SKODA in Indien Р85. Jubiläum der Fernfahrt nach Kalkutta im SKODA POPULAR

Das 85. Jubiläum der Fernfahrt von vier SKODA POPULAR von Prag nach Kalkutta erinnert an die beeindruckende Tradition von SKODA in Indien.

Mlad√° Boleslav (ots)

  • Sieben Teilnehmer, vier SKODA POPULAR, 15.000 Kilometer Wegstrecke
  • Herausfordernde Expeditionsfahrt von Prag nach Kalkutta j√§hrt sich zum 85. Mal
  • Reise steigerte damals Bekanntheit von SKODA auf dem indischen Markt
  • INDIA 2.0: Bedeutung des Markts ist f√ľr SKODA AUTO bis heute ungebrochen hoch; Automobilhersteller verantwortet Aktivit√§ten des Volkswagen Konzerns in Indien

Das 85. Jubil√§um der Fernfahrt von vier SKODA POPULAR von Prag nach Kalkutta erinnert an die beeindruckende Tradition von SKODA in Indien. Schnell entwickelte sich das Land damals zum siebtgr√∂√üten Exportmarkt des Automobilherstellers aus Mlad√° Boleslav. Im Jahr 2001 stieg SKODA als zweiter europ√§ischer Hersteller lokal auf dem indischen Markt ein und konnte seine Position in Indien seitdem kontinuierlich st√§rken. Seit 2018 verantwortet das Unternehmen im Rahmen des Projektes INDIA 2.0 federf√ľhrend die Modelloffensive des Volkswagen Konzerns auf dem indischen Markt.

1925 √ľbernahm der Maschinenbau- und R√ľstungskonzern SKODA den Automobilhersteller Laurin & Klement aus dem b√∂hmischen Mlad√° Boleslav. Das Pilsener Unternehmen war bereits damals bereits in Indien aktiv und so setzten sich die hochwertigen Nutz- und Personenfahrzeuge mit dem gefl√ľgelten Pfeil schnell auch auf den Stra√üen des Subkontinents durch. Fernfahrten, die insbesondere in den 1930er-Jahren unternommen wurden, z√§hlten damals zu den erfolgreichsten Arten der Werbung.

Und so startete am Samstag, den 12. Mai 1934, also vor 85 Jahren, eine Gruppe von vier SKODA POPULAR des Prager Automobilclubs eine Reise nach Indien. Die Halbcabrios verf√ľgten √ľber Einliter-Vierzylindermotoren mit einer Leistung von 15 kW (20 PS). Das Eigengewicht des neuen Einstiegsmodells von SKODA lag bei 700 Kilogramm, hinzu kamen 800 Kilogramm Zuladung inklusive der Insassen. Unter der Leitung von Zbislav Peters, Rechtsanwalt und tschechoslowakischer Eishockey-Nationalspieler, machten sich die sieben Teilnehmer der Expedition auf den Weg √ľber den Balkan, die T√ľrkei, das heutige Syrien und den Irak nach Indien. Ein Fahrzeug fuhr sogar einen Umweg √ľber Afghanistan. Nach der Ankunft in Kalkutta fuhren die SKODA POPULAR nach Mumbai, von dort ging es per Schiff nach Triest. Von der norditalienischen Hafenstadt fuhren die Fahrzeuge zur√ľck nach Prag und hatten bei ihrer Ankunft am 10. September 1934 fast 15.000 Kilometer zur√ľckgelegt, oft in unwegsamem Gel√§nde und unter harten klimatischen Bedingungen. Auf dieser Fernfahrt stellte die neue Generation von SKODA Fahrzeugen ihre enorme Qualit√§t und Zuverl√§ssigkeit ebenso eindrucksvoll unter Beweis wie ihr hohes technisches Niveau – die Fahrzeuge verf√ľgten √ľber Zentralrohrrahmen und Einzelradaufh√§ngung rundum.

