globale MarktĂŒbersicht liefert erneut einen umfassenden Überblick zu den aktuellen Trends von E-Autos. Klar ist: Die Branche entwickelt sich zwar weiter, aber der Weg ist noch lange nicht zu Ende – vor allem in Deutschland. Die damit verbundene Prozessoptimierung ist eine Herausforderung, bei der wir unsere Kunden mit unserer langjĂ€hrigen Expertise im Bereich Operational Excellence weiter unterstĂŒtzen und dafĂŒr sorgen wollen, Deutschland zum fĂŒhrenden Markt und Anbieter fĂŒr ElektromobilitĂ€t zu machen”, kommentiert Matthias Loebich abschließend.

Die MarktĂŒbersicht von BearingPoint beinhaltet weitere lĂ€nderspezifische Daten und kann bei Alexander Bock, alexander.bock@bearingpoint.com, angefragt werden.

*Die Zahlen basieren auf Daten der folgenden Organisationen: International Council on Clean Transportation (icct), International Energy Agency (IEA), EvVolumes (The Electric Vehicle World Sales Database), European Alternative Fuels Observatory (eafo), European Automotive Manufactures Association (ACEA), International Organization of Motor Vehicle Manufacturers (OICA).

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhĂ€ngige Management- und Technologieberatung mit europĂ€ischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei Bereichen: Consulting, Solutions und Ventures. Consulting umfasst das klassische BeratungsgeschĂ€ft, Solutions fokussiert auf eigene technische Lösungen in den Bereichen Digital Transformation, Regulatory Technology sowie Advanced Analytics, und Ventures treibt die Finanzierung und Entwicklung von Start-ups voran. Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit fĂŒhrenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Beratungs-Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 10.000 Mitarbeitern unterstĂŒtzt Kunden in ĂŒber 75 LĂ€ndern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen fĂŒr einen messbaren und langfristigen GeschĂ€ftserfolg.

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