Ohne Reue durch die närrische Zeit

Bonn (ots) – Das Kost√ľm passt, die Pappnase sitzt, das Auto ist vollgetankt – mit Sprit auch f√ľr die Passagiere. Die Faschingssause kann starten. Von wegen! Helau hin, Alaaf her – bei Alkohol am Steuer und Clownsmaske im Gesicht h√∂rt f√ľr die Polizei der Spa√ü auf. Die Narren riskieren bei einer Kontrolle Geld, Punkte, den F√ľhrerschein und nach einem Unfall sogar den Versicherungsschutz. Also Vorsicht vor diesen Fallen.

Regel 1: kein Alkohol am Steuer

Es muss keine Karnevalszeit sein – mit Alkohol im Blut darf niemand Auto fahren. Schon ab 0,3 Promille am Steuer drohen bei Gef√§hrdung des Verkehrs 3 Punkte, F√ľhrerscheinentzug, Freiheits- oder Geldstrafe. Wer erstmals gegen die 0,5 Promille-Grenze verst√∂√üt, muss mit 500 Euro, 2 Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen. Ab 1,1 Promille sind die Jecken absolut fahruntauglich. Die Trunkenheitsfahrt wird mit Punkten, F√ľhrerscheinentzug, Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet. Und dass Fahranf√§nger unter 21 Jahren oder in der Probezeit unter besonderer Beobachtung stehen, versteht sich von selbst. F√ľr sie gelten absolutes Alkoholverbot und strenge Ahndung.

Auch f√ľr beschwipste Radfahrer gibt es kein Pardon. Mit √ľber 1,6 Promille im Blut drohen drei Punkte, ein Bu√ügeld in H√∂he eines Monatsgehaltes sowie die Anordnung einer MPU. Da hilft dem Funkenmariechen auch kein T√§nzchen mit dem Ordnungsh√ľter.

Losgelassene Karnevalisten parken ihr Auto also am besten in der Garage, steigen ins Taxi oder in Bus oder Bahn. Denn was viele unterschätzen: Am nächsten Morgen ist nach durchzechter Nacht noch lange nicht Schluss mit lustig. Alkohol baut sich langsamer ab als viele denken Рungefähr 0,1 Promille in der Stunde.

Regel 2: Keine Narrenfreiheit f√ľr Clown & Co.

Paragraph 23 der Stra√üenverkehrs-Ordnung schreibt vor, dass Sicht und Geh√∂r w√§hrend der Fahrt nicht beeintr√§chtigt werden d√ľrfen. Gegen Pappnasen wird also niemand sein Veto einlegen, das Piratenkost√ľm mit Augenklappe geht dagegen gar nicht.

Regel 3: Keine Milde beim Versicherer

Der Unfall ist gebaut, der hohe Promillewert im Blut nachgewiesen. Die Versicherer finden das gar nicht lustig. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft kann die Haftpflichtversicherung den Schadenverursacher mit bis zu 5.000 Euro in Regress nehmen. Grobe Fahrl√§ssigkeit kostet den Alkohol- oder Maskenfahrer zudem schlimmstenfalls den Kaskoschutz. Sch√§den der Unfallopfer werden nat√ľrlich bezahlt.

Original-Content von: Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, √ľbermittelt durch news aktuell

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