Im Sommer 1936 fuhren die Tschechen Bretislav Jan Proch√°zka und Jindrich Kubias innerhalb von 97 Tagen einmal um die Welt. Dabei vertrauten sie auf eine nur leicht modifizierte offene Version des SKODA RAPID mit einer Leistung von 23 kW (31 PS) und kr√§ftigen Hydraulikbremsen. Die Reise f√ľhrte das Fahrzeug auch durch Indien. Da das Schiff nach Japan bereits fr√ľh ablegte, glich der Streckenabschnitt Quetta-Neu Delhi-Mumbai einer Verfolgungsfahrt: Innerhalb von nur drei Tagen legte der schnelle und zuverl√§ssige RAPID diese Strecke zur√ľck.

Nicht zuletzt dank der Werbeeffekte durch die geschilderten Expeditionen belief sich die Anzahl der SKODA Fahrzeuge, die ins damals britische Indien exportiert wurden, in der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre bei 90 Einheiten im Jahr. Damit lag Indien im Jahr 1938 auf dem siebten Platz unter den damals bereits 39 Exportmärkten des tschechischen Automobilherstellers.

Angesichts des weltweiten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels nach dem zweiten Weltkrieg wurden zwischen 1947 und 1955 insgesamt nur 150 SKODA Fahrzeuge nach Indien exportiert, danach folgten sogenannte Ad-hoc-Lieferungen in den 1950er- bis 1970er-Jahren, eine st√§ndige Vertretung gab es jedoch nicht. Ein weiteres erfolgreiches Kapitel der Geschichte von SKODA in Indien begann 2001, als das Unternehmen aus Mlad√° Boleslav mit dem SKODA OCTAVIA als zweiter europ√§ischer Automobilhersteller lokal auf dem indischen Markt einstieg. Nach der Einf√ľhrung des Flaggschiffs SKODA SUPERB im Jahr 2004 folgten die Modelle LAURA (2006), FABIA (2008), YETI (2010) und RAPID (2011). Aktuell k√∂nnen die indischen Kunden unter vier Modellreihen w√§hlen: Der RAPID entsteht im lokalen Werk in Pune, der OCTAVIA, der SUPERB und der KODIAQ werden im Werk Aurangabad gefertigt.

In den vergangenen 18 Jahren hat SKODA seine Position auf dem indischen Markt kontinuierlich gefestigt, sowohl bei der Anzahl ausgelieferter Fahrzeuge als auch in der Wahrnehmung bei den indischen Kunden. Das Potenzial des indischen Markts ist immens: Mit aktuell mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern verf√ľgt das Land √ľber die zweith√∂chste Bev√∂lkerungszahl der Welt und das Bruttoinlandsprodukt w√§chst j√§hrlich um rund sieben Prozent.

Damit ist der indische Markt eine wichtige S√§ule der Strategie von SKODA AUTO. Im Rahmen des Projekts INDIA 2.0 verantwortet der Automobilhersteller seit 2018 federf√ľhrend die Modelloffensive des Volkswagen Konzerns auf dem indischen Markt. Im Januar 2019 wurde das Technologiezentrum in Pune er√∂ffnet, Die Fahrzeuge, die im neuen Technologiezentrum entwickelt werden, sind auf die Anforderungen der Kunden auf dem Subkontinent zugeschnitten und werden zu 95 Prozent lokal auf Basis der tiefenlokalisierten MQB-A0-IN-Plattform gefertigt. Das hei√üt, fast alle Fahrzeugkomponenten sind ,made in India’. Die erste Designstudie stellt der Automobilhersteller bereits im kommenden Jahr auf dem Autosalon in Delhi vor. In der n√§chsten Projektphase wird der Volkswagen Konzern die M√∂glichkeiten pr√ľfen, die in Indien hergestellten Fahrzeuge zu exportieren.

Original-Content von: Skoda Auto Deutschland GmbH, √ľbermittelt durch news aktuell

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