Augen auf beim Helm-Kauf

Berlin (ots) – 15 Kilometer – zu weit fĂŒrs Fahrrad, aber kaum eine Autofahrt wert: FĂŒr mittlere Strecken ist das Pedelec ein ideales Verkehrsmittel. Doch mit der Geschwindigkeit des elektrisch unterstĂŒtzten Drahtesels steigt das Verletzungsrisiko im Falle eines Sturzes. Der ACE, Deutschlands zweitgrĂ¶ĂŸter Autoclub, rĂ€t allen Pedelec-Fahrern einen Helm zu tragen und gibt Tipps fĂŒr den Kauf.

Rundum-Schutz auf dem Pedelec:

Eine Helmpflicht besteht nur fĂŒr S-Pedelecs mit Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h. Pedelecs mit einer MotorunterstĂŒtzung bis 25 km/h sind verkehrsrechtlich FahrrĂ€der, hier ist der Helm freiwillig. Doch aufgrund der höheren Geschwindigkeiten empfiehlt es sich immer, mit Helm unterwegs zu sein, ob nun mit klassischem Fahrradhelm oder speziellem Pedelec-Helm. Einen erhöhten Schutzlevel bieten beispielsweise Helme mit mehreren Schichten Polycarbonat, die beim Aufprall fĂŒr eine bestmögliche KrĂ€fteverteilung sorgen. Auch hat der ideale Pedelec-Helm im Vergleich zum ĂŒblichen Fahrradhelm eine leicht andere Form: Rundum geschĂŒtzt fĂ€hrt es sich mit seitlich und hinten tiefer heruntergezogenen Modellen. Einzelne Hersteller sorgen darĂŒber hinaus im Bereich der Ohren und Augen fĂŒr mehr Abdeckung.

Extra-Schutz fĂŒr Stirn und SchlĂ€fen:

Das Pedelec-Pendant zur CE-Norm EN 1078 fĂŒr herkömmliche FahrrĂ€der gibt es bisher nicht. In den Niederlanden wurde jedoch bereits eine Helmnorm fĂŒr S-Pedelecs eingefĂŒhrt, die auch hierzulande verbreitet ist und als VorlĂ€ufer einer EU-Norm fĂŒr Pedelec-Helme gilt. Entsprechende Modelle weisen im vorderen Bereich sowie an den SchlĂ€fen einen verstĂ€rkten Aufbau auf. Damit gehen Hersteller auf Erkenntnisse aus der Unfallforschung ein: Bei FahrradunfĂ€llen sind laut Experten die seitliche SchĂ€delbasis, die Stirn und der Hinterkopf besonders gefĂ€hrdet.

Gut sichtbar unterwegs:

Gute Pedelec-Helme schĂŒtzen aber nicht nur den Kopf bei StĂŒrzen und Kollisionen, sondern verbessern auch die Sichtbarkeit des TrĂ€gers. Dies ist gerade auf dem Pedelec wichtig, dessen Geschwindigkeit von anderen Verkehrsteilnehmern leicht unterschĂ€tzt wird. Reflektoren tragen zur besseren Sichtbarkeit bei. Neueste Helmmodelle verfĂŒgen darĂŒber hinaus ĂŒber integriertes Licht, beispielsweise ein LED-RĂŒcklicht an der HelmrĂŒckseite.

Persönliche Anprobe vor dem Kauf:

Ob innovativer E-Helm mit Smartphone-KonnektivitĂ€t oder rein funktionaler Kopfschutz – passgenau sollte der Pedelec-Helm sein. Neben einer Anprobe ist daher auch eine Probefahrt empfehlenswert: Ob das Modell weder drĂŒckt noch verrutscht, lĂ€sst sich am besten wĂ€hrend der Fahrt testen. Die Alltagstauglichkeit ist grundsĂ€tzlich wichtiger als optisch schönes Design. Über GrĂ¶ĂŸe und Anzahl von Luftschlitze können Pedelec-Fahrer individuell entscheiden. Auf den Verschluss sollten sie hingegen besonderes Augenmerk lenken: Eine leicht zu bedienende Alternative zu fummeligen Steckverbindungen sind MagnetverschlĂŒsse. Ob es moderne Zusatzfunktionen wie Aufprallsensoren sein sollen, ist wiederum eine Preisfrage: Hightech-Modelle kosten leicht 250 Euro. Mit Preisen knapp ĂŒber 100 Euro sind Basismodelle erheblich gĂŒnstiger.

ACE LENKRAD Artikel: https://bit.ly/2EE8LIe

Original-Content von: ACE Auto Club Europa, ĂŒbermittelt durch news aktuell

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