Deutsche wollen mehr Kontrollen im Stra├čenverkehr

Polizeikontrolle

93 Prozent der Deutschen halten allgemeine Verkehrskontrollen f├╝r wichtig und jeder Zweite findet, dass diese nicht ausreichend durchgef├╝hrt werden.

Hamburg (ots) –┬á93 Prozent der Deutschen halten allgemeine Verkehrskontrollen f├╝r wichtig und jeder Zweite findet, dass diese nicht ausreichend durchgef├╝hrt werden. Das zeigt eine repr├Ąsentative Umfrage der Tankstellenkette HEM zum Thema Verkehrskontrollen[1]. Dabei sind Kontrollen vor allem verst├Ąrkt am Wochenende zur Abend- und Nachtzeit und in der N├Ąhe von Diskotheken erw├╝nscht. Die eigenen Rechte und Pflichten sind vielen Autofahrern jedoch nicht bekannt: So wei├č nur jeder Dritte der Befragten, dass es 70 Euro Bu├čgeld und einen Punkt in Flensburg kostet, wenn man bei einer Polizeikontrolle nicht rechts ranf├Ąhrt.

Verkehrskontrollen, als Ma├čnahme f├╝r mehr Sicherheit, sind ein wesentlicher Bestandteil im Stra├čenverkehr. Laut der Umfrage zum Thema Verkehrskontrollen wurden bereits 69 Prozent der deutschen Auto- und Fahrradfahrer mindestens einmal rechts heran gewunken oder sind in eine Verkehrskontrolle geraten. Doch was passiert, wenn man sich weigert anzuhalten? Vier Prozent der Studienteilnehmer sind der Meinung, es passiere nichts, fast die H├Ąlfte (45 Prozent) gibt jedoch an, es nicht zu wissen. Der Rest der Befragten ist der Meinung, dass ein Verweigern der Kontrolle 70 Euro Strafe und einen Punkt in Flensburg mit sich ziehe (34 Prozent), oder dass die Polizei sogar das Recht habe, den Fahrer mit auf das Revier zu nehmen (17 Prozent). Wie der Sachverhalt tats├Ąchlich aussieht, erkl├Ąrt Dr. Daniela Mielchen, Fachanw├Ąltin f├╝r Verkehrsrecht aus Hamburg: “Wird man als Verkehrsteilnehmer von der Polizei aufgefordert anzuhalten und aus dem Fahrzeug auszusteigen, ist man verpflichtet, dieser Anweisung umgehend nachzukommen. Wer sich widersetzt, dem drohen eine Geldbu├če in H├Âhe von 70 Euro sowie die Eintragung von einem Punkt ins Fahreignungsregister. Auch die Personalien m├╝ssen wahrheitsgem├Ą├č bekanntgegeben und der F├╝hrerschein sowie die Fahrzeugpapiere ausgeh├Ąndigt werden. Doch was viele Autofahrer nicht wissen: Sie d├╝rfen schweigen – und sollten es auch. Das gilt vor allem f├╝r die Frage, ob der Fahrer wei├č, wof├╝r er angehalten wurde. Diese wird h├Ąufig von der Polizei zu Beginn der Kontrolle gestellt. Mit einer Antwort belastet man sich im Zweifel jedoch nur selbst, weil die Aussage als Schuldeingest├Ąndnis gewertet werden kann.”

Auch wenn Verkehrskontrollen die Fahrt unerwartet unterbrechen, empfinden 93 Prozent der Deutschen sie dennoch als wichtig. Die restlichen sieben Prozent sehen das allerdings etwas anders. Sie halten sie allgemein f├╝r nicht hilfreich (30 Prozent), empfinden sich von der Polizei nicht angemessen behandelt (39 Prozent) oder f├╝hlen sich dabei einfach unwohl (19 Prozent). Dabei gibt es hier keinen Grund zur Sorge, kl├Ąrt Dr. Mielchen ├╝ber die Konsequenzen einer Kontrolle auf: “Laut Stra├čenverkehrsordnung d├╝rfen Polizeibeamte Verkehrskontrollen durchf├╝hren, um die Fahrt├╝chtigkeit des Fahrers sowie die Betriebssicherheit des Fahrzeugs zu ├╝berpr├╝fen. Aus diesem Grund darf die Polizei verlangen, sich Warndreieck, Warnweste und Verbandskasten vorzeigen zu lassen. Autofahrer sind jedoch nicht verpflichtet, an Atemalkoholkontrollen, Koordinations- und Drogentests teilzunehmen oder vor Ort Urinproben abzugeben. Auch eine Inspektion des Fahrzeugs, des mitgef├╝hrten Gep├Ącks oder gar des eigenen Handys d├╝rfen die Polizeibeamten nicht ohne richterlichen Durchsuchungsbeschluss durchf├╝hren. Es sei denn, es besteht ‘Gefahr im Verzug’, also ein begr├╝ndeter Verdacht auf eine konkrete Straftat. Dann ist es in jedem Fall ratsam, einen Fachanwalt f├╝r Verkehrsrecht zu kontaktieren.”

Die Notfallausr├╝stung regelm├Ą├čig ├╝berpr├╝fen

Verkehrskontrollen sind in erster Linie dazu da, Unf├Ąllen durch Unsicherheiten im Stra├čenverkehr vorzubeugen. Deshalb wird meist ├╝berpr├╝ft, ob Sicherheitsweste, Warndreieck und Verbandskasten nach Vorschrift mitgef├╝hrt werden – denn diese k├Ânnen in brenzligen Situationen lebenswichtig sein. 41 Prozent der Deutschen sind sich dessen bewusst und kontrollieren ihre Notfallausr├╝stung regelm├Ą├čig, nur f├╝nf Prozent tun dies gar nicht. Im Falle einer Verkehrskontrolle m├╝ssen sie daf├╝r jedoch Geldstrafen in Kauf nehmen, wie ADAC-Sprecher J├╝rgen Grieving erkl├Ąrt: “Das Mitf├╝hren dieser Gegenst├Ąnde ist nach dem Gesetz, Paragraph 31 b StVZO, geregelt. Bei fehlenden Warnwesten, die besonders zur Nachtzeit die Sichtbarkeit erh├Âhen, droht ein Verwarnungsgeld von 15 Euro. Auch bei einem Warndreieck, das Auffahrunf├Ąlle verhindern soll, werden bei Verst├Â├čen gegen die Mitf├╝hrpflicht 15 Euro f├Ąllig. Ein fehlender, ungen├╝gender oder veralteter Erste-Hilfe-Verbandskasten f├╝hrt zu einem Verwarngeld von bis zu 10 Euro. Seit Januar 2022 muss der Verbandskasten zudem zwei Mund-Nasen-Masken beinhalten. “Wer sich hier neu ausstatten oder abgelaufenes Material ersetzen m├Âchte, kann die Notfallausr├╝stung zum Beispiel an jeder HEM-Tankstelle erwerben.

[1] Basierend auf einer Marktforschungsstudie zum Thema “Verkehrskontrollen”, die von der Tankstellenkette HEM im Februar 2022 mit 2.383 Personen ab 18 Jahren durchgef├╝hrt wurde.

 

Original-Content von: Deutsche Tamoil GmbH, ├╝bermittelt durch news aktuell

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