Am Morgen danach nicht ans Steuer – Restalkohol gefĂ€hrdet Sicherheit und FĂŒhrerschein

MĂŒnchen (ots) – Die Gefahr von Restalkohol im Blut wird immer wieder unterschĂ€tzt. Gerade zur Karnevalszeit ist das Risiko hoch, sich mit einem zu hohen Promillewert unwissentlich morgens ans Steuer zu setzen. Wer beispielsweise bis Mitternacht Alkohol trinkt und eine Blutalkoholkonzentration von 1,5 Promille hat, darf auch am nĂ€chsten Morgen nicht Auto fahren. Der Körper baut – je nach individueller Konstitution – pro Stunde etwa 0,1 Promille ab. Um neun Uhr morgens lĂ€ge der Promillewert rein rechnerisch noch bei etwa 0,6 Promille. Zu viel, um Auto fahren zu dĂŒrfen. Wer mit 0,5 Promille oder mehr ein Kraftfahrzeug fĂŒhrt und dabei keine alkoholbedingte AuffĂ€lligkeit zeigt, muss mit einen Bußgeldbescheid ĂŒber 500 Euro, einem Monat Fahrverbot und zwei Punkten in Flensburg rechnen. Wer einen alkoholbedingten Fahrfehler begeht – zum Beispiel Schlangenlinien fĂ€hrt – muss schon ab 0,3 Promille Blutalkohol mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe, Punkten und FĂŒhrerscheinentzug rechnen.

Der tatsĂ€chliche Promillegehalt im Blut zu einem bestimmten Zeitpunkt lĂ€sst sich aufgrund vieler Einflussfaktoren nicht einfach ausrechnen. Zu diesen Faktoren zĂ€hlen beispielsweise die MagenfĂŒllung zum Zeitpunkt der Alkoholaufnahme sowie die individuelle körperliche Voraussetzung. Zudem können Medikamente den Abbau des Alkohols beeintrĂ€chtigen oder kritische Wechselwirkungen auslösen. Promille-Abbau-Beschleuniger oder Wundermittel gibt es nicht. Auch Kaffee trinken, schwitzen oder schlafen hilft nicht, um den Promillewert schneller sinken zu lassen.

“Null Promille” heißt es fĂŒr FahranfĂ€nger in der Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres. FĂŒr Radfahrer hat die Rechtsprechung die absolute FahruntĂŒchtigkeit bei 1,6 Promille festgelegt. Erreicht ein Fahrradfahrer diesen Wert und nimmt am Verkehrsgeschehen teil, begeht er eine Straftat. Der ADAC rĂ€t allen Autofahrern, im Zweifelsfall auch am nĂ€chsten Tag öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi zu nutzen.

